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Wildnis am Strom – Nationalpark Donau-Auen

Kategorien: Natur, Österreich, Pflanzen, Tiere, Umwelt

Wien ist eine der wenigen Millionenstädte, die über einen Nationalpark in der Stadt verfügen. Die Universum-Dokumentation „Wildnis am Strom – Nationalpark Donau-Auen“ am Dienstag, den 14. September um 20.15 Uhr in ORF 2 zeigt die Vielfalt und den Artenreichtum dieses Lebensraum.

Über 2 Jahre lang haben Regisseur Franz Hafner und das Universum-Team die einzigartige Flussauenlandschaft des Nationalpark Donau-Auen dokumentiert. Bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit waren sie unterwegs, um die Besonderheiten und die Dynamik der Natur zu erfassen.

Alles fließt, alle Dinge sind einem ständigem Wandel unterworfen. Das gilt besonders für die Auen entlang der Donau. Zerstörung und Aufbau, Werden und Vergehen sind unabdingbarer Bestandteil und Grundlage für diese Landschaft. Doch der Mensch hat die Kraft und Dynamik der Flüsse gebändigt und in Schranken gewiesen. Flüsse wurden verbaut, begradigt und die Gewässerdynamik zerstört.

Doch entlang der Donau, zwischen Wien und Bratislava, hat ein letztes Stückchen Au die Zeit überdauert. Dort kann die Kraft des Wassers auch heute noch neue Lebensräume gestalten: Hochwasser hinterlassen frisch angerissene Steilufer, Schotterbänke und Inseln wachsen aus dem Strom, Wälder werden abgetragen und entstehen von Neuem.

Diese natürliche Dynamik ist eine große Kostbarkeit, eine einzigartige Flussdynamik, wie sie sonst in Mitteleuropa nicht mehr zu finden ist. Die Donau-Auen östlich von Wien bergen die letzte Wildnis am Strom.

Seit 1996 ist diese außerordentliche Landschaft durch einen Nationalpark geschützt. Die Lebensader des Nationalparks ist die Donau. Auf über 36 km Länge kann sie hier noch frei fließen, neben der Wachau befindet sich hier die letzte freie Fließstrecke in Österreich.

Beeindruckend ist die Vielfalt an Lebensräumen und die außergewöhnliche Zahl der Tiere, die hier überleben können. Eisvögel brüten in den Steilufern, Flussregenpfeifer auf den Schotterbänken und Seeadler im Auwald. Die Altarme werden von Europäischen Sumpfschildkröten und Bibern besiedelt und im Unterholz ziehen Rothirsche ihre Jungen groß.

Die letzten Jahrhunderte hat sich aber am Fluss vieles verändert. Die Donau wurde begradigt, befestigt und viele Nebenarme vom Strom abgeschnitten. Es bestand und besteht die Gefahr, dass der Auwald austrocknet, die Altarme verlanden und die Au stirbt. Die Gewässerdynamik der Donau selbst aber ist erhalten geblieben und das ist die große Chance für das Schutzgebiet.

Seit der Gründung des Nationalparks wurde daher versucht, die Au wieder stärker an die Donau anzubinden: Ufer wurden rückgebaut, Altarme mit einander verbunden, Treppelwege gesenkt. Diese Maßnahmen zeigen Wirkung, und die Au ist wieder mit dem mächtigen Strom verbunden.

Der Film „Wildnis am Strom – Nationalpark Donau-Auen“ berichtet von der neuen, alten Aulandschaft und vor allem vom steten Wandel, der allein das Überleben der Au ermöglicht.

Zwei Jahre lang war ein „Universum Team“ unterwegs, um die vielen Stimmungen einzufangen die im Laufe eines Jahres an der Donau zu erleben sind, und um die großen und kleinen Ereignisse zu dokumentieren, die das Jahr in der Wildnis am Strom bestimmen.

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