Ein (fast) perfektes Verbrechen – Der ewige Wettlauf zwischen Gut und Böse

Ein (fast) perfektes Verbrechen – Der ewige Wettlauf zwischen Gut und Böse

Am 25. Januar 2009 hangeln sich drei maskierte Fassadenkletterer über ein Vordach des „KaDeWe“ in Berlin und brechen in die Juwelierabteilung ein. Schmuck und Diamanten im Wert von mehreren Millionen Euro wandern in ihre Taschen. Doch einer begeht einen Fehler und vergisst seinen Handschuh am Tatort. Die Ermittler finden DNS-Spuren. Dennoch kann kein Täter dingfest gemacht werden. Mit diesem und anderen bewegenden und spannenden Fällen zeigt der Film, wie unsere Gesellschaft mit dem „Bösen“ im Menschen umgeht und warum die Vorstellung vom „perfekten Verbrechen“ in der Realität – fast – immer eine Illusion bleibt.

Die DNS an dem besagten Handschuh stammt von Zwillingen, eineiigen Zwillingen. Beide werden vernommen, beide beteuern ihre Unschuld – und beide müssen wieder freigelassen werden. Hassan Osman, einer der Zwillinge, beteuert im Interview, er habe sich vor dem Fall „nie mit DNS“ beschäftigt. Ein perfektes Verbrechen, möglich geworden durch eine Laune der Natur?

Laut einer aktuellen ZDF-Umfrage trauen die Deutschen der Kriminalpolizei weniger zu, als sie tatsächlich leistet. Die Mehrheit der Befragten glaubt, dass mindestens ein Drittel aller Mordfälle nicht gelöst werden. Tatsächlich werden 95 Prozent aufgeklärt. Allerdings gilt diese Zahl nur für Morde, die auch als solche erkannt werden. Wie viele bleiben unentdeckt? Experten vermuten, dass es mehr als tausend sein könnten – pro Jahr, allein in Deutschland. Gerichtsmediziner Klaus Püschel erklärt die hohe Dunkelziffer mit Defiziten bei der Leichenschau: „Nur zwei Prozent der Toten werden hierzulande gerichtsmedizinisch untersucht.“ Wer seine Mordtat als natürlichen Tod verschleiern kann, hat also gute Karten, davon zu kommen. Wem das nicht gelingt, der wird – bis auf wenige Ausnahmen – geschnappt.

Der Film untersucht, auf welche Strategien Täter kommen, wenn sie ihre Spuren vertuschen wollen – und mit welch immer ausgefeilteren Methoden die Ermittler versuchen, ihnen auf die Schliche zu kommen. Besonders schwierig wird das, wenn Profis im Staatsauftrag Verbrechen begehen. Der Menschenrechtsaktivist Erwin Neumann wurde 1958 von der Stasi aus West-Berlin in die DDR verschleppt. Er starb im Gefängnis Hohenschönhausen. Neumanns Tochter erfuhr erst nach der Wende von seinem Schicksal. Im Interview schildert sie die quälende Ungewissheit, mit der sie mehr als 30 Jahr leben musste. Die Täter blieben unbestraft.

Bei manchen Verbrechen scheint die Grenze zwischen Gut und Böse irgendwann zu verschwimmen. Der Immobilienunternehmer Jürgen Schneider etwa, der mit seinen Betrügereien einen Milliardenschaden angerichtet hat, gilt heute manchen als jemand, der die leichtgläubige Gier von Banken und Investoren bloßgestellt habe. „Wenn ich heute vor einem Richter stünde, würde ich sagen, Verbrechen lohnt sich nicht. Die Wirklichkeit sieht aber anders aus“, sagt Schneider.

Römer zwischen Alpen und Nordmeer

Römer zwischen Alpen und Nordmeer

Im Jahre 15 vor Christus zogen endlose Kolonnen römischer Legionäre über die Alpen, um die Gebiete im Norden für das Weltreich des Kaisers Augustus zu erobern. Mit dem Sieg über die einheimischen Stämme bei Oberammergau begann die über 400jährige Herrschaft der Römer nördlich der Alpen. Der militärischen Okkupation folgte eine wirtschaftliche Blüte, die begleitet war von einem Kulturtransfer ohnegleichen. Die zivilisatorischen Einflüsse prägten auch die germanischen Stämme jenseits des Limes. Neueste archäologische Funde belegen, dass sich ein reger Technologiefluss im Süden und Westen in Richtung Norden und Osten entwickelte. Römische Handwerker gaben ihre Fertigkeiten und Erfahrungen an Kelten und Germanen weiter. Dieser Romanisierungsprozess umfasste Handwerk, Handel und Kultur. Dass das kulturelle Erbe der Römer in Europa auch nach fast 2.000 Jahren noch lebendig ist, zeigt diese spannende Dokumentation.

Genie und Wahnsinn – Der Fall Karl Hans Janke

Genie und Wahnsinn – Der Fall Karl Hans Janke

krasser Shit!
Karl-Hans Janke wird als fast vierzigjähriger Mann Ende der 1940er-Jahre mit der Diagnose Schizophrenie in die Psychiatrie eingewiesen. Mit einer staatsfeindlichen Bemerkung gegen die noch junge DDR hatte er auf sich aufmerksam gemacht. Eine Haftstrafe bleibt ihm erspart, doch die Psychiatrie wird er nie wieder verlassen.
Janke ist ein Eigenbrödler, schrullig, unbeherrscht, aber auch genial. In seinem Kopf entstehen fortwährend Erfindungen: Dinge für den Alltag, aber auch industrielle Hühnerfarmen, eine Art Kugelschreiber oder zusammenlegbare Weihnachtsbäume. Ein Arzt der Anstalt diagnostiziert bei Janke wahnhaftes Erfinden. Aber es sind keine Spinnereien, die Janke zeichnet, baut und beschreibt – und das in der Atmosphäre des Krankenhauses, die kaum die Kreativität fördert. Der Erfinder korrespondiert mit Ministerien und Patentämtern, Janke wird zu Gesprächen geladen und hält Vorträge im Krankenhaus. Er befasst sich mit Weltraumflügen und mit der Lösung der Energieprobleme der Menschheit. Lange bevor sich die offizielle Wissenschaft dem Thema widmet, forscht er nach alternativen Energien. Im Jahre 2006 werden zwei Patentschriften gefunden, die belegen, dass Janke bereits 1938 das Prinzip des Navigationsgerätes erfand und sein Patent auf den Hubschrauber datiert früher als das anderer.
Janke stirbt 1988 in Hubertusburg, wo er 38 Jahre gelebt hatte. Ein Mensch zwischen Genie und Wahnsinn, dessen Erfindungen und Zeichnungen in den letzten Jahren in großen Ausstellungen zu sehen waren.

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Die Autobastler – Zwischen Auspuff und Zylinderkopf

Die Autobastler – Zwischen Auspuff und Zylinderkopf

Erst gibt die Kupplung den Geist auf, danach das Getriebe, und zuletzt ist der ganze Motor im Eimer – für die meisten Menschen ein Albtraum. Doch bei „Schraubern“ und „Schrottern“ erwacht in solchen Augenblicken die wahre Leidenschaft zum Auto. Ob auf dem Schrottplatz, in der „Do-It-Yourself“-Werkstatt oder im Hinterhof – für viele Deutsche gibt es nichts Schöneres, als nach Feierabend zum Schraubenschlüssel zu greifen …

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Alles lecker oder was ? Lebensmittel zwischen Werbung und Wahrheit

Alles lecker oder was ? Lebensmittel zwischen Werbung und Wahrheit

„Margarine ist lecker und dazu noch gesund – eine dick aufs Brötchen aufgetragene Werbelüge, die viele Menschen bereits zum Frühstück schlucken. Seit Jahrzehnten macht uns die Industrie da eine billig produzierbare Waffenschmiere aus Öl, Wasser und einer Extraportion Chemie als nahrhaften Butterersatz schmackhaft!“

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