Osteuropa: Wie viel(e) Europa(s)? | Mit offenen Karten | ARTE

„Mit offenen Karten“ gibt einen Überblick über die verschiedenen „Osteuropas“: Die baltischen Staaten wenden sich ganz entschieden dem Westen zu, um sich vor dem Expansionsstreben von Putins Russland zu schützen. Polen nimmt gern Wirtschaftsförderungen der EU in Anspruch. Und nicht zu vergessen jene Regierungen, die den europäischen Werten die kalte Schulter zeigen …

In der Folge des Zusammenbruchs der UdSSR hat sich die politische Geografie Osteuropas stark verändert. Die heute in diesem Gebiet existierenden Staaten unterscheiden sich hinsichtlich ihrer kulturellen Identitäten und politischen Systeme stark voneinander. „Mit offenen Karten“ gibt einen Überblick über diese verschiedenen „Osteuropas“: Die baltischen Staaten wenden sich ganz entschieden dem Westen zu, um sich vor dem Expansionsstreben des unmittelbar benachbarten Putin-Russland zu schützen, insbesondere seit es die Krim annektiert hat. Polen, das dem russischen Nachbarn geschichtsbedingt ebenfalls nicht traut, nimmt gern Wirtschaftsförderungen der EU in Anspruch, aber um die kulturellen und politischen Werte der Europäer scheren sich die polnischen Machthaber nicht. Nicht zu vergessen jene Regierungen, die den europäischen Werten beharrlich die kalte Schulter zeigen und rechtsstaatliche Prinzipien im Stil eines Wladimir Putin verletzten oder gar noch weiter nach Osten in Richtung China schauen, wie Viktor Orbans Ungarn. Gezeigt wird auch, dass China die Bedeutung dieser „Osteuropas“ sehr gut verstanden hat und massiv in diese Länder investiert, wie die neuen Seidenstraßen und das politische, wirtschaftliche und kulturelle Konkurrenzstreben gegenüber dem Westen beweisen.

Magazin (F 2021, 12 Min)

ZDFzeit – Am Rande des Atomkriegs – Kampf um Kuba und Berlin

Kampf um Kuba und Berlin: Die Machtprobe zwischen Washington und Moskau führte die Menschheit vor 50 Jahren an den Rand des Dritten Weltkriegs.

Die Oktoberrevolution 1917 – Kampf & Traum von einer »besseren Welt« im Zeitalter des Imperialismus

„Die Gründer des Sowjetregimes hatten vorausgesetzt, daß alle gesellschaftlichen Funktionen vermittels der Selbstverwaltung der Bürger ausgeführt werden sollen, ohne professionelle Bürokratie, die sich über die Gesellschaft erhebt.
Der heutige reale Aufbau der Sowjetgesellschaft steht jedoch im schreienden Gegensatz zu diesem Ideal.
Über das Volk hat sich eine selbstherrliche Bürokratie erhoben.
In ihren Händen liegt die Macht und die Verfügung über den Reichtum des Landes.
Sie bedient sich unvorstellbarer Privilegien, die von Jahr zu Jahr wachsen.
Die Lage der regierenden Kaste ist falsch von Grund auf; sie ist gezwungen, ihre Privilegien zu verheimlichen und vor dem Volke zu lügen.
Die Zwangslüge durchdringt so die gesamte offizielle Ideologie. Menschen denken das eine und sprechen und schreiben ein anderes.
Man kann ohne Übertreibung sagen, daß die Bürokratie die politische Atmosphäre der UdSSR durch und durch mit dem Geiste der Inquisition, der Lüge, Verleumdung und Fälschung erfüllt hat.“
Quelle:
Leo Trotzki: „Die verratene Revolution“* (1936) S.35

„Alte Zarengeneräle wurden von Frankreich, England und Japan finanziert und mit allem nötigen Kriegsmaterial versehen, um die junge Sowjetrepublik niederzuwerfen.
An der Intervention beteiligten sich Truppen aus 14 Ländern, unter ihnen auch deutsche Freikorps, japanische, amerikanische, polnische und tschechische Regimenter, die die Sowjetunion buchstäblich aus allen 4 Himmelsrichtungen in die Zange nahmen.“
(…)
Der dreijährige Bürgerkrieg, der etwa 5 Millionen Tote forderte (einige sowjetische Historiker nennen noch höhere Zahlen), belastete die junge Sowjetmacht mit einer ungeheuren Hypothek.“
Quelle:
Prof. Michael Schneider: „Das Ende eines Jahrhundertmythos – Eine Bilanz des Staatssozialismus“, Köln (1992) S.143 ff.

Wenn man bedenkt, das der 1. Weltkrieg zwischen den imperialistischen Staaten mehr als 15 Millionen Tote kostete, so wird erst klar, mit welcher Brutalität Churchills Devise: „Das kommunistische Baby in der Wiege erwürgen“ in die Tat umgesetzt werden sollte.
Allerdings folgte dem „Weißen Terror“ der „Rote Terror“ auf den Fuß…
Erst mit dieser „Vorgeschichte“ wird die verbrecherische Politik Stalins „verständlicher“, wenn auch nicht entschuldbar!

„Im Februar 1917, zum Zeitpunkt der bürgerlichen demokratischen Revolution, die Nikolaus II abdanken ließ, gab es erst 24.000 Bolschewiken; im August desselben Jahres waren es schon 240.000.
1920 zählte die Partei bereits 611.978 Mitglieder und 1921 730.000.
Der X. Parteitag (im März 1921) beschloß eine Säuberung der Partei, und im Januar 1922 war die Partei auf 515.000 zusammengeschrumpft.
(…)
1922 machten die „alten Bolschewiki“ (d.h. diejenigen, die schon 1917 Mitglieder der Partei waren nur noch 2 bis 3 % der Partei aus (nur 2 % nach Zinowiew).“
Quelle:
Jean Elleinstein: „Geschichte des „Stalinismus““, Paris 1975, Westberlin (1977), S.30

Die Herrschaft einer Minderheit über die Mehrheit nennt man Diktatur!
Wenn sich diese Herrschaft einer Minderheit über die Mehrheit in ein „rotes Mäntelchen“ steckt, so ist es dann doch nur ein „neues“ Ausbeuterregime…

„Drüben haben wir gar keinen Kommunismus, auch keinen Sozialismus, denn sie haben den Arbeitern gar nicht die Fabriken übergeben.
Die Industriewerke, die Banken und das Land halten die Bürokraten mit ihrem Staatsapparat fest in der Hand.
Und diese Funktionärsklasse, die von dem erschufteten nationalen Mehrwert nicht schlecht lebt, möchte das als Sozialismus ausgeben.
Dazu habe ich aber Marx, seine Analyse über die allgemeine Staatssklaverei durch die Bürokratenklasse, zu gut verstanden, als daß die Ulbricht und Konsorten mich dummquatschen und mir das als Sozialismus verkaufen können.“
Günther Berkhan (ehemaliger Spanien-Kämpfer)
zitiert nach:
Rudi Dutschke: „Wider die Päpste“ Die Schwierigkeiten über das Buch von Rudolf Bahro zu diskutieren. Berlin (1979).

„Der sozialdemokratische Philister ist neuerdings in heilsamen Schrecken geraten bei dem Wort: Diktatur des Proletariats.
Nun gut, ihr Herren, wollt ihr wissen, wie diese Diktatur aussieht?
Seht euch die Pariser Kommune an. Das war die Diktatur des Proletariats.“
London, am 18.März 1891, dem zwanzigsten Jahrestag der Pariser Kommune.
Friedrich Engels

„Ohne Demokratie kein Sozialismus, aber ohne Sozialismus keine Demokratie“
Rosa Luxemburg

Mehr Infos:
(1917) – Vom revolutionären Oktoberumsturz bis zur „verratenen Revolution“ (1936) – Leo Trotzki
https://http://www.youtube.com/watch?v=1ItKq…

Sowjetunion: Von der „verratenen Revolution“*(1936) bis zur kapitalistischen Konterrevolution (1991)
https://http://www.youtube.com/watch?v=qb_kO…

Die Oktoberrevolution 1917 – Kampf & Traum von einer »besseren Welt« im Zeitalter des Imperialismus – So wurde Russland rot – Die Oktoberrevolution – Wahrheit und Legende

Der Sozialismus, der keiner war (1991) Stalins „Aufbau des Sozialismus in einem Land“

Stalin – Der Sozialismus, der keiner war – ORF (1991)
Mehr Infos: Sowjetunion: Von der „verratenen Revolution“*(1936) bis zur kapitalistischen Konterrevolution (1991) – Von Chruschtschow bis Gorbatschow – Die Perestroika, die noch keine war – https://http://www.youtube.com/watch?v=qb_kO…

„Die Gründer des Sowjetregimes hatten vorausgesetzt, dass alle gesellschaftlichen Funktionen vermittels der Selbstverwaltung der Bürger ausgeführt werden sollen, ohne professionelle Bürokratie, die sich über die Gesellschaft erhebt.
Der heutige reale Aufbau der Sowjetgesellschaft steht jedoch im schreienden Gegensatz zu diesem Ideal.
Über das Volk hat sich eine selbstherrliche Bürokratie erhoben.
In ihren Händen liegt die Macht und die Verfügung über den Reichtum des Landes.
Sie bedient sich unvorstellbarer Privilegien, die von Jahr zu Jahr wachsen.
Die Lage der regierenden Kaste ist falsch von Grund auf; sie ist gezwungen, ihre Privilegien zu verheimlichen und vor dem Volke zu lügen.
Die Zwangslüge durchdringt so die gesamte offizielle Ideologie. Menschen denken das eine und sprechen und schreiben ein anderes.
Man kann ohne Übertreibung sagen, daß die Bürokratie die politische Atmosphäre der UdSSR durch und durch mit dem Geiste der Inquisition, der Lüge, Verleumdung und Fälschung erfüllt hat.“
Quelle:
Leo Trotzki: „Die verratene Revolution“* (1936) S.35

„Alte Zarengeneräle wurden von Frankreich, England und Japan finanziert und mit allem nötigen Kriegsmaterial versehen, um die junge Sowjetrepublik niederzuwerfen.
An der Intervention beteiligten sich Truppen aus 14 Ländern, unter ihnen auch deutsche Freikorps, japanische, amerikanische, polnische und tschechische Regimenter, die die Sowjetunion buchstäblich aus allen 4 Himmelsrichtungen in die Zange nahmen.“
(…)
Der dreijährige Bürgerkrieg, der etwa 5 Millionen Tote forderte (einige sowjetische Historiker nennen noch höhere Zahlen), belastete die junge Sowjetmacht mit einer ungeheuren Hypothek.“
Quelle:
Prof. Michael Schneider: „Das Ende eines Jahrhundertmythos – Eine Bilanz des Staatssozialismus“, Köln (1992) S.143 ff.

Wenn man bedenkt, das der 1. Weltkrieg zwischen den imperialistischen Staaten mehr als 15 Millionen Tote kostete, so wird erst klar, mit welcher Brutalität Churchills Devise: „Das kommunistische Baby in der Wiege erwürgen“ in die Tat umgesetzt werden sollte.
Allerdings folgte dem „Weißen Terror“ der „Rote Terror“ auf den Fuß…
Erst mit dieser „Vorgeschichte“ wird die verbrecherische Politik Stalins „verständlicher“, wenn auch nicht entschuldbar!

„Im Februar 1917, zum Zeitpunkt der bürgerlichen demokratischen Revolution, die Nikolaus II abdanken ließ, gab es erst 24.000 Bolschewiken; im August desselben Jahres waren es schon 240.000.
1920 zählte die Partei bereits 611.978 Mitglieder und 1921 730.000.
Der X. Parteitag (im März 1921) beschloss eine Säuberung der Partei, und im Januar 1922 war die Partei auf 515.000 zusammengeschrumpft.
(…)
1922 machten die „alten Bolschewiki“ (d.h. diejenigen, die schon 1917 Mitglieder der Partei waren nur noch 2 bis 3 % der Partei aus (nur 2 % nach Zinowiew).“
Quelle:
Jean Elleinstein: „Geschichte des „Stalinismus““, Paris 1975, Westberlin (1977), S.30

Die Herrschaft einer Minderheit über die Mehrheit nennt man Diktatur!
Wenn sich diese Herrschaft einer Minderheit über die Mehrheit in ein „rotes Mäntelchen“ steckt, so ist es dann doch nur ein „neues“ Ausbeuterregime…

„Drüben haben wir gar keinen Kommunismus, auch keinen Sozialismus, denn sie haben den Arbeitern gar nicht die Fabriken übergeben.
Die Industriewerke, die Banken und das Land halten die Bürokraten mit ihrem Staatsapparat fest in der Hand.
Und diese Funktionärsklasse, die von dem erschufteten nationalen Mehrwert nicht schlecht lebt, möchte das als Sozialismus ausgeben.
Dazu habe ich aber Marx, seine Analyse über die allgemeine Staatssklaverei durch die Bürokratenklasse, zu gut verstanden, als dass die Ulbricht und Konsorten mich dummquatschen und mir das als Sozialismus verkaufen können.“
Günther Berkhan (ehemaliger Spanien-Kämpfer)
zitiert nach:
Rudi Dutschke: „Wider die Päpste“ Die Schwierigkeiten über das Buch von Rudolf Bahro zu diskutieren. Berlin (1979).

„Der sozialdemokratische Philister ist neuerdings in heilsamen Schrecken geraten bei dem Wort: Diktatur des Proletariats.
Nun gut, ihr Herren, wollt ihr wissen, wie diese Diktatur aussieht?
Seht euch die Pariser Kommune an. Das war die Diktatur des Proletariats.“
London, am 18.März 1891, dem zwanzigsten Jahrestag der Pariser Kommune.
Friedrich Engels

„Ohne Demokratie kein Sozialismus, aber ohne Sozialismus keine Demokratie“
Rosa Luxemburg
Mehr Infos:
(1917) – Vom revolutionären Oktoberumsturz bis zur „verratenen Revolution“ (1936) – Leo Trotzki
https://http://www.youtube.com/watch?v=1ItKq…

Stalinismus – Diktatur im Namen des Sozialismus – XX.Parteitag KPdSU
https://http://www.youtube.com/playlist?list…

Lenin: Drama eines Diktators (Dokumentation)

Lenin: Drama eines Diktators (Dokumentation)

Wer war dieser Wladimir Iljitsch Uljanow, der unter dem Namen Lenin so berühmt und berüchtigt wurde? Träumer, Theoretiker, Staatsgründer, Vorgänger Stalins. Sein Name ist untrennbar mit der russischen Oktoberrevolution 1917 verbunden. Er schuf die Sowjetmacht.

1917: Deutsches Geld für Russlands Revolution

1917: Deutsches Geld für Russlands Revolution

Im Frühjahr 1917 kehrte Lenin aus dem Exil nach St. Petersburg zurück und setzte sich an die Spitze der russischen Revolution. Möglich wurde dies durch die Unterstützung des deutschen Kaiserreichs. Die Transitgenehmigung für Lenin sollte zum Zusammenbruch des zaristischen Russlands führen. Finanzhilfen sorgten dafür, dass der Plan aufging. Film über die deutsche Unterstützung der Bolschewiki.

Der Kremlflieger – Mathias Rust & der Rote Platz

Der Kremlflieger – Mathias Rust & der Rote Platz

Es ist der 28. Mai 1987, kurz nach 19.00 Uhr. Die Welt ist um eine Sensation reicher und die Supermacht Sowjetunion blamiert: Der 19-jährige Mathias Rust aus Wedel bei Hamburg landete mit seiner einmotorigen Cessna 172 unmittelbar neben dem Roten Platz in Moskau. Niemand hatte ihn aufgehalten während seines mehrstündigen Flugs über sowjetisches Gebiet. Die sowjetische Luftabwehr, bis dahin als unüberwindbar eingestuft, muss Hohn und Spott über sich ergehen lassen. Tausende von Raketen, moderne Radaranlagen und Flugabwehrsysteme – ausgehebelt von einem Sportflieger, einem Friedensboten, der mit seinem Flug eine Brücke zwischen Ost und West schlagen will. Die Flugaffäre wird zur Staatsaffäre, der Verteidigungsminister muss gehen, ranghohe Offiziere folgen.

BABI JAR – Das vergessene Massaker

BABI JAR – Das vergessene Massaker

Es war die größte Massenerschießung des Zweiten Weltkriegs und doch ist das Massaker von Babi Jar den Wenigsten ein Begriff. Im September 1941 ermordeten deutsche Wehrmachtsangehörige am Rande einer Schlucht der ukrainischen Hauptstadt Kiew 33.771 Juden, Frauen, Kinder und Greise.
Zwei Tage dauerte das Grauen, am 20. Januar 1942 wurde die sogenannte „Endlösung der Judenfrage“ beschlossen. Die planmäßige Vernichtung aber hatte da längst begonnen, wie diese erschütternde Dokumentation zeigt.
In der Erinnerung der Nachgeborenen steht „Auschwitz“ als Synonym für den Massenmord an den europäischen Juden. Der Vernichtungswille und die planmäßige Organisation des Mordens hatten aber eine Vorgeschichte, deren Blutspur mit dem Überfall auf die Sowjetunion immer breiter wurde. Babi Jar war der Vorläufer von Auschwitz — der Mord nach Dienstplan.
Im Schichtbetrieb wurden die hilflosen Opfer erschossen und anschließend im Massengrab verscharrt. 1968 werden einige der Täter vom Landgericht Darmstadt wegen Beihilfe zum Mord verurteilt, andere freigesprochen. „Die Angeklagten saßen wie versteinert da, so als ob sie das nichts anginge“, erinnert sich Peter Gehrisch, einer der Geschworenen. Unter den Angeklagten ein Frankfurter Bankdirektor, ein Kaufmann aus Neu-Isenburg, ein Steuersekretär aus Königsbrunn, ein Prokurist aus , ein Arbeiter aus Bremen usw.
Elf Angeklagte holte hier ihre NS-Vergangenheit ein. So wie sie waren auch die anderen SS-Männer, Polizisten und Soldaten nach dem Krieg mühelos in ihre bürgerliche Existenz zurückgekehrt. „Es ist nicht einer aufgestanden, irgendeine Person, die gesagt hat, ich habe Gewissenbisse, ich kann nachts nicht schlafen. Ich sehe die Schreie der Frauen und Kinder. Es lässt mich nicht schlafen, ich habe gesündigt“, erklärt der Filmregisseur Artur Brauner erschüttert.
49 Verwandte hat er im Holocaust verloren, einige gehören zu den 1,5 Millionen Juden, die in der Ukraine ermordet wurden. Stellvertretend für viele andere zeichnet die Dokumentation den Weg zweier Täter nach Originaldokumenten und lässt Angehörige zu Wort kommen.
Ein schockierendes Zeugnis der Normalität des Verbrechens, denn es zeigt, dass die Mörder keine Bestien, sondern Männer waren, die fest daran glaubten, das Richtige zu tun, und die das Morden als Arbeitsauftrag begriffen.

Zwei Tote im Kalten Krieg

Zwei Tote im Kalten Krieg

An einem heißen Tag im August stehen sich in Südthüringen NVA-Soldaten und BGS-Beamte schwer bewaffnet gegenüber. Plötzlich fallen Schüsse. Der DDR-Grenzoffizier Rudi Arnstadt sinkt tödlich getroffen zu Boden. Der westliche Bundesgrenzschutz beruft sich auf Notwehr, die DDR spricht von geplantem Mord. Arnstadt wird in der Folge zu einem der wichtigsten Märtyrer der DDR gemacht. Am Tag seiner Beerdigung stirbt erneut ein Mann an der Grenze. Es ist der 17-jährige Maurer Peter Fechter, der über die Berliner Mauer in den Westen flüchten wollte. Sein Leben endet im Kugelhagel der DDR-Grenzsoldaten. Niemand leistet Erste Hilfe. Die westlichen Alliierten müssen tatenlos zuschauen, westliche Reporter filmen den qualvollen Tod des Jugendlichen. Für die DDR ist Fechter ein „Verbrecher“, im Westen wird er zur Freiheitsikone. Bis heute wird die Erinnerung an die beiden Getöteten wach gehalten. Heldenlegenden haben die politische Wende in Deutschland überdauert. Noch immer diskutieren Ost und West verschieden über die Todesumstände. Der Kalte Krieg lebt mit seinen Feindbildern in manchen Köpfen weiter. Hinzu kommt ein mysteriöser Mord: 1998 wird der einstige BGS-Todesschütze getötet — durch eine Kugel in den Kopf, genau wie damals Rudi Arnstadt. Bis heute ist der Mord nicht aufgeklärt. Dr. Rainer Erices und Dr. Jan Schönfelder, die bereits für den MDR mehrere Filme zu zeitgeschichtlichen Themen gedreht haben, haben sich auf Spurensuche begeben. Sie haben Zeitzeugen interviewt und Akten gesichtet und sind dabei auf manches bisher unbekannte Detail gestoßen.

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Das Geheimnis der Atombombenversuche

Das Geheimnis der Atombombenversuche

Jahrzehntelang hielten die Supermächte USA und UdSSR die Welt mit ihren Atomtests in Atem. Die Forschungsprojekte der Militärs waren streng geheim, auch die Folgen ihrer Versuche wurden unter Verschluss gehalten. Erst heute kann sich die Öffentlichkeit ein Bild von den Spuren machen, die das atomare Wettrüsten bei Mensch und Natur hinterlassen hat. Den Wissenschaftlern, die heute umfassende Studien durchführen, stellen die Behörden nur zögerlich brisante Informationen zur Verfügung und genehmigen widerwillig Reisen in die ehemaligen Hochsicherheitsgebiete. Zu sehen sind (mehr …)

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