Ackern unterm Sonnendeck: Wenn Du Urlaub machst, muss ich schwitzen

Ackern unterm Sonnendeck: Wenn Du Urlaub machst, muss ich schwitzen

Urlaubsreisen auf Kreuzfahrtschiffen boomen. Bis Sommer 2006 konnte alleine die Flotte der AIDA-Clubschiffe eine Million Passagiere begrüssen. Mittlerweile ist in Hamburg das vierte Schiff der AIDA-Flotte vom Stapel gelaufen und hat seine Jungfernfahrt ins Mittelmeer angetreten. Diese Entwicklung hat einen positiven Nebeneffekt: Sie schafft Arbeitsplätze. Über 640 Besatzungsmitglieder kümmern sich auf einem Luxusliner rund um die Uhr um das Wohlergehen der Gäste. EXKLUSIV — DIE REPORTAGE hat einen Blick durch die Bullaugen geworfen. „Eine Seefahrt, die ist lustig.“ Das dachte sich auch Timo Sch.. Der 23-Jährige hat kürzlich seine Ausbildung zum Schifffahrtmechaniker begonnen. In Hamburg heuert er auf dem neuesten Schiff der AIDA-Flotte an. Bei einer Jungfernfahrt dabei zu sein, ist für den jungen Mann ein aufregendes Erlebnis. Er hat nur wenig Gepäck dabei, denn an Bord trägt er sowieso die meiste Zeit Arbeitskleidung. Ausserdem ist seine Kajüte nur sieben Quadratmeter gross. Und die muss er sich auch noch mit Kollege Torges S. teilen. Küchenchef Jens S. ist ein alter Hase an Bord. Seit zwei Jahren arbeitet er auf der AIDA-Flotte. Erst nach seiner Scheidung hat sich der gelernte Koch für ein Leben jenseits der Sesshaftigkeit entschieden und fährt seitdem über die sieben Weltmeere. Mit der mangelnden Privatsphäre hat er sich mittlerweile abgefunden und bleibt entspannt, obwohl seine Verantwortung riesig ist. Denn für das abendliche Dinner müssen 2.400 Gerichte zubereitet werden. Mitunter turbulent geht es beim Housekeeping zu. Hier muss das Gepäck von bis zu 2000 Passagieren beim Check-In angenommen und dann in die richtigen Kabinen gebracht werden. Während der Kreuzfahrt sind die Mitarbeiter von Andre K. dafür zuständig, dass die Suiten und Kabinen aufgeräumt und alle Betten frisch bezogen werden. Wenn über Funk Sonderwünsche von Gästen übermittelt werden, kümmert der Chef sich persönlich darum. Wie zum Beispiel, als mitgeteilt wird, dass ein Gast seine Frau mit 33 weissen Lilien überraschen will. In nur zehn Minuten müssen die Blumen organisiert und in die Suite gebracht werden.

Moderne Wunder – Aluminium (History)

Moderne Wunder – Aluminium (History)

Die Dokumentationsreihe berichtet von visionären Erfindungen, beschäftigt sich mit
neuesten Technologien sowie der Herstellung moderner Produkte. Mit Hilfe modernster
Animationstechnik wird etwa über den Bau der Brooklyn Bridge oder des Hadrianwalls berichtet und die größten Maschinen der Welt vorgestellt.

Terra X – Friedrich der Grosse: Alles oder Nichts

Terra X – Friedrich der Grosse: Alles oder Nichts

Wenn eine Figur der deutschen Geschichte bekannt ist, dann Friedrich der Große: geistreicher Philosoph, musisch begabter Schöngeist, genialer Feldherr, aber auch skrupelloser Machtmensch. An diesem Denkmal hat der „Alte Fritz“ fleißig mitgebaut. Was hinter dem Mythos steckt und was den Ruhm des Regenten ausmacht, klärt die Terra X-Doku.

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Jung und dick: Eine Generation im Kampf gegen die Kilos

Jung und dick: Eine Generation im Kampf gegen die Kilos

Die Weltgesundheitsorganisation bezeichnet die Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen als eine besorgniserregende weltweite Epidemie. Die deutschen Teenager gehören zu den dicksten in Europa, jeder sechste ist übergewichtig — und das meist seit frühester Kindheit. Die Folgen für die Generation XXXL sind gravierend: Gelenk- und Rückenbeschwerden, Bluthochdruck, Diabetes und Herzprobleme. Eine Diät und mehr Sport allein helfen bei der sogenannten Adipositas nur selten. Die Krankenkassen können sich vor lauter Anträgen auf ambulante oder stationäre Therapien und Magen-OPs kaum retten. Die Kinder selbst tragen oft große psychische Probleme mit sich herum, weil sie von Mitschülern ausgegrenzt, gehänselt und stigmatisiert werden. Sie brauchen professionelle Hilfe. Am Anfang eines meist jahrelangen Abnahme-Marathons stehen ambulante Maßnahmen wie bei Justin, 7Jahre. Der Erstklässler bringt schon jetzt 17 Kilo zu viel auf die Waage. Seine Geschmacksnerven sind von klein auf auf „süß“ gepolt — zu viel Kuchen, Eis und Schokolade. Mit Unterstützung der Ernährungsberaterin Barbara D. kann sich das jetzt ändern: Kühlschrank-Check, Einkaufsberatung und Kochtipps sollen verhindern, dass aus Justin ein Langzeit-Abnehm-Patient wird. Wer es mit ambulanter Hilfe nicht schafft, muss in mehrwöchigen Klinikaufenthalten gegen die Kilos kämpfen — so wie Gamze, 18 Jahre und Dominik, 15 Jahre. Gamze wiegt bei 1,70m 138 Kilo, Dominik bei 1,93 m 164 Kilo. In der Spessartklinik in Bad Orb lernen sie, sich gesund und bewusst zu ernähren, Sport zu treiben und Selbstbewusstsein zu tanken. Das Problem für die meisten adipösen Patienten: Kaum zurück in ihren Familien, verfallen sie wieder in alte Muster, bewegen sich kaum und ernähren sich fett- und zuckerhaltig. Oft hilft als letzter Ausweg nur noch eine Operation. Diana, 19 Jahre, aus Unterhaching bei München wog 199 Kilo. Als Teenager hungerte sie sich auf 150 Kilo herunter. Dann stagnierte ihr Gewicht. Jetzt wird ihr Magen zu einem sogenannten Schlauchmagen umoperiert. Der hat wesentlich weniger Volumen, so dass das Sättigungsgefühl viel früher einsetzen kann. Dianas Wunschgewicht: 100 Kilo! Doch selbst wer durch eine konsequente Therapie oder eine OP enorm viel Gewicht verliert, ist noch nicht am Ende der meist Jahrzehntelangen Abnehm-Tortur: Extremer Gewichtsverlust führt zur Bildung großflächiger Hautlappen, die am ganzen Körper herunterhängen. Nina, 31 Jahre, war seit ihrem sechsten Lebensjahr fettsüchtig. Rekordgewicht mit Mitte 20 waren 205 Kilo. 2008 bekam sie einen Magen-Bypass und hat seither 140 Kilo abgenommen. Die überschüssige Haut lässt sich jedoch nicht weghungern: In mehreren chirurgischen Eingriffen werden Nina Hautlappen an Bauch, Rücken, Armen, Oberschenkeln und Gesäß entfernt sowie ihre Brust wieder in Form gebracht. Mit 31 Jahren erlebt sie erstmals das Gefühl, wie es ist, normalgewichtig zu sein.

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