Armenien, die Früchte aus dem Paradies (360° – GEO Reportage)

Granatäpfel gehören zu den ältesten Kulturfrüchten der Menschheit. Wissenschaftler glauben sogar, dass der „Baum der Erkenntnis“ im Alten Testament ein Granatapfelbaum war. In Armenien ist die paradiesische Frucht Nationalsymbol. Das Land gilt als eines der Hauptanbaugebiete weltweit. Die besten Früchte werden im Süden, rund um das Dorf Nrnadzor, geerntet. Mukutsch Bojadyan ist einer der erfolgreichsten Granatapfelbauern des Dorfes. Im Oktober erntet er seine Früchte, nachdem er das ganze Jahr über Wetterkapriolen, Wasserknappheit und Bären getrotzt hat. 360° – GEO Reportage hat ihn und seine Paradiesfrüchte besucht.

Ein Film von Mirella Pappalardo
© 2011, Lizenz MedienKontor / ARTE
Staffel 12 – Folge 22

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Pressetext:
Granatapfelbäume so weit das Auge reicht: Nicht umsonst bedeutet Nrnadzor übersetzt „Granatapfelschlucht“. Jetzt im Oktober ist Erntezeit im Dorf. Mukutsch Bojadyan und seine Familie haben alle Hände voll zu tun, um die Früchte vor dem nächsten Regen ins Trockene zu bringen. Schon immer galt der Granatapfel als Symbol der ewigen Jugend, Fruchtbarkeit, Schönheit und Liebe. In Armenien ist er zudem eng mit der Kultur des Landes verbunden: Zu jeder Hochzeit schleudern die Bräute einen Granatapfel gegen die Wand. Die Körner aus dem aufgeplatzten Apfel, sollen den Kindersegen sichern. Neue Bewohner für Nrnadzor wären sehr willkommen. Denn der einst blühende Ort droht zu vereinsamen, immer mehr Einwohner wandern ab, die einzige Bahnverbindung liegt seit dem Ende der ehemaligen Sowjetunion brach. Mukutsch Bojadyan kam erst vor wenigen Jahren in das Dorf nahe der Grenze zum Iran. Er hatte bei einem Besuch die verwaisten Granatapfelplantagen für sich entdeckt und einige davon gekauft hatte. Seit einiger Zeit floriert sein kleines Unternehmen, die Händler kommen sogar aus der Hauptstadt Yerevan zu ihm. Die Granatäpfelernte sichert den Bojadyans ein stabiles Grundeinkommen. Andere Nachbarn haben nicht so viel Glück, ihre Ernte ist entweder zu klein oder von minderer Qualität. Deshalb beschäftigt Mukutsch sie als Erntehelfer. Zusammen mit dem Bürgermeister Mkrtich Mkrtchyan gehört er so zu den wenigen Dorfbewohnern, die sich aktiv gegen Stillstand und Verfall im Dorf stemmen. Der Bürgermeister versucht seit einiger Zeit, die Regierung zu bewegen, die Straße zum Dorf instand zu setzen, um einen regeren Warenaustausch zu ermöglichen. Bisher vergeblich. Zudem machen die ständige Trockenheit und ungebetene Futtergäste wie Bären den Bauern das Leben schwer. Dennoch hofft Mukutsch in diesem Jahr auf eine reiche Ernte, er plant sogar seine Felder mit neuen Zuchtbäumen zu bestellen. Ob ihm das gelingt, werden die nächsten Wochen zeigen.

Apfelgärten im Seewind (Doku)

Apfelgärten im Seewind (Doku)

Die Apfelgärten in Budjadingen an der Nordseeküste sind etwas Besonderes. Die Bäume sind vom rauhen Seewind geformt, sie sind nicht gerade, wachsen langsam und sind resistent gegen Krankheiten und Schädlinge. Damit sind die Obstgärten hinter dem Deich nicht unbedingt ertragreich, aber die Sorten überzeugen durch ihren Geschmack.
Wolfgang Meiners wohnt in Budjadingen und setzt sich für den Erhalt alter Apfelsorten ein. Er berät seine Nachbarn beim Baumschnitt und unterstützt sie in der Erntezeit. Über einhundert Familien aus der Region bringen im Herbst ihre Äpfel vorbei und lassen sie bei Wolfgang Meiners pressen. Er verarbeitet auch kleine Mengen und überzeugt die Nachbarn, ihre Gärten zu erhalten und zu pflegen. Ein Filmteam begleitet Wolfgang Meiners durch sein Apfeljahr und gibt Einblick in außergewöhnliche Obstgärten hinter dem Nordseedeich.

Die Vitaminfalle

Die Vitaminfalle

Mit Vitaminen tut man sich etwas Gutes. Und wer nicht genügend Obst und Gemüse isst, für den gibt es ja Ersatz in Form von Brausetabletten oder Pillen. Schon lang mahnen Wissenschaftler, dass dies so nicht stimmt: Kein Mensch braucht bei normaler Ernährung ergänzende Vitamine. Jetzt aber gibt es alarmierende neue Fakten: Immer mehr Studien zeigen, dass zu viel künstliche Vitamine sogar krank machen und Krebs auslösen können. Was ist dran an diesen Gefahren? Und drohen sie nur bei hochdosierten Brausetabletten oder auch schon durch Lebensmittel?

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