Was macht die Bundeswehr in der Annaburger Heide? – Hightech, Hirsche, Helikopter | MDR DOK

Er ist die größte Operationsbasis der Luftwaffe – der Fliegerhorst Holzdorf-Schönewalde in der Annaburger Heide, gelegen im Dreiländereck zwischen Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Alle Deutschen, die in den Urlaub fliegen, sind indirekt mit ihm verbunden. Denn von hier aus wird der gesamte Luftraum über Deutschland überwacht.

„Normalerweise nimmt man uns nicht wahr. Wir sind ruhig und still und arbeiten sehr professionell, 365 Tage im Jahr, 24 Stunden täglich. Hier ist immer jemand da und wir treten eigentlich nur dann in Erscheinung, wenn irgendetwas im Luftraum über Deutschland nicht planmäßig verläuft,“ so Oberst Andreas Springer, Kommandeur Einsatzführungsbereich 3.

Nicht nur auf der Straße, sondern auch am Himmel ist Deutschland ein hoch frequentiertes Transitland. Etwa 10.000 Flugzeuge durchqueren jeden Tag den deutschen Luftraum und jedes einzelne wird in der Annaburger Heide gesehen. In einem unterirdischen Bunker am Rande des etwa 11.000 Hektar großen Waldgebietes liegen die „Augen“ des Einsatzführungsbereiches 3 der Luftwaffe der Bundeswehr.

„Unsere Aufgabe ist es, die Düsenjäger, die deutschen Kampfjets bei Übungen und scharfen Einsätzen zu führen. Zum Beispiel wenn ein ziviles Flugzeug keinen Funkkontakt zur Flugsicherung hat oder bei Luftraumverletzungen. Dann werden wir aktiv und schicken unsere Eurofighter los“, Hauptmann Saskia Kowol, die als Jägerleitoffizierin arbeitet.

Heute zählt der Bunkerkomplex mit seiner Luftraumüberwachung zu den modernsten Anlagen der Welt. Entstanden ist er dabei eher zufällig und das Ergebnis des schwersten Unglücks mit einem Militärflugzeug der DDR. 1975 stürzt in Cottbus eine MIG-21 in ein Wohngebiet. Sechs Anwohner und der Pilot kommen ums Leben. Daraufhin beschließt die DDR-Armeeführung, die in Cottbus stationierten Jagdflieger abzuziehen und ihnen in der Annaburger Heide einen neuen Standort zu bauen. In den Wald hineingeschlagen entsteht so der modernste Militärflugplatz der DDR inklusive einer Bunkeranlage zur Luftraumüberwachung.

„Man hat uns oft als das Show-Geschwader der Nationalen Volksarmee bezeichnet,“ erinnert sich Flugzeug-Techniker Volker Rauch. „Hier war 1985 Erich Honecker mit einer großen Regierungsdelegation, es gab große Waffenschauen und viele internationale Gäste haben uns besucht. Wir hatten dafür sogar zwei Uniformen, eine zum Arbeiten und eine für die Vorführungen.“

Mit der deutschen Wiedervereinigung übernimmt die Bundeswehr das Gelände. Aus dem Flugplatz für MIG-21 Kampfflugzeuge wird ein Stützpunkt für schwere Transporthubschrauber. Heute ist die Annaburger Heide die Heimat für die Lufttransportgruppe des Hubschraubergeschwaders 64 der Bundeswehr.

Doch trotz des jahrzehntelangen Übungsbetriebes – über und unter Tage – hat die Annaburger Heide in weiten Teilen auch ihr ursprüngliches, wildes Gesicht behalten. Ob Seeadler, Wölfe oder kapitale Hirsche – sie alle sind hier zuhause und vertragen sich offenbar mit den militärischen Nachbarn.

Die Reportage begibt sich auf eine fesselnde Zeitreise und beleuchtet nahezu unbekannte Regionalgeschichte im Dreiländereck.

VIDEO VERFÜGBAR BIS 15.03.23

Der 2. Weltkrieg: Deutsche Nachschubflugzeuge (Dokumentation,Geschichte)

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Bei der Junkers JU 52 handelte es sich ursprünglich um die Entwicklung eines einmotorigen Frachtflugzeuges, das in den Gegenden mit schlechter Infrastruktur große Frachtmengen befördern sollte. Die Entwicklung der JU 52 konnte seitens des Reichswehr-Ministeriums dahingehend beeinflusst werden, dass militärische Belange bei der Konstruktion gleich mitberücksichtigt wurden. Die Grundauslegung bestand aus einem statisch hoch beanspruchbaren Aufbau, einem geteilten Fahrgestell, das einen durchgehenden Raum zur Aufhängung von Bomben ermöglichte, einer besonderen Unterteilung des Frachtraums und einer Ladeluke an der Rumpfoberseite, die den nachträglichen Einbau eines MG-Standes ermöglichte. Die JU 52 diente der deutschen Luftwaffe im zweiten Weltkrieg als Transportmaschine und überzeugte besonders wegen ihrer niedrigen Landegeschwindigkeit.
Der Lastensegler Messerschmitt ME 321 Gigant wurde 1940 in Auftrag gegeben, um im Rahmen des Unternehmen Seelöwe Truppen und Kriegsmaterial nach England zu transportieren. Es sollten 200 bewaffnete Soldaten oder ein Panzerkampfwagen IV transportiert werden können. Im Februar 1941 absolvierte die ME 321 ihren Jungfernflug. Mangels leistungsstarker Flugzeuge musste sie von drei ME 110 geschleppt werden, was aber zu zahlreichen schweren Unfällen führte. Deshalb wurde 1942 extra die ME 111Z als Schleppflugzeug entwickelt. Die motorisierte Version des Lastenseglers ging im April 1942 erstmals mit vier Motoren an den Start. Es zeigte sich, dass dieses Modell zu schwach motorisiert war, daher hatte die ME 323 V2 sechs Motoren.

Die deutsche Luftwaffe: Angriffe bei Nacht (Dokumentation,Geschichte)

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Aufgrund ihrer, im Vergleich zu den Feindflugzeugen, starken Motorisierung und dem sich daraus ergebenden Geschwindigkeitsvorteil konnte sich die Bf-110 im Luftkrieg über Polen, Norwegen und Frankreich noch erfolgreich gegen die wendigeren einmotorigen Jäger der gegnerischen Luftwaffen behaupten. Die anfängliche Einsatztaktik basierte darauf, in eine günstige höhere Position zu gelangen und, die starke Vorwärtsbewaffnung ausnutzend, von hinten kommend einen einmaligen Anflug auf das Feindflugzeug durchzuführen und hierbei den Abschuß zu erzielen. Um verstärkt in günstige Abschußpositionen zu kommen, praktizierten einige Bf-110-Verbände eine Einsatztaktik, bei welcher eine Bf-110 mit gedrosselten Motoren in relativ niedriger Höhe flog, während der Rest der Staffel deutlich höher flog. Drehte nun ein feindlicher Jäger auf das vermeintlich lahme Einzelflugzeug ein, stürzte sich der Rest der Staffel von oben auf den Gegner. Mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde die Ju 88 an allen Fronten bis zum Kriegsende eingesetzt. Aufgrund der hohen Flächenbelastung musste die Ju 88 mit hoher Fahrt an den Boden gebracht werden, da sonst ein unkontrolliertes Durchsacken drohte, was häufig zu Fahrwerksbruch und Überschlag führte; die Besatzung hatte in solchen Fällen nur eine geringe Überlebenschance. Auch führte die Auslegung der kräftigen Motoren (optimiert für das Befördern großer Bomben- und Außenlasten) zu äußerst heiklen Flugeigenschaften im Ein-Motoren-Flug. Dennoch wurde die Ju 88 von geübten Besatzungen gerne geflogen: Die hohe Geschwindigkeit, sehr gute Wendigkeit und ihre Robustheit, besonders gegen schwere Beschussschäden an Rumpf und Flächen, sicherte vielen Fliegern ein Entkommen bei Jägerangriffen und die Rückkehr zum eigenen Flugplatz.

Ardennenoffensive

Ardennenoffensive

Die Ardennenoffensive (auch Rundstedt-Offensive) oder Unternehmen „Wacht am Rhein“ war der letzte Versuch des Dritten Reiches, die westalliierten Kräfte mit einem großen Schlag zu vernichten und zugleich die vorletzte deutsche Großoffensive an der Westfront im Zweiten Weltkrieg. Im englischsprachigen Raum wird die Schlacht als „Battle of the Bulge“ (Schlacht der Ausbuchtung) bezeichnet. Im Winter 1944 gingen drei deutsche Armeen im Osten und Nordosten von Belgien sowie in Teilen Luxemburgs überraschend gegen die 12. amerikanische Armeegruppe zum Angriff über. Betroffen waren die Gebiete um die Städte Bastogne, St. Vith, Rochefort, La Roche, Houffalize, Stavelot, Clerf, Diekirch, Vianden und die südlichen Ostkantone. Das Unternehmen, das ursprünglich als „Unternehmen Christrose“ bezeichnet wurde, begann am 16. Dezember 1944 und erzielte auf einer Breite von 60 km Einbrüche von 100 km in die gegnerische Frontstellung. Militärisches Ziel war Antwerpen, über dessen Hafen der Großteil des amerikanischen Nachschubs lief. Die deutschen Truppen wurden zurückgeschlagen, nach sechs Wochen verlief die Front wieder wie vorher. Die Amerikaner konnten ihre Verluste an Soldaten und Material binnen zwei Wochen mehr als ersetzen, die Wehrmacht verbrauchte hingegen wichtige Reserven. Mit dem Verlauf der Ardennenoffensive wurde auch der Wehrmachtsführung klar, dass der deutsche Zusammenbruch unabwendbar war.

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Hitlers Verbündete – Italien und Finnland

Hitlers Verbündete – Italien und Finnland

1939: Die Welt steht vor dem Zweiten Weltkrieg. Hitler findet Verbündete: Italien, Finnland, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, die Slowakei, Kroatien und Japan. Die Regierungen dieser Länder versprechen sich durch die Koalition mit Deutschland ganz konkrete Vorteile nach einem gewonnenen Krieg: Beute, Landgewinn, Rohstoffe und Einfluss in einer deutsch dominierten Nachkriegsordnung. Die Filmautoren dieser dreiteiligen Reihe recherchieren die historische Ausgangslage und stellen Fragen, die bis in die Gegenwart reichen. Wie funktionierte die Zusammenarbeit im militärischen, im wirtschaftlichen, aber auch im zwischenmenschlichen Bereich? Wie kam es zur Abkehr vom Verbündeten Hitler? Wie beeinflusste der Kriegspakt das Verhältnis zu Deutschland bis heute?

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Rommels Schatz

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Gold und Silber liegen vor Korsika auf dem Meeresgrund – so das Gerücht. Angeblich alles Kriegsbeute aus Nordafrika, aus dem Krieg Erwin Rommels, dem „Wüstenfuchs“ Hitlers. Wer der Legende auf den Grund geht, findet sich unversehens im dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte wieder: dem Holocaust.

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Flugzeuge Im 2. Weltkrieg – Junkers JU-87 Stuka

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Die Junkers Ju 87 war ein von der Junkers Flugzeugwerk AG entwickelter einmotoriger Tiefdecker mit Knickflügeln, starrem Fahrgestell und zwei Mann Besatzung. Seine Hauptaufgabe bestand in präzisen Bombenangriffen bei Tage im Rahmen taktischer Einsätze als Sturzkampfflugzeug (Stuka).

Flugzeuge Im 2. Weltkrieg – Focke WulfF W190

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Die bei der Focke-Wulf-Flugzeugbau GmbH in Bremen entworfene Ganzmetallkonstruktion gilt als eines der besten Jagdflugzeuge seiner Generation und ergänzte ab 1942 als zweiter Standardjäger der Luftwaffe auf allen Kriegsschauplätzen die Messerschmitt Bf 109.

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Flugzeuge Im 2. Weltkrieg – Messerschmitt Me262

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Die Messerschmitt Me 262 war das erste in Serie gebaute Flugzeug mit Strahltriebwerken

Abgeschleppt und abkassiert – Knöllchen-Cops gegen Falschparker

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Sie stehen in der zweiten Reihe oder auf Gehwegen, in Einfahrten oder auf fremden Parkplätzen: Wildparker – ein Ärgernis in Deutschlands Großstädten. Doch die Polizei hat aufgerüstet und geht nun rigoros gegen Parksünder vor. Wer zum Beispiel sein Auto – egal wie lange – im Berufsverkehr in zweiter Reihe abstellt, muss den Abschleppwagen bezahlen.
‚K1 Reportage‘ begleitet eine Frankfurter Politesse, einen Münchner Abschlepper sowie die Mitarbeiter des Ordnungsamts Köln

Kompanie stillgestanden! – Die Neuen beim Bund

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Sie kommen frisch von der Schule, haben keine Lebenserfahrung und sind das erste Mal von zuhause weg. Und dann müssen sie von einem Tag auf den anderen stramm stehen, marschieren und Befehle befolgen: die Neuen beim Bund. 600 junge Männer haben im Juli am Luftwaffenstützpunkt in Roth bei Nürnberg ihre Grundausbildung begonnen. K1-Autor Max Rachals und sein Team haben u. a. drei Neulinge bei ihren ersten noch unbeholfen wirkenden Schritten im Leben eines Soldaten begleitet.

Firepower – Die russischen Luftstreitkräfte

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Mit dem Zerfall des sowjetischen Reiches und der Öffnung einzelner Staaten gen Westen wurde mehr über die Ausstattung der Streitkräfte im Ostblock bekannt. Dies gilt auch für die Luftwaffe. Hier ist vor allem ein Name bekannt: Mikoyan-Gurevich, kurz MIG. Die Flugzeuge dieses Typs waren westlichen Modellen lange überlegen. Bis zur Entwicklung der amerikanischen F-22 Raptor war die MIG-29 Fulcrum unerreicht und wird auch heute, fast 30 Jahre nach ihrer Einführung, noch gebaut. Diese Episode beschäftigt sich mit den russischen Luftstreitkräften und stellt ihre wichtigsten Waffensysteme vor.

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