Es gibt kein richtiges Leben im falschen (1989)

Es gibt kein richtiges Leben im falschen (1989)

»In der richtigen Wirtschaft würden unsere Bedürfnisse entscheiden, welche Produkte hergestellt werden. Und das richtige Ziel der Produktion wäre es, Menschen die Befriedigung ihrer Bedürfnisse zu ermöglichen. Obstplantagen sollten z.B. dazu da sein, Menschen satt zu machen. So einfach dies auch klingen mag: es ist ein ferner Traum, welchem die Wirklichkeit, in der wir aufwachsen, spottet. Wir leben nämlich unter dem Kapitalismus, einer Wirtschaftsform, welche das genaue Gegenteil dessen darstellt, was ich am Anfang beschrieben habe: das Ziel der kapitalistischen Wirtschaft ist es nicht, menschliche Bedürfnisse zu befriedigen, sondern Geld zu vermehren, die Gewinne bis ins Unendliche zu steigern. Die Produktion ist zum Selbstzweck geworden.«

Es gibt kein richtiges Leben im falschen.
Theodor W. Adorno = Philosoph, Soziologe und Kritiker

Autor: Henning Burk, Martin Lüdke
Regie: Henning Burk, Martin Lüdke
Darsteller/Gäste: Alexander Kluge, Ludwig von Friedeburg, Herbert Marcuse u.a.
Sender: ARD
Sendedatum: 14.10.1989
Länge: 42 Min.
Produktionsjahr: 1989

Das Herstellen von Untertanen – Wie eine Meinung im Kopf entsteht (2014)

Das Herstellen von Untertanen – Wie eine Meinung im Kopf entsteht (2014)

»In der Schule werden Menschen gemacht. Den Vorgang des Menschenmachens nennt man Erziehung. Das Elternhaus, das Kino, das Fernsehen, das Theater, der Rundfunk, die Zeitungen, Bücher und Plakate sind Schule in weiterem Sinne. Alle Stellen, die Informationen vermitteln, sind Schulen.

Zum Machen von Dingen verwendet man Werkzeuge. Das Werkzeug, mit dem Menschen gemacht werden, ist die Information.
Soweit die Menschen nicht natürlichen Bedürfnissen, der Gewohnheit oder der Gewalt folgen, hängt ihr Handeln davon ab, was sie wissen. Auch Gewohnheiten entstehen zum Teil aus Informationen. Da die Handlungen eines Menschen den Ablauf seines Lebens steuern, bestimmen die Informationen, die er bekommt, wie er lebt. Die Schulen machen nicht nur Menschen, Schulen machen auch Lebensläufe.«

Das Herstellen von Untertanen – Wie eine Meinung im Kopf entsteht
von Ernst Alexander Rauter (erschienen 1971)
eBook: http://tadema.de/thesen/e_a_rauter.pdf

Dokus (deutsch): http://bit.ly/1jR1QfK
Dokus (englisch): http://bit.ly/1mUOGTQ
Empfehlungen: http://bit.ly/1kZtnMf

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TTIP – Das Freihandelsabkommen (2014)

TTIP – Das Freihandelsabkommen (2014)

Wie die EU und die USA das Freihandelsabkommen planen…

George Orwell – Der Ruf nach Freiheit

George Orwell – Der Ruf nach Freiheit

In der Dokumentation des preisgekrönten schottischen Regisseurs Mark Littlewood werden Leben und Werk George Orwells, der mit bürgerlichem Namen Eric Arthur Blair hieß, noch einmal lebendig. Orwells Werk hat bis heute nichts von seiner Brisanz eingebüßt. Imperiale Kriegführung und totalitäre Strukturen bestehen auch in der Welt des 21. Jahrhunderts weiter, ja viele Aspekte seines Zukunftsentwurfs der totalen Überwachung sind sogar Wirklichkeit geworden.
Der Film basiert auf biographischen Nachforschungen des Autors Anthony Grace, die Orwell als couragierten Kämpfer für Demokratie und Individualität zeigen. Dazu hat Regisseur Mark Littlewood faszinierende Archivaufnahmen gefunden und prominente Intellektuelle wie Noam Chomsky oder Richard Rorty befragt.
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Paradise or Oblivion? (2012)

Paradise or Oblivion? (2012)

In dieser Dokumentation wird dem Zuschauer kurz und knapp vor Augen geführt, woran unser komplettes heutiges Wertesystem krankt: der Ausrichtung am sowie der Abhängigkeit von werte-losem Geld; daraus resultierend: dem von jedem Menschen geforderten rücksichtslosen Egoismus als einzig wahre Maxime unserer Gesellschaft; eine Gesellschaft nämlich, in der alle Beteiligten ihren Lebenssinn entweder auf die Befriedigung rein materieller Grund-/Komfort-/Luxus-Bedürfnisse richten müssen oder elendigerweise allein nur noch auf den Kampf ums nackte Überleben.

Wir brauchen ein ganz neues Wertesystem, das nicht den momentan herrschenden kollektiv-suizidalen Methoden von Politik, Gesetz und Wirtschaft entspringt, sondern der freiheitlichen Lebensbejahung des Menschen selbst. Ein ethisch-moralisches System, in dem jeder Mensch (nicht nur auf dem Papier) gleich ist und damit auch gleichberechtigten Zugang zu den Ressourcen unseres Planeten hat. Die bewusst aufrecht erhaltene Knappheit von Gütern sowie die ungerechte Verteilung bzw. bewusste Vorenthaltung von Grund und Boden ist die Ursache für Armut, für Leid, für Hunger, für Kriminalität, für Arbeitslosigkeit, für Krankheit, für Kriege — kurzum: für alle unsere derzeitigen globalen gesellschaftlichen Probleme.

Die Ressourcen unseres Planeten aber — in Verbindung mit unserem heutigen ausgereiften Stand der maschinellen Automatisation, der (computerbasierten) Kybernetik und der wissenschaftlichen Erkenntnisse — könnten allen Menschen ein Leben im Überfluss gewähren. Das ist keine Utopie — es ist eine Tatsache!

Der Mann im Frauenkloster

Der Mann im Frauenkloster

Für Ulrich Landolt, 44, war es ein radikaler Wechsel: Der studierte Betriebsökonom war Manager bei den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), als er 2009 eine zweimonatige Auszeit im Frauenkloster bei Shkodra im Norden Albaniens antrat. Er hatte einen Zeitungsartikel über den Schweizer Orden gelesen und war beeindruckt von den Tätigkeiten der Schwestern. Zurück in Bern hängte er seinen Managerjob an den Nagel und fragte die Oberin, ob er für immer nach Albanien kommen dürfe.

Seit September 2010 lebt Landolt im Frauenkloster, verteilt Essen in einer psychiatrischen Klinik, sortiert Hilfsgüter für Überschwemmungsopfer und hilft, wo er kann. Er kümmert sich auch um Jugendliche, die von der in Albanien verbreiteten Blutrache bedroht werden und darum das Haus jahrelang nicht mehr verlassen können.

Reporter Daniel Stadelmann ist nach Albanien gereist und versucht in seiner Dokumentation „Der Mann im Frauenkloster“ zu ergründen, was der ehemalige Manager Ulrich Landolt damit meint, wenn er als Grund für seinen Wechsel angibt, er wolle „näher am Leben“ sein.

Finanzkrise – Der Fall der Giganten

Finanzkrise – Der Fall der Giganten

Wie konnte der gesamte US-Finanzmarkt innerhalb kürzester Zeit so dramatisch einbrechen und damit die gesamte Welt in eine tiefe Rezession stürzen? Die Dokumentation analysiert die Zusammenhänge. Es war eine Serie von Ereignissen und Entscheidungen, die schließlich zum Untergang der Wallstreet Bank Lehmann Brothers führten. Lehman Brothers: Die Investmentbank wurde 1850 gegründet und meldete im September 2008 Insolvenz an. Mit dem Bankrott von Lehmann Brothers entstand durch die Vernetzung der internationalen Märkte ein Dominoeffekt auf den Finanzmärkten von nie dagewesener Größe und Geschwindigkeit.
Paul Krugman ist Wirtschaftsnobelpreisträger und Professor für Volkswirtschaftslehre an der Princeton University. Der Sachbuchautor und Kolumnist der New York Times kommentiert in diesem „Menschen & Mächte spezial“: „Ich bin sicher, dass Finanzminister Paulson irgendwo sitzt und sagt: „Mein Gott, wir haben es mit der zweiten großen Depression zu tun“. Das ist der schlimmste Alptraum, den ein Wirtschaftspolitiker haben kann“.
Herbst 2007: Der Immobilienmarkt beginnt zu schwanken. 300.000 Häuser werden zwangsversteigert. Bear Stearns: Die Investmentbank wurde 1923 gegründet und rückte im Frühling 2008 ins Rampenlicht, als ihre Bargeldmittel und das Vertrauen der Kunden schwindet. Binnen weniger Stunden schrumpfte ihr Aktienwert auf einen Bruchteil ihres bisherigen Wertes. Bear Stearns wurden quasi zwangsweise auf Befehl des damaligen US-Finanzministers Henry Paulson an J.P. Morgan verkauft. Einige Monate später folgte der Zusammenbruch der Bank Lehmann Brothers. Paulson ließ sie in den Bankrott abstürzen, ohne zu ahnen, welche Lawine er damit auslöste.
Ein Finanzunternehmen nach dem anderen kam in eine bedrohliche Krise. Finanzminister Paulson und Zentralbankchef Ben Bernanke mussten, um das US-Finanzsystem und die amerikanische Wirtschaft zu retten, die neun größten Banken des Landes verstaatlichen. Inzwischen hat die Zentralbank hunderte Milliarden Dollar an Kapitalspritzen verteilt. Und keiner weiß, ob das genug sein wird.

Die Baader Meinhof Gruppe vor Gericht – Dokumentation

Die Baader Meinhof Gruppe vor Gericht – Dokumentation

Am 1. Juni 1972 werden die RAF-Terroristen Andreas Baader und Jan-Carl Raspe festgenommen. Wenig später fasst die Polizei auch Ulrike Meinhof und Gudrun Ensslin. Nach Jahren der Isolationshaft im eigens für RAF-Mitglieder neu erbauten Hochsicherheits-Gefängnis von Stuttgart-Stammheim beginnt am 21. Mai 1975 der Prozess gegen die Terroristen. Nachdem im Verlauf der Verhandlung viele Gesetzesänderungen erfolgen, um mit den scheinbar nicht kontrollierbaren Terroristen „kurzen Prozess“ zu machen, lautet das Urteil am 28. April 1977 lebenslänglich für alle. Ulrike Meinhof ist zu diesem Zeitpunkt bereits fast ein Jahr tot – sie war am 9. Mai 1976 in ihrer Zelle erhängt gefunden worden, doch schnell wurden Zweifel an der Selbstmordversion laut. Nach der Befreiung der Geiseln einer entführten Lufthansa-Maschine in Mogadischu begehen auch ihre drei Gesinnungsgenossen am 18. Oktober 1977 in ihren Zellen kollektiven Selbstmord. Doch auch diese Todesfälle werden nie einwandfrei als Suizide nachgewiesen.

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Der Heilige Krieg – Terror für den Glauben

Der Heilige Krieg – Terror für den Glauben

Der Film beschreibt die Wurzeln des modernen „Dschihadismus“. Zudem wird deutlich, dass der Rückgriff auf ältere Traditionen des „Dschihad“ von selbsternannten Vordenkern, zumeist religiösen Laien, willkürlich und vorwiegend propagandistisch eingesetzt wird. Der Film schildert, welche Wendepunkte in der Biografie Osama Bin Ladens zu seiner „Kriegserklärung gegen Amerika“ führten und welche Zufälle die blutigen Anschläge vom 11.September 2001 ermöglichten.

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Krankheiten nach Maß – Erfundene Krankheiten?

Krankheiten nach Maß – Erfundene Krankheiten?

Bis in die 70er Jahre stellte die Pharmaindustrie Medikamente her, um Krankheiten zu heilen. Seitdem steht sie — zumindest teilweise — im Verdacht, dass sie auch Krankheiten schafft, um Medikamente zu verkaufen. Die in Forschung und Entwicklung getätigten Investitionen müssen sich nicht erst nach langer Zeit, sondern möglichst schnell rentieren — so fordert es eine kapitalistische Logik.

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Hitlers Tod – Die Kapitulation

Hitlers Tod – Die Kapitulation
Einen Tag bevor Hitler sich am 30. April das Leben nahm, hatte er in seinem politischen Testament Großadmiral Karl Dönitz zum Reichspräsidenten und Oberbefehlshaber der Wehrmacht und Propagandaminister Joseph Goebbels zum Reichskanzler bestimmt. Nachdem Goebbels sich am 1. Mai ebenfalls das Leben genommen hatte, erklärte Dönitz am gleichen Tag in einer Rundfunkansprache die Fortsetzung des militärischen Kampfes gegen „den vordrängenden bolschewistischen Feind“. Dönitz wollte die deutschen Soldaten in amerikanisch-britische Gefangenschaft (mehr …)

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Marx Reloaded – Arbeit, Ausbeutung & Kapitalismus

Marx Reloaded – Arbeit, Ausbeutung & Kapitalismus

Die jüngste Wirtschafts- und Finanzkrise löste weltweit eine tiefe Rezession aus und veranlasste allein die US-amerikanische Regierung, mehr als eine Billion Dollar einzusetzen, um das Bankensystem vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Doch noch heute sind die endgültigen Auswirkungen der Krise in Europa und dem Rest der Welt unklar. Heißt das aber nun, dass man die Krise als einen unglücklichen Nebeneffekt des freien Markts akzeptieren sollte? Oder gibt es andere Erklärungen dafür, was eigentlich geschehen ist und welche Effekte dies auf die Gesellschaft, die Wirtschaft und auf die unterschiedlichsten Lebensarten überhaupt hat?

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Zapatistas – Chronik einer Rebellion (2003)

Zapatistas – Chronik einer Rebellion (2003)

10 Jahre indigener Widerstand und autonome Organisationsformen in Chiapas

Ya basta – es reicht! Mit diesem Schlachtruf besetzt ein Heer maskierter und schlecht bewaffneter Indígenas im Morgengrauen des Neujahrstages 1994 die Rathäuser in sieben Landkreisen des südostmexikanischen Bundesstaates Chiapas und erklärt der mexikanischen Regierung den Krieg. Was im ersten Moment wie ein Himmelfahrtskommando anmutet, erweist sich schnell als waghalsige aber wohl überlegte und koordinierte Aktion. Die Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung EZLN ist, im elften Jahr ihres Bestehens, an die Öffentlichkeit getreten – und hat Chiapas und ganz Mexiko seitdem nachhaltig verändert.

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