Durch die Nacht mit Haftbefehl und Oliver Polak

Durch die Nacht mit Haftbefehl und Oliver Polak

Ein Abend im Zeichen der Völkerverständigung: An dem Tag, an dem die Juden das Vergebungsfest Jom Kippur und die Muslime das Opferfest Bayram feiern, treffen sich Gangsta-Rapper Haftbefehl und Stand-up-Comedian Oliver Polak für eine nächtliche Tour durch Offenbach und Frankfurt. Trotz des gemeinsamen Festtags bleiben interkulturelle Missverständnisse nicht aus …

Der Abend beginnt an einem Kiosk am Frankfurter Osthafen, wo das Gespräch schnell auf das Thema Musik kommt. Oliver Polak bekennt sich als glühender Udo-Jürgens-Fan, von dem Haftbefehl noch nie gehört haben will, was sich im Verlaufe der Nacht noch ändern soll. Beim anschließenden Besuch der JVA Preungesheim zeigen sich die beiden von ihrer mitfühlenden Seite und haben Zigaretten für die Insassen dabei. In einer der Zellen erinnert sich Haftbefehl an längst vergangene Zeiten.

Der Abend führt weiter ins verruchte Offenbach und an die Stätten von Haftbefehls Jugend. Sowohl bei einem Spaziergang durch das Viertel, in dem er aufgewachsen ist, als auch auf dem Rummel, wird „Hafti“ von seinen jungen Fans belagert und vergöttert. Dort lässt er sogar eine Runde Karussell für alle springen und löst damit Massenaufläufe aus.

Später treffen sie im Stalburg Theater auf das Frankfurter Urgestein Michael Herl, der Haftbefehl zum Dadaisten macht, was bei den beiden auf Verwirrung stößt. Der Abend klingt aus bei einem Stand-up des Komikers Costa Meronianakis, der auch mal Rapper war und Haftbefehl und Polak aufs Korn nimmt. Diese Nacht ist ein unkonventioneller Austausch über Pop, Religion, Antisemitismus und die Frage, worüber man Witze machen darf. Nicht immer sind Haftbefehl und Polak da einer Meinung und tauschen dennoch am Ende ihre Handynummern aus.

Berlin & Co. VS Los Angeles – Harte Ghettos und Gangster in Deutschland?

Berlin & Co. VS Los Angeles – Harte Ghettos und Gangster in Deutschland?

Wie hart ist das Leben in Deutschland wirklich und gibt es dort echte Gangster und brutale Gangs, so wie von vielen Jugendlichen und Erwachsenen aus den Problemvierteln berichtet wird?
Nach dem Globalen Friedensindex der UN gehört Deutschland zu den 15 sichersten Ländern der Welt. (siehe http://erfolg.org/globaler-friedensindex-2011/)
Dennoch glauben viele ganz fest daran, dass es z.B. in Berlin, Frankfurt, Hamburg, Düsseldorf und Köln Ghettos gibt, obwohl Frankfurt und Düsseldorf zum Beispiel weltweit zu den 7 Städten mit der höchsten Lebensqualität gehören.
Was steckt hinter dem ganzen Ghetto/Gangster Geschwafel und in wie weit spielt Amerika hierbei eine Rolle?
Das alles wird in dieser großen, ausführlichen Dokumentation an Hand von zwei Systemen verglichen.

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Kampf im Klassenzimmer – Deutsche Schüler in der Minderheit

Kampf im Klassenzimmer – Deutsche Schüler in der Minderheit

Manchmal werden sie verhöhnt, manchmal sogar geschlagen. Mit ihnen wird in der Klasse kaum geredet, sie ziehen sich zurück, sagen kaum noch ihre Meinung — kurz, sie sind nicht integriert in der Schule. Die Rede ist nicht von Migranten-Kindern an einer deutschen Schule, sondern von deutschen Schülern an einer Hauptschule in Essen. „Sie werden nicht jeden Tag mit dem Messer bedroht, … aber die Kinder mit Migrationshintergrund haben hier eindeutig das Sagen“, so die Direktorin der Schule. „Red nicht mit der, das ist bloß eine deutsche Schlampe“, so hören es auch die Lehrerinnen. „Wenn Ramadan ist, ist Ausnahmezustand. Beim letzten Mal ging es soweit, dass sie uns ins Essen gespuckt haben“, berichtet die Hauswirtschaftslehrerin. „Man sagt immer, dass die Ausländer diskriminiert werden, aber hier läuft es andersrum.“ Ein libanesischer Arabisch-Lehrer schildert, dass die deutsche Lebensart von seinen Schülerinnen und Schülern ganz offen abgelehnt würde, diese Einstellung sei fast schick. Die deutschen Kinder reagieren mit Aggression oder Überanpassung. Auf dem Schulhof verdrücken sie sich in die Ecken. Sebastian, ein stämmiger 16-Jähriger, fühlt sich gemobbt von den muslimischen Mitschülern, ist häufig in Prügeleien verwickelt. Julia aber ist mit dem streng gläubigen Saleh aus Palästina befreundet. Die Schülerin bezeichnet sich inzwischen selbst als Muslima, d.h. für sie: keine Partys, kein Alkohol, kein Sex. Die Lehrer versuchen, auf die Situation mit Klarheit und dem Bestehen auf deutschen Regeln und Gesetzen zu reagieren, aber auch mit muttersprachlichem Unterricht und Verständnis für die Libanesen. Die Autorinnen Güner Balci und Nicola Graef zeigen das Verstehen und Nichtverstehen in einer Schulklasse, die inzwischen nicht nur für das Ruhrgebiet typisch geworden ist.

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