The Coca Cola Case – Der Fall Coca Cola

The Coca Cola Case – Der Fall Coca Cola

Das Coca Cola nicht nur zuckersüß ist, zeigt dieser endrückliche Film über Blut, Tränen und Limonade. Abfüllfabriken in Kolumbien, Guatemala und der Türkei, in denen die Menschenrechte mit Füßen getreten werden, mutmaßliche Kidnappings, Folter und Ermordungen von Gewerkschaftsführern. Gutierrez und Garcia ist mit The Coca Cola Case eine packende Dokumentation gelungen, die einen fahlen Nachgeschmack hinterlässt. Die bittere Wahrheit hinter der süßen Limonade. In Kolumbien wird im Schnitt jede Woche ein Gewerkschaftler umgebracht, was den US-Konzern Coca Cola nicht davon abhält, dort große Abfüllanlagen zu unterhalten. Amerikanische Arbeitsrechtler untersuchen daraufhin das Gebaren des amerikanischen Getränkekonzerns in Kolumbien und machen wie zuvor auch in Indien oder der Türkei diverse schwere Menschenrechtsverstöße geltend. Coca Cola bestreitet alle Vorwürfe, die Familien Ermordeter ziehen vor Gericht und erreichen nach fünf umkämpften Jahren immerhin einen Vergleich. Aus verschiedenen, leicht recherchierbaren Gründen zählt Coca Cola nicht eben zu den Lieblingsmarken der Anhänger von politisch und ethisch bewussten Konsumentscheidungen. Das dürfte sich auch kaum ändern durch diese engagierte, um peinliche Enthüllungen nicht verlegene Dokumentation, in der sich aufschlussreiche Interviews, Nachrichtenbilder, Milieustudien, Zeugenaussagen und Gerichtsprotokolle aneinander reihen und ein nicht eben positives Licht werfen auf die modernen Praktiken unter dem Logo der braunen Brause.

Der Fall Richthofen – Wer erschoss den roten Baron

Der Fall Richthofen – Wer erschoss den roten Baron

80 feindliche Flugzeuge hat er vom Himmel geholt, dann wird der Jäger selbst zum Opfer. Manfred von Richthofen wittert leichte Beute, als sich der junge Leutnant Wilfried May mit seiner Maschine vom Kampfgeschehen absetzt. Mit seinem Dreidecker nimmt der Rote Baron die Verfolgung auf. Der Kanadier Arthur Roy Brown beobachtet das Geschehen. Der Anführer der Alliierten Luftstaffel kommt seinem Kameraden zu Hilfe. Er trifft den leuchtend roten Flieger. Von Richthofen stürzt ab. Er ist tot.

Manfred Albrecht Freiherr von Richthofen wird 1892 in Breslau geboren. Während des Ersten Weltkrieges gilt er als der erfolgreichste deutsche Jagdflieger. Seine Freunde ebenso wie seine Feinde nennen ihn respektvoll „Der Rote Baron“. Bei den Briten ist der treffsichere Pilot gefürchtet. Wem es gelingen sollte ihn abzuschießen, dem winkt als Belohnung höchste militärische Ehre, ein eigenes Flugzeug und 5.000 Pfund Sterling.

Im Januar 1917 tritt von Richthofen der „Jasta 11“ bei. Die Staffel wird schon bald als „fliegender Zirkus“ bekannt. Die Piloten versehen ihre Flugzeuge nicht wie befohlen mit einem Tarnanstrich, sondern in der festen Überzeugung, sich nicht vor dem Feind verstecken zu müssen, benutzen sie leuchtende Farben – vornehmlich rot. Unter der Führung von Manfred von Richthofen entwickelt sich die Jagdstaffel zur Eliteeinheit im Luftkrieg. Am 21. April 1918 hebt der Rote Baron zu seinem letzen Einsatz ab. Einen Tag später beerdigen Briten und Australier seinen Leichnam mit allen militärischen Ehren in Bertangles. Ein Foto der Grabstätte senden sie an die deutschen Gegner. 1925 wird der Leichnam aus Frankreich überführt und in einem Staatsakt in Berlin zum zweiten Mal beigesetzt. Nachdem er 1975 erneut umgebettet wird, ruht Manfred von Richthofen nun auf dem Südfriedhof in Wiesbaden.

Wer tötete den Roten Baron? Offiziell wurde Captain Brown als Schütze benannt. Mit Hilfe moderner kriminologischer Untersuchungsmethoden klärt ein Expertenteam, dass der Kanadier es nicht gewesen sein konnte und findet heraus, wer tatsächlich für den entscheidenden Treffer verantwortlich war.

Genie und Wahnsinn – Der Fall Karl Hans Janke

Genie und Wahnsinn – Der Fall Karl Hans Janke

krasser Shit!
Karl-Hans Janke wird als fast vierzigjähriger Mann Ende der 1940er-Jahre mit der Diagnose Schizophrenie in die Psychiatrie eingewiesen. Mit einer staatsfeindlichen Bemerkung gegen die noch junge DDR hatte er auf sich aufmerksam gemacht. Eine Haftstrafe bleibt ihm erspart, doch die Psychiatrie wird er nie wieder verlassen.
Janke ist ein Eigenbrödler, schrullig, unbeherrscht, aber auch genial. In seinem Kopf entstehen fortwährend Erfindungen: Dinge für den Alltag, aber auch industrielle Hühnerfarmen, eine Art Kugelschreiber oder zusammenlegbare Weihnachtsbäume. Ein Arzt der Anstalt diagnostiziert bei Janke wahnhaftes Erfinden. Aber es sind keine Spinnereien, die Janke zeichnet, baut und beschreibt – und das in der Atmosphäre des Krankenhauses, die kaum die Kreativität fördert. Der Erfinder korrespondiert mit Ministerien und Patentämtern, Janke wird zu Gesprächen geladen und hält Vorträge im Krankenhaus. Er befasst sich mit Weltraumflügen und mit der Lösung der Energieprobleme der Menschheit. Lange bevor sich die offizielle Wissenschaft dem Thema widmet, forscht er nach alternativen Energien. Im Jahre 2006 werden zwei Patentschriften gefunden, die belegen, dass Janke bereits 1938 das Prinzip des Navigationsgerätes erfand und sein Patent auf den Hubschrauber datiert früher als das anderer.
Janke stirbt 1988 in Hubertusburg, wo er 38 Jahre gelebt hatte. Ein Mensch zwischen Genie und Wahnsinn, dessen Erfindungen und Zeichnungen in den letzten Jahren in großen Ausstellungen zu sehen waren.

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Die Macht des Kreml – Der Fall Chodorkowski

Die Macht des Kreml – Der Fall Chodorkowski
Er war einst der reichste Mann Russlands – dann forderte er den mächtigsten Mann des Landes heraus: Michail Boris Chodorkowski legte sich mit Wladimir Putin an – und verlor. Sein Öl-Imperium Yukos, das er nach dem Zerfall der Sowjetunion und dem Ende des Kommunismus aufgebaut hatte, wurde zerschlagen, er selbst landete vor sieben Jahren im Gefängnis im eisigen Sibirien. In einem zweiten Prozess wurde Michail Chodorkowski Ende Dezember 2010 zu weiteren sechs Jahren Haft verurteilt. Er soll hunderte Tonnen Öl aus dem eigenen Konzern gestohlen und für rund 27 Milliarden Euro (mehr …)

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