Das Lied von den zwei Pferden

Das Lied von den zwei Pferden

Die mongolische Sängerin Urna begibt sich auf eine Reise durch ihre Heimat, um die traditionelle Pferdekopfgeige ihrer Familie reparieren zu lassen und den Text eines verloren geglaubten Volksliedes wiederzufinden. Ihr Weg führt sie zu einem Geigen-Ensemble, einem Geigenbauer, mongolischen Nomaden, Pferdezüchtern, einem Schamanen – und letztlich auch zu ihren kulturellen Wurzeln und zu sich selbst.

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Die Dino-Fundgrube – Utahs wilder Süden

Die Dino-Fundgrube – Utahs wilder Süden

2002 konnten James Kirkland und sein Kollege Don DeBlieux einen sensationellen Fund vermelden: Die Dinosaurier-Forscher aus dem amerikanischen Bundesstaat Utah hatten in ihrer Heimat den Schädel eines bis dahin unbekannten gehörnten Sauriers der Kreidezeit entdeckt. Wegen seiner teufelartigen Hörner nannten sie ihn Diabloceratops. In den folgenden Jahren entdeckten Kirkland, DeBlieux und viele andere noch ein halbes Dutzend andere unbekannte gehörnte Saurier. Außerdem fanden Forscher die Handknochen eines Oviraptors, eines zweibeinigen gefiederten Sauriers, der so schnell laufen konnte wie ein Strauß.

Des Weiteren stießen die Dino-Forscher an mehreren Stellen auf fossile Überreste von Hadrosauriern. Der Ausgrabungsort im Süden des US-Bundesstaats Utah erweist sich für die Paläontologen als wahre Fundgrube, denn er birgt zudem ungewöhnlich viele fossile Überreste von prähistorischen Muscheln, Fischen, Echsen, Schildkröten, Vögeln, Krokodilen und Säugetieren. Kerstin Woldts Film berichtet über die Dino-Fundgrube in Utahs wildem Süden.

Geheimnisvolle Orte – Checkpoint Charlie

Geheimnisvolle Orte – Checkpoint Charlie

Unmittelbar nach dem Mauerbau richten die amerikanischen Streitkräfte in Berlin einen eigenen Kontrollpunkt ein: den Checkpoint Charlie. Über ihn sichern die US-Truppen den freien Zugang in den Osten der Stadt. – Schon wenige Wochen später wird der Checkpoint Charlie zum Symbol für die Teilung Deutschlands und die Aufteilung der Welt in Machtblöcke. Im Oktober 1961 rollen amerikanische und sowjetische Panzer in der Berliner Friedrichstraße aufeinander zu und stoppen jeweils vor der weißen Trennlinie.

Der Checkpoint Charlie ist Ort spektakulärer Fluchten. Peter Fechter wird hier von DDR-Grenzsoldaten erschossen. Jahre später rettet ein amerikanischer Offizier einen angeschossenen Jugendlichen aus dem Stacheldraht.

Der Checkpoint Charlie bleibt bis zum Fall der Mauer 1989 der einzige Übergang zwischen Ost- und Westberlin, den Diplomaten unkontrolliert passieren können. Einige von ihnen betätigen sich als Menschenhändler und transportieren DDR-Flüchtlinge in den Westen.

Heute besuchen Tausende Touristen täglich die Gedenkstätte Checkpoint Charlie und bestaunen das ehemalige Nadelöhr zwischen Ost und West.

England – Im Königreich der Gärtner

England – Im Königreich der Gärtner

Gärtnern ist für Engländer mehr als ein Hobby: Es ist Volkssport und eine Königsdisziplin. Queen Elizabeth adelt die Pflanzenkunst jedes Jahr mit ihrem Besuch der berühmten Chelsea Flower Show . Englische Gärten sind auf der ganzen Welt Vorbild für begeisterte artenfreunde. Englands Klima und Boden lassen die Blumen auf der Insel zwar üppig blühen, doch – das ist die Erfahrung von ARD-Korrespondent Frank Jahn – erst die Passion und die Perfektion der englischen Gärtner machen England zum Königreich der Gärtner. In Begegnungen mit den besten Gärtnern, Züchtern und Pflanzenliebhabern geht er der grünen Obsession auf den Grund.
Fergus Garrett herrscht als Chefgärtner von Great Dixter über einen der schönsten Gärten Englands. Das Paradies im Süden Englands ist eine Liebeserklärung an die Wildheit und Farbgewalt der Natur. Mit Great Dixter hat der inzwischen verstorbene Christopher Lloyd einen Meilenstein englischer Gartenkunst geschaffen. Sein Schüler Fergus Garrett erweist sich mit seiner ansteckenden Leidenschaft als perfekter Hüter des grünen Grals.
Die berühmteste Gartenschau der Welt ist die Chelsea Flower Show . Schrille Gartenideen treffen auf wundervoll komponierte Gartenschöpfungen. Zum neunten Mal hat Sarah Eberle im Mai mit einem Garten Gold bei der Chelsea Flower Show geholt. Wir dürfen die renommierte Gartendesignerin bei der Erschaffung ihres Monaco-Gartens begleiten: Vom Modell bis zur Präsentation auf der Gartenschau, vom leeren Bauplatz bis zum Blütentraum. In Rekordzeit lässt sie ein blühendes Beispiel an pflanzlicher Perfektion aus dem Boden wachsen. Die Queen und Prinz Albert von Monaco adeln das grüne Meisterstück mit ihrem Besuch im fertigen Garten.
Der berühmteste Rosenzüchter Englands heißt David Austin: Er ist Vater der Englischen Rose . Seit 50 Jahren veredelt er die Königin der Blumen und begeistert mit seinen Kreationen weltweit die Rosenliebhaber. Wir besuchen ihn und seinen Sohn in Albrighton. In ihren Gewächshäusern verraten sie uns, wie sie ihre Englische Rose schaffen. Mit ihrer jüngsten Schöpfung, der Rose William and Catherine – in hochzeitlichem Weiß – holen sie ebenfalls Gold in der Chelsea Show und schreiben somit die Erfolgsgeschichte fort.

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Essen macht glücklich! (Doku)

Essen macht glücklich! (Doku)

Warum macht essen glücklich? Um diese Frage zu beantworten, begeben sich Filmemacher Milka Pavlicevic und André Schäfer auf eine kulinarische Entdeckungsreise, die sie von Japan über Österreich und Frankreich nach Deutschland führt. Im Land der aufgehenden Sonne begegnen sie einem respektvollen Umgang mit Nahrung. In den Bergen von Fukui liegt das buddhistische Kloster Eiheiji, der „Tempel des ewigen Friedens“.

Im Buddhismus ist das Essen heilig. Die Zen-Küche ist Ausdruck des Einklangs von Leben und Natur. Nach diesen Grundsätzen handelt auch Hirohisa Koyama, Asiens wohl bekanntester Koch, in seinem Esstempel „Kokin Aoyagi“ in Tokushima. Anschließend begeben sich Milka Pavlicevic und André Schäfer nach Österreich zur Marillenernte. Ihre Reise führt sie auch zu Bauern im Appenzeller Land, die aus der Milch ihrer Kühe köstlichen Käse machen.

Weiter geht die Reise in die südfranzösische Weinregion Languedoc-Roussillon. Von Frankreich führt die kulinarische Entdeckungsreise nach Deutschland zum Biorinderzüchter Horst Backmann, der in der Eifel einen sogenannten Arche-Hof betreibt und dort seit 25 Jahren alte, vom Aussterben bedrohte Tierrassen auf würdige Weise züchtet. Er stellt die Rechnung auf, dass diese Produktionsweise nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch wesentlich sinnvoller ist als die in Großbetrieben übliche Tiermästung. Der Film „Essen macht glücklich!“ stellt außergewöhnliche und beeindruckende Menschen vor, die packend, emotional und authentisch ihre Genussgeschichten erzählen. Alle Protagonisten sind mit ihrem Leben und mit ihrer Arbeit sehr glücklich – und Glück lässt sich doch vermehren!

Theophanu – Die mächtigste Frau des Abendlandes

Theophanu – Die mächtigste Frau des Abendlandes

983 stirbt Kaiser Otto II. Seine ehrgeizige Witwe Theophanu, Nichte des Kaisers von Byzanz, setzt sich gegen alle ihre Widersacher durch und sichert den Frieden im Reich. Im Juni 984 wird im Thüringer Wald Weltgeschichte geschrieben. In der Kaiserpfalz Rohr gelingt es Kaiserin Theophanu, ihren vierjährigen Sohn den Fängen Herzog Heinrichs des Zänkers zu entreißen. Sie erzwingt die Unterwerfung des Rebellen und wird damit zur mächtigsten Frau des Abendlandes.
972 heiratet Theophanu in Rom Otto II., den Sohn Kaiser Ottos des Großen und wird selbst zur Kaiserin gesalbt. Kaum stirbt der alte Kaiser ein Jahr später in Memleben, entbrennt der Kampf um die Macht. An der Seite ihres Mannes kämpft Theophanu mutig gegen die Intrigen ihrer Schwiegermutter Adelheid und deren Verbündeten Herzog Heinrich den Zänker. Chronisten berichten, sie hätte ihren Mann im Griff gehabt. Nach einer verlorenen Schlacht gegen die Araber, dem plötzlichen Tod ihres Gemahls im Jahre 983 und einem zeitgleich ausbrechenden Aufstand der Slawen, steht das Reich kurz vor der Katastrophe.Um 960 in Konstantinopel geboren, wächst Theophanu im Sumpf von Palastrevolten auf und beobachtet, zu welcher Machtfülle es Frauen bringen konnten. Ohne Skrupel lässt ihre Taufpatin den Kaiser ermorden und putscht ihren Geliebten an die Macht. Der macht seine Nichte Theophanu zum Faustpfand für einen Pakt mit Otto dem Großen, dem aufstrebenden Imperator des Westens. Sie wird ein wichtiger Baustein seiner politischen Ideen und Visionen.
Theophanus Karriere scheint beendet, als Heinrich der Zänker auch noch ihren Sohn, den rechtmäßigen König entführt und selbst nach der Krone strebt. Doch die energische Byzantinerin schmiedet eine Koalition gegen die Aufständischen und bezwingt ihren Widersacher. Als Theophanu sieben Jahre später mit gerade 31 Jahren stirbt, hinterlässt sie ihrem Sohn ein starkes Reich in der Mitte Europas.

Seychellen-Traum North Island – Zurück zum Paradies

Seychellen-Traum North Island – Zurück zum Paradies

Auf der Seychellen-Insel North Island verbirgt sich ein einzigartiges Naturschutzprojekt: Privater Luxus weniger Gutsituierter sorgt für den Erhalt eines artenreichen Paradieses. Wer das perfekte Glück sucht, findet es auf North Island: tropische Regenwälder, Granitfelsen, einsame Strände und Wellen im 25 Grad warmen Meer.

Die 250 Hektar große Insel liegt 32 Kilometer nordwestlich der Seychellen-Hauptstadt Mahé. Sie ist das exklusivste Resort der Inselgruppe. Die Gäste auf North Island wohnen in Villen aus Holz und Naturstein von der Größe eines Schlosses, mit eigenem Butler. Vor der Insel liegt ein 115.000 Quadratkilometer großes und 150 Meter tiefes Riff, und an den Stränden leben Meeresschildkröten.

Die Unterwasserwelt ist fast nirgendwo so vielfältig wie hier: Adlerrochen, Fledermaus- und Doktorfische tummeln sich mit vielen anderen Meeresbewohnern im Riff. Mehr als 200 Korallenarten tauchen das Wasser in grelle Farben. Dies ist der eigentliche Luxus der Insel: ihre Natur – paradiesisch, scheinbar unberührt.

Scheinbar … Nach dem Zusammenbruch der Kokosnussindustrie verließen die auf North Island ansässigen Farmer die Insel; eine überwucherte Plantage sowie zahlreiche nicht einheimische Tiere blieben zurück. Das hatte verheerende Folgen: Hartnäckiges Unkraut erstickte die heimischen Pflanzen, Ratten fraßen Vogeleier, Schweine zerstörten Schildkrötengehege. Schließlich kauften Privat-Investoren die Insel und starteten ein groß angelegtes Naturschutzprojekt. Sie wollen den ursprünglichen Zustand des Seychellen-Paradieses wiederherstellen. Finanziert wird das Projekt mit sündhaft teurem Luxus: Das Hotel auf North Island beherbergt maximal 22 Gäste, die hier an einem einzigen Tag gut und gerne 50.000 Euro umsetzen. Der Film begleitet Gäste und Betreiber des Hotels und zeigt gut situierte Weltenbummler, ambitionierte Resort-Manager und einheimische Angestellte.

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Berliner Rand (Doku)

Berliner Rand (Doku)

Drei Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland leben an der Armutsgrenze. Der Film begleitet vier von ihnen ein Jahr lang durch ihren Alltag in Berlin und beobachtet ihren Versuch, ihr Leben in den Griff zu bekommen. „Ich will doch einfach nur so leben wie ihr“, sagt Katja und meint damit ein Leben ohne Drogen, ein Leben mit regelmäßiger Arbeit, festem Einkommen und aufrichtiger Liebe. Katja gehört wie Daniela, Volkmar Kevin und Kati zu den Jugendlichen aus Berlin-Hellersdorf, die Filmemacher Jens Becker ein Jahr lang mit der Kamera begleitet hat.

Alle vier sind in Armut oder schwierigen familiären Verhältnissen aufgewachsen und stehen jetzt an der Schwelle zum Erwachsensein.

Volkmar Kevin hat seine Eltern verlassen als er 16 Jahre alt war, und ist in eine betreute Wohngemeinschaft gezogen. Die 18-jährige Kati kann nicht schreiben und rechnen. Und die Zwillinge Daniela und Katja haben mit 21 Jahren bereits eine kleinkriminelle Karriere hinter sich und betäuben sich mit Drogen aller Art. Werden sie es schaffen, ihr Schicksal in die Hand zu nehmen? Und haben sie überhaupt eine Perspektive in diesem Land?

Die heißesten Momente des kalten Krieges

Die heißesten Momente des kalten Krieges

Es waren die gefährlichsten 40 Jahre der Weltgeschichte. Im Kalten Krieg standen sich Ost und West unversöhnlich gegenüber. Beide Seiten verfügten über Arsenale von mehreren Zehntausend Nuklearsprengköpfen. ZDF-History rekonstruiert fünf Momente, in denen der Kalte Krieg kurz davor stand, ein Dritter Weltkrieg zu werden. Beteiligte beider Seiten beschreiben, wie störanfällig das „Gleichgewicht des Schreckens“ tatsächlich war.

Die Öffentlichkeit auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs hatte den Eindruck, dass die Regierungen der USA und der Sowjetunion die brisante Situation weitgehend im Griff hätten. Das „Gleichgewicht des Schreckens“, so hieß es, sorge für stabile Verhältnisse.

Tatsächlich jedoch gab es im Verlauf des Kalten Krieges mehrere Situationen, in denen das Schicksal der Menschheit am seidenen Faden hing. Die meisten dieser kritischen Momente wurden vom Militär beider Seiten verschwiegen. Nie erfuhr die Öffentlichkeit die ganze Wahrheit.Während der Kubakrise 1962 erfuhren die westlichen Medien zwar von der Seeblockade der US-Navy gegen kubanische Häfen, nicht aber von der Beinahe-Katastrophe, die dadurch um ein Haar ausgelöst worden wäre. Ebenso unbekannt blieb eine kurze, aber hochbrisante Episode im Herbst 1983. Die Entspannungspolitik der 70er-Jahre war vorbei.

Reagan forcierte die sogenannte „Nachrüstung“ der NATO, die Sowjetunion stand wegen ihrer Invasion in Afghanistan unter Druck. In dieser angespannten Lage meldete ein sowjetischer Spionagesatellit am 26. September 1983 den Abschuss von fünf US-Interkontinentalraketen. Dem diensthabenden Offizier der sowjetischen Raketenabwehr, Oberstleutnant Petrow, blieben nur wenige Minuten, um einen Gegenschlag autorisieren zu lassen. Warum er das nicht tat und weshalb er dafür von der Sowjetarmee mit einem hohen Orden ausgezeichnet wurde, berichtet er exklusiv im Interview.

Frühling für St Petersburg – Die Stadt der Zaren wird 300

Frühling für St  Petersburg – Die Stadt der Zaren wird 300

In keiner Stadt Europas wird in diesen Tagen soviel gehämmert, geschraubt und gesägt wie in St. Petersburg. Dass das Stadtbild dabei nicht vollkommen sein wird, ist schon jetzt absehbar. Die in Jahrzehnten gerissenen Wunden des Verfalls sind zu tief, als dass schneller Eifer sie heilen könnte. Gleichwohl steht St. Petersburg vor einem Fest, das der Stadt viel vom alten Glanz zurückgeben wird.
300 Jahre Stadtgeschichte – im europäischen Konzert der Metropolen mehr Wimpernschlag denn Ewigkeit. Keine Stadt in Russland, die mehr als diese von den Höhen und Abgründen der Geschichte gezeichnet ist. Keine russische Stadt, die dem Westen näher war, und keine, auf deren Glanz so viel Schatten fiel, nachdem die Revolution sie aus dem verheißungsvollen Weg ihrer Geschichte riss.
Dirk Sager hat Petersburg durchstreift und eine Metropole gefunden, die heute wieder Russlands Fenster zum Westen ist. Er berichtet von altem Glanz und neuer Hoffnung und von den Menschen, die die Stadt der Zaren selbstbewusst Richtung Zukunft führen und St. Petersburg einen neuen Frühling bescheren.

Die Nervenprobe – Kuba-Krise 1962

Die Nervenprobe – Kuba-Krise 1962

Als ein US-Aufklärungsflugzeug am 14. Oktober 1962 sowjetische Raketenbasen auf Kuba entdeckte, begann ein Countdown, der beinahe zum Dritten Weltkrieg geführt hätte. Atombomber stiegen auf und US-Militärs trafen Vorkehrungen für eine Invasion Kubas. In einer historischen Rede forderte US-Präsident John F. Kennedy von Nikita Chruschtschow ultimativ den Abzug der Nuklearwaffen.

Der Kreml-Chef beriet sich mit dem ZK-Präsidiumüber die Frage, ob die Raketen wieder abgezogen werden sollten. Was waren die Ziele der Stationierung – Schutz für Castros Kuba? Ging es um die internationale Machtbalance oder um einen Hebel gegen Berlin? Im Kriegsfall wäre die Mitte Europas eines der Schlachtfelder gewesen. Während die Kontrahenten Stärke demonstrierten, kam es hinter den Kulissen zu geheimen Treffen.

In letzter Minute zogen die Sowjets ihre Atomraketen von Kuba ab, die USA erklärten Gewaltverzicht gegenüber Havanna und versprachen den Abzug der Raketen aus der Türkei. Während der Krise gab es in Washington und Moskau krasse Fehleinschätzungen der Lage. Geheimdienste versagten. Irrtümer Pannen und unklare Befehle führten fast zu einem Schlagabtausch, der nuklear hätte eskalieren können.

Zum Teil erst jüngst freigegebene Dokumente und aktuelle Interviews mit Hauptakteuren von damals spiegeln die Ereignisse aus kaum bekannten Blickwinkeln. Aus internationalen Archiven wurden beeindruckende Materialien für den Film zusammengetragen. Szenische Assoziationen, die aufgrund aufschlussreicher Zeitzeugenaussagen ohne Dialoge auskommen, vermitteln die Atmosphäre hinter den Kulissen.

Krakatau- Ein Vulkan verändert die Welt

Krakatau- Ein Vulkan verändert die Welt

Die Explosion des Krakatau am 27.08.1883 war einer der gewaltigsten Vulkanausbrüche der Neuzeit und eine Katastrophe globalen Ausmaßes. Auf den umliegenden indonesischen Inseln starben über 35.000 Menschen durch die verheerende Flutwelle, die der Ausbruch verursachte. Die Dokumentation rekonstruiert die dramatischen Ereignisse vor und nach der Explosion. Mit fesselnden Spielszenen und atemberaubenden Computeranimationen zeichnet sie die genaue Chronik der Katastrophe nach.

Am 27. August 1883 explodiert die Vulkaninsel Krakatau vor den Küsten Indonesiens. Es ist einer der gewaltigsten Ausbrüche der Neuzeit. Asche und Gestein werden Kilometer weit in die Luft geschleudert. Zwei Drittel der Insel versinken im Meer und lösen einen verheerenden Tsunami aus. Die Flutwelle ist doppelt so hoch wie diejenige vom Dezember 2004 und überrollt die Küsten von Java und Sumatra. 36.000 Menschen sterben.

Die Katastrophe passiert fernab der Zentren westlicher Zivilisation, und doch sind die Folgen weltweit spürbar. Die Explosion ist so laut, dass sie noch im über 2.000 Kilometer entfernten Australien zu hören ist. Im Roten Meer regnet es Asche, in Washington spielen die Barometer verrückt, und über Europa kann man ungewöhnlich farbenprächtige Sonnenuntergänge beobachten. Der Ausbruch des Krakatau wird als erste Naturkatastrophe zum globalen Medienereignis. Möglich ist dies durch ein erdumspannendes Telegrafennetz, das erst einige Jahre zuvor eingerichtet worden war. Wenige Stunden nach der verheerenden Explosion verbreiten sich die ersten Nachrichten rund um die Welt. Erschreckend deutlich sind die Parallelen zur Flutkatastrophe in Indonesien 2004.

In dieser spannenden Dokumentation werden wir ins späte 19. Jahrhundert zurückversetzt und erleben die Tage vor und nach dem Ausbruch des Krakatau durch die Augen der Menschen, die das Desaster überlebten. Neben Tagebuchnotizen und Augenzeugenberichten stützt sich der Film auf Studien von Wissenschaftlern, die sich schon damals in Lebensgefahr begaben, um die unfassbaren Naturgewalten zu ergründen. Zudem bewerten renommierte Forscher die globale Katastrophe aus heutiger Sicht. Warum brach der Krakatau mit einer so ungeheuren Wucht aus? Wieso werden die Menschen in Indonesien immer wieder von schrecklichen Naturkatastrophen heimgesucht?

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Englands grünes Herz – Abenteuer auf dem Klapprad

Englands grünes Herz – Abenteuer auf dem Klapprad

Es war ein Brite, der das erste Klapprad der Welt erfand: William Grout ließ sein „Folding Bike“ 1878 patentieren. Seitdem ist das Klapprad ein identitätsstiftendes Fortbewegungsmittel auf der Insel. Auf dem Klapprad radeln Björn Staschen und das Team vom ARD-Studio London rund 650 Kilometer durch England. Startpunkt sind die „Fenlands“, das Moorgebiet zwei Stunden nördlich von London. Die erste Strecke begleitet uns der älteste aktive Radfahr-Club Englands: Im „Peterborough Vintage Cycling Club“ haben sich Liebhaber museumsreifer Fahrräder versammelt.
Versteckt im Kiefernwald beim kleinen Dörfchen Woodhall Spa entdecken wir ein kleines Kinojuwel. Seit 1922 wird dort ein ehemaliger Konzertpavillon als Kino genutzt. Vor jeder Filmvorführung erklingt die Nationalhymne, und in der Pause fährt eine Orgel aus dem Boden, die die Zuschauer unterhält.
Wir überqueren die geschäftigste Flussmündung Englands: die Humber. Dabei hilft die Crew des Humber-Rettungsboots. Mit ihren Familien leben die einzigen hauptamtlichen Seenotretter im Land am „Spurn Point“. Vom Rest der Welt sind die Mannschaft und ihre Familien ziemlich abgeschnitten: der „Spurn Point“ ist eine karge, wandernde Dünenzunge im Meer, wunderschön – wenn das Wetter stimmt.

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Jesse Owens – Der schnellste Mann der Welt

Jesse Owens – Der schnellste Mann der Welt

Jesse Owens war der große Star der Olympischen Spiele in Berlin – bis heute ist er eine Sportlegende. Die Dokumentation von Stanley Nelson erzählt die ungewöhnliche Lebensgeschichte des Ausnahme-Leichtathleten vor dem Hintergrund von Rassentrennung in den USA und Nazi-Ideologie in Deutschland. Für einen jungen Schwarzen in den USA der 30er Jahre war Leichtathletik eine der wenigen Möglichkeiten, Karriere zu machen – und Jesse Owens, der in einem armen Viertel von Cleveland aufgewachsen war, war ungewöhnlich begabt im Sprint und im Weitsprung.

Seit 1934 war er tatsächlich beinahe ein Star, aber er konnte trotzdem nicht im gleichen Schlafraum der Uni übernachten wie weiße Sportler, und seine Qualifikation für Berlin wäre beinahe daran gescheitert, dass beim entscheidenden Wettkampf nur Weiße zugelassen waren. Vor der Teilnahme in Berlin spaltete eine heftige Boykott-Debatte die Gruppe der schwarzen Sportler. Viele wollte an den Spielen des offen rassistischen NS-Regimes nicht teilnehmen, andere sahen gerade darin ihre große Chance auf Ruhm und Berühmtheit. In Berlin übertraf Jesse Owens alle Erwartungen, er gewann eine Goldmedaille nach der anderen und avancierte zum Liebling des Publikums. Im Weitsprung-Wettbewerb trat er gegen den deutschen Weitspringer Luz Long an; die berühmten Fotos, auf denen beide einträchtig zusammen zu sehen sind, legten später nahe, dass dort gegen alle ideologischen Grenzen eine Freundschaft entstanden sei. Trotz der überwältigenden Triumphe in Berlin entwickelte sich für Jesse Owens das Leben nach den OIympischen Spielen enttäuschend; die USA und vor allem die Sportfunktionäre weigerten sich, seine Leistungen anzuerkennen, weil er die falsche Hautfarbe hatte. Selbst am Tag der Parade, die zu seinen Ehren veranstaltet wurde, wurden seine Frau und er im Hotel abgewiesen, weil sie keine Weißen waren …

Die Turbochinesen kommen – Europa in zwölf Tagen (Doku)

Die Turbochinesen kommen – Europa in zwölf Tagen (Doku)

Die Chinesen gelten als fleißig und genügsam – da wundert auch das Urlaubsprogramm nicht, das sie sich als Touristen in Europa zumuten: Acht Länder in zwölf Tagen. In organisierten Busreisen fahren sie quer durch Europa und machen an den TOP-Sehenswürdigkeiten kurz halt. Für ein paar Fotos oder ein paar Schwenks mit der Video-Kamera und eventuell ein bisschen Shopping. Viel Zeit bleibt nicht, denn der Terminplan ist eng gesteckt. Erholung oder ein fremdes Land kennen zu lernen, dass steht für die Chinesen bei ihren Touren eher im Hintergrund. Wichtig ist es, Beweisfotos gemacht zu haben und einen Ort abhaken zu können.

Auch das jeweils typische Essen wird nur ausnahmsweise probiert, für die meisten Tage hat der Reiseleiter chinesische Restaurants gebucht.

Genauso wie alle anderen Industrie-Zweige wächst auch die Tourismus-Industrie in China stetig. 1995 waren rund 5 Millionen Chinesen zum Urlaub im Ausland. 2006 waren es 34 Millionen, für 2010 werden 100 Millionen prognostiziert. Nach Europa kommen noch recht wenige. Das liegt auch am Preis. Die Bustour kostet zwar umgerechnet „nur“ 1000 Euro pro Person. Dies entspricht jedoch einem Jahreslohn eines chinesischen Fabrikarbeiters.

WELTWEIT begleitet eine Reisegruppe aus China auf ihrer Bustour durch Europa: Shoppen in Paris, Erinnerungsfoto vom Schiefen Turm von Pisa und Biertrinken auf dem Münchener Oktoberfest.

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