Der Kanzlersturz – 1982 [Doku]

Vor genau 35 Jahren, auf den Höhepunkt der Neuen Deutschen Welle, passiert das Ungeheuerliche: Das Parlament stürzt den Bundeskanzler, zum ersten und einzigen Mal in der Geschichte der Bundesrepublik.

Masken-Mord an der Tankstelle. Vom Protest zur Gewalt? | SWR Doku

Zum ersten Mal in Deutschland tötete im September 2021 ein Mensch einen anderen aus Frust über Hygienevorschriften. In einer Tankstelle erschießt Mario N. einen Angestellten, weil der ihn auffordert, eine Maske zu tragen. Wie konnte es so weit kommen? Die investigative Doku hat nachgeforscht, wie sich der Täter konkret radikalisiert hat, bis er sich im legitimen Widerstand gegen staatlichen Zwang und Bevormundung sah. Die Recherche führt in die verstörende Parallelwelt der Corona-Leugner, in der sich Mario N. bewegte.

Gewaltpotenzial in bürgerlichen Kreisen
Erstmals wird analysiert, in welchen Kanälen, auf welchen Plattformen und von welchen Personen der Täter derart aufgestachelt wurde, dass er überzeugt war, einen Volkswillen zu vollstrecken, als er mit einem großkalibrigen Revolver den Studenten erschoss.

Gleichzeitig taucht der Film in die Szene ein, die Mario N. applaudiert und immer gewaltbereiter wird. Das Erschreckende: Die Spur führt nicht nur an die Ränder, sondern in die Mitte der Gesellschaft, etwa zu einer mitten im Leben stehenden Unternehmerin, einem kreativen Kopf in der rheinland-pfälzischen Provinz und zu einer bodenständigen Kommunalpolitikerin – alle Mittelständler:innen, die sich in derselben Gedankenwelt bewegen wie Mario N. Kann sich also der Mord von Idar-Oberstein wiederholen? Die ARD-Doku will das herausfinden und stößt auf ein Gewaltpotenzial, das ausgerechnet da aufkeimt, wo wir es am wenigsten vermutet hätten: in bürgerlichen Kreisen.

Diese Doku des SWR von Udo Frank aus der Reihe „Die Story im Ersten“ trägt den Originaltitel: „Mord an der Tankstelle“, Ausstrahlungsdatum: 11.04.22. #swrdoku #swr
Alle Aussagen und Fakten entsprechen dem damaligen Stand und wurden seitdem nicht aktualisiert.

Eine Stadt und ihr Gefängnis – Der Ruf aus Bautzen | MDR DOK

Wolfgang Stephan hat in der JVA Bautzen seine dunkelsten Stunden erlebt. In der DDR wird er wegen Schwarzhandel und Veruntreuung sozialistischen Eigentums verurteilt – zu sieben Jahren Haft. Im Januar 1989 muss er diese antreten. Nur wenige Monate später ist das ganze Land im Umbruch – auch hinter den Gefängnismauern in Bautzen fordern die Menschen Veränderungen. Im Herbst ’89 kommt es zu Häftlingsaufständen. Wolfgang Stephan begegnet in dieser Zeit Pfarrer Burkhard Schulze. Um Gewalt zu verhindern, ist der Kirchenmann fast täglich im Gefängnis und vermittelt zwischen Häftlingen und Anstaltsleitung.

Am Runden Tisch wird monatelang verhandelt. Es gelingt den Vertretern der Kirche, der Anstaltsleitung und des Häftlingsbeirats, ein Blutvergießen zu verhindern. Einen großen Anteil an dieser Entwicklung hat Frank Hiekel, damals stellvertretender Anstaltsleiter, heute Chef der JVA Bautzen. Nach über 30 Jahren treffen Wolfgang Stephan, Burkhardt Schulze und Frank Hiekel noch einmal aufeinander und erinnern sich an die dramatische Zeit von damals.

Die Strafvollzugsanstalt Bautzen wurde um 1900 als reformorientierte Strafanstalt für Männer gebaut. Jahrzehnte später wird die Einrichtung zu einem Ort von Unterdrückung, Willkür und menschenunwürdigen Haftbedingungen – von 1933 bis 1945 unter den Nazis, anschließend bis 1950 als Speziallager für Kriegsverbrecher und politische Gegner unter sowjetischer Militäradministration, danach als Gefängnis für den allgemeinen Vollzug in der DDR. Der Spruch „Ab nach Bautzen“ klang nicht verheißungsvoll. Das „Gelbe Elend“ – wie der Knast im Volksmund genannt wurde – löste bei den Häftlingen Angst und Schrecken aus.

Im Schatten der großen Haftanstalt steht Bautzen II – der sogenannte Stasiknast, das Gefängnis für politische Sondergefangene. Bis zur Wende sitzen mehr als 2.400 Häftlinge ein. Spione, Doppelagenten, vor allem aber politische Gefangene der DDR, unter ihnen auch etliche Prominente. Weggesperrt auf fünf Etagen in Einzel-, Zweier- und in Isolationszellen. Diesem Haus und den leidvollen Geschichten der Inhaftierten verdankt Bautzen bis heute seinen zweifelhaften Ruf.

Seit 1993 Gedenkstätte, wird hier an die Opfer in beiden Strafvollzugseinrichtungen erinnert. Auch die Schicksale von Jochen Stern und Alexander Latotzky sind dokumentiert. Jochen Stern wird als 19jähriger 1948 verhaftet und von der sowjetischen Militäradministration wegen angeblicher Spionage zu 25 Jahren verurteilt. Insgesamt verbringt er sechseinhalb Jahre im Speziallager Bautzen I und erlebt 1950 die Häftlingsunruhen mit, die vom Wachpersonal brutal niedergeknüppelt werden.

Alexander Latotzky erblickt das Licht der Welt in einer Zelle des Gelben Elends. Seine Mutter wird inhaftiert, weil sie es gewagt hatte, die Vergewaltigung und Ermordung ihrer Mutter durch sowjetische Soldaten anzuzeigen. Drei Jahre verbringen Mutter und Sohn gemeinsam in verschiedenen Lagern, danach werden sie getrennt. Nach etlichen Heimaufenthalten wird Alexander Latotzky seine Mutter erst in Westberlin wiedersehen, da ist er bereits neun Jahre alt. Bis heute engagieren sich Jochen Stern und Alexander Latotzky gegen das Vergessen im Bautzen-Komitee und sind gefragte Zeitzeugen im jährlich stattfindenden Bautzen-Forum.

Der Film erzählt von den Anfängen der JVA Bautzen als Reformbau, über die dunklen Kapitel seiner Geschichte bis zu der modernen humanen Strafvollzugseinrichtung von heute. Wir begegnen Menschen, die aus sehr unterschiedlichen Perspektiven die Strafanstalt erlebt haben und für die das „Gelbe Elend“ ein Schicksalsort geworden ist. Zugleich sind die Ereignisse im Wendejahr 1989/90 auch ein Beispiel dafür, dass Menschen trotz unterschiedlicher Biografien und Sichtweisen immer die Chance haben, sich menschlich zu verhalten und somit Gewalt und Blutvergießen verhindern.

Im Visier – Neonazis planen den Umsturz | DokThema | Doku | BR

Diese Doku zeigt Neonazis in Deutschland. Laut Daten des Landeskriminalamts wurden 2.305 rechtsextreme Straftaten im Jahr 2020 in Bayern erfasst – fast zehn Prozent mehr als 2019. „DokThema“ begibt sich auf die Spurensuche von Rechtsextremen, die im Zusammenhang mit terroristischen Anschlagsplänen stehen.

Wer sind diese Täter, wie haben sie sich radikalisiert, wie stark sind sie vernetzt? Und – welche Strategien stecken dahinter? Die Autoren heften sich an die Fersen staatlicher wie zivilgesellschaftlicher Ermittler, bis hin zu den Opfern, den Tatorten, zu Schießständen und in die Gerichtssäle. Auch das Umfeld der Rechtsextremen wird durchleuchtet, ihre Äußerungen in digitalen Hass-Communitys, in geheimen Chat-Gruppen. Stück um Stück setzt sich das Puzzle zusammen, ergibt sich ein klareres Bild über die Aktivitäten und Netzwerke der Neonazi-Szene.

Zum stabilen Kern einer ideologisch geschlossenen Szene kommt eine wachsende Zahl an im Netz Radikalisierter, die Staat und der demokratischen Gesellschaft feindlich gegenüberstehen.

Bayerischer Rundfunk: http://www.br.de
Mehr Infos auf der Sendungsseite: http://www.br.de/dokthema

Autor: Ralph Gladitz, Jonas Miller

Baustellenalltag im Norden | Die Nordreportage | NDR Doku

Der Bau boomt. Gleichzeitig schaffen die Baufirmen viele Aufträge nicht. Es herrscht Mangelwirtschaft bei Baustoffen. Kostensteigerungen auf allen Baustellen. Mecklenburg-Vorpommern ist bundesweit Spitzenreiter. Etwa 40 Prozent teurer ist das Bauen allein im zweiten Halbjahr 2021 geworden, schätzt die Branche.

„Die Nordreportage“ zeigt, warum das so ist. Die Coronapandemie hat Lieferketten unterbrochen, eine Folge sind monatelange Verzögerungen bei der Lieferung unzähliger Materialien. Dazu kommt der allgegenwärtige Fachkräftemangel. Eine Wohnungsgenossenschaft in Rostock baut gerade vier große mehrgeschössige Häuser für bezahlbaren Mietwohnraum. Eigentlich sollten die Mieter*innen im April 2022 einziehen. Vielleicht werden die Häuser Ende 2022 fertig. Ein Vierteljahr Verzögerung, weil die Fenster nicht geliefert wurden. Deshalb konnten alle anderen Gewerke nicht weiterarbeiten. Kein Estrich, keine Fußbodenheizung, keine Elektrik.

„Die Nordreportage“ ist außerdem bei einem Baustoffhändler, der zwischen den Fronten steht, weil seine Lieferanten die Preise anziehen, die er an seine Handwerkskundschaft weitergeben muss. Und das trifft auch die Familien, die knapp kalkulierte Kredite für den Bau ihrer Einfamilienhäuser haben. Handwerksbetriebe leiden, weil sie gestiegene Kosten nicht einfach weitergeben können und ihnen obendrein die Fachkräfte fehlen.

„Die Nordreportage“ beleuchtet die verschiedenen Aspekte dieses Themas, das irgendwie alle betrifft. Neuer Wohnraum wird händeringend gesucht, doch der wird immer teurer. Kein Material, keine Leute, aber teuer. Baustellenalltag im Norden.

Deutsche Soldaten im Wandel der Zeit | Terra X

Soldaten prägen unsere Geschichte. Doch ihr Bild, ihre Funktion, ihr Ansehen ändern sich mit der Zeit. In der Kaiserzeit stehen Soldaten und Veteranen hoch im Kurs. Das Militär gilt als Schule der Nation, Uniformen gelten als schick und als „Ausweis von Männlichkeit, Nationalbewusstsein und der Bereitschaft zur Pflichterfüllung“, wie Prof. Herfried Münkler sagt. Als der erste Weltkrieg beginnt, wird den Soldaten zugejubelt, als der Krieg verloren ist, verlieren sie ihre Funktion. Deutschland wird weitgehend entwaffnet. Mit Hitler kommt wieder Aufrüstung und Militarismus. Soldaten werden zum Helden stilisiert – und werden im Krieg ins Verderben getrieben.

Aus dem heißen Krieg wird ein kalter. In der Bundeswehr im Westteil Deutschlands sollen Soldaten „Staatsbürger in Uniform“ sein. Mit dem Beitritt zur NATO gehören sie dem westlichen Militärbündnis an. Die DDR gehört zu den sozialistischen Warschauer Pakt-Staaten. Die NVA ist zunächst eine Freiwilligenarmee, erst nach dem Bau der Mauer gilt auch hier die Wehrpflicht. Die 68er wollen Frieden schaffen ohne Waffen, das Ansehen des Soldaten sinkt. Nach dem Fall der Mauer endet der Kalte Krieg. Welche Aufgaben haben die Soldaten jetzt noch? Kampfeinsätze sollen möglichst vermieden werden. Doch die Kriege im Kosovo und in Afghanistan fordern internationales Engagement und letztlich auch Kampfeinsätze von der Bundeswehr.

Seit 2011 ist die Wehrpflicht in der Bundesrepublik ausgesetzt. Die mangelhafte Ausrüstung und Bewaffnung der Bundeswehr sorgt immer wieder für Schlagzeilen. Der russische Angriff auf die Ukraine richtet die deutsche Sicherheitspolitik neu aus. Die Bundesregierung beschließt, für die Streitkräfte ein Sondervermögen in Höhe von 100 Milliarden Euro einzurichten.

[37 Grad] Wo Armut Alltag ist [ZDF Doku]

Bremerhaven-Lehe: Hier sollen die Menschen mit den meisten Schulden leben. Von 37.500 Einwohnern ist jeder Dritte laut Schuldneratlas verschuldet. Viele sind arbeitslos, haben Hartz IV. Wie lebt es sich in einem Stadtteil, in dem Armut Alltag ist?

Reupload: Tesafilm – Von Glibbermännchen und Fischaugen | Unsere Geschichte | NDR Doku

Die Geschichte des Klebestreifens begann mit einer Panne. In der Hamburger Apotheke von Paul Beiersdorf sollte ein selbstklebender Wundverband entwickelt werden. Doch das Pflaster klebte so stark, dass es sich nicht mehr von der Haut lösen ließ.

Eigentlich ein Misserfolg. Doch Beiersdorf war clever. Der Klebestreifen wurde einfach anders verarbeitet – und angepriesen: Nicht Menschen mit kleinen Verletzungen sollten das Pflaster kaufen, sondern nun die Fahrradfahrer. Denn das Wunderding eignete sich hervorragend dazu, kaputte Reifen zu flicken.

Was kaum jemand weiß: Heutzutage verdient das Unternehmen Tesa das meiste Geld nicht mehr mit Klebe-Produkten für Privatkunden, sondern für die Industrie. Dabei profitiert die Firma von einem weltweiten Trend: Durch den Einsatz von Plastik und Kunststoffen, auch bei der Herstellung von Autoteilen und Smartphones, wird immer mehr geklebt und immer weniger verschweißt oder verschraubt.

5.000 Mitarbeitende sind weltweit bei Tesa mit Firmenzentrale in Norderstedt bei Hamburg beschäftigt. Jahresumsatz: 1,3 Milliarden Euro. Wie es zu dieser Erfolgsstory kam, mit welchen Schwierigkeiten der Konzern zu kämpfen hat, der jedes Jahr neue Produkte auf den Markt bringen muss, um im Wettbewerb der Klebemittel-Industrie zu bestehen, zeigt die NDR Dokumentation „Tesafilm – Von Glibbermännchen und Fischaugen“.

Filmemacher Manfred Uhlig verfolgt mit seinem Team eine Reihe von Mitarbeitenden des Unternehmens bei ihrem Streben nach dem immer perfekteren Klebestreifen: Lisa Ardente und Deniz Akin forschen an einem Kleber, der die Innenausstattung von Autos zusammenhalten soll. Außendienstler Matheus Zelasny will bei der Meyer Werft für die Firma einen Fuß in die Tür bekommen: Bei der Lackierung von Maschinenteilen für Kreuzfahrtschiffe sollen Rohre demnächst mit Produkten von Tesa abgeklebt werden und nicht mehr mit Material der Konkurrenz.

Und im Zweigwerk Offenburg tüftelt Produktoptimierer Bernd Zapf am „klassischen“ Tesafilm für den Schreibtisch, der beim Abrollen keine Geräusche macht. Dabei hat er vor allem mit zwei technischen Problemen zu kämpfen: „Glibbermännern“ und „Fischaugen“. Die sogenannten Glibbermänner sind kleine Gelpartikel in der Klebemasse, als „Fischaugen“ bezeichnen die Profis kleine Lufteinschlüsse im fertigen Film. Die Suche nach dem perfekten Klebeband ist ein niemals endendes Geschäft.

Ist Wasserstoff die Kohle der Zukunft? – Was das Element für die Energiewende bedeutet | MDR DOK

Deutschland hat sich zum Kampf gegen den Klimawandel bekannt: Die Nutzung fossiler Brennstoffe wie Kohle, Erdöl und Erdgas soll zurückgefahren werden, das Land bis 2045 klimaneutral sein. Um das zu schaffen, wird ein Element in letzter Zeit immer häufiger als Heilsbringer genannt: Wasserstoff. Aber was kann Wasserstoff wirklich leisten und was nicht? MDR WISSEN zeigt in dieser Dokumentation, was das Element für die Energiewende in Mitteldeutschland bedeutet.

Wasserstoff – 14x leichter als Luft, unsichtbar und geruchlos. Um das Element fassbar zu machen, begibt sich MDR-WISSEN-Reporterin Daniela Schmidt auf eine Reise quer durch Deutschland, von der Lausitz über Prenzlau, Chemnitz und Meerane nach Leipzig, von Bitterfeld-Wolfen über Zusmarshausen und Erlangen nach Eisenhüttenstadt.

Der Film zeigt, wo Wasserstoff in Zukunft eine Rolle spielen wird, von energieautarken Einfamilienhäusern bis hin zu riesigen Stahlwerken. Die Zuschauer erfahren, wie das Element im Elektrolyseur gewonnen wird, was es mit grünem, blauem und grauem Wasserstoff auf sich hat und ob Wasserstoff wirklich so gefährlich ist, wie viele seit der Explosion des Zeppelins Hindenburg denken.

Dafür trifft Daniela Schmidt Forschende aus den großen Anwendungsgebieten Mobilität, Strom, Wärme und Industrie, die zusammen 85 Prozent unseres Energiebedarfs ausmachen: Welche Rolle wird Wasserstoff hier in Zukunft spielen?

Im Bereich Mobilität tritt Wasserstoff häufig als Konkurrent der Batterie in Erscheinung. Dr. Thomas von Unwerth, Professor für alternative Fahrzeugantriebe an der TU Chemnitz, klärt auf über die tatsächlichen Unterschiede, über Speicherungs- und Komprimierungsverfahren, und über die Brennstoffzelle, die hier im Fokus der Forschung steht – mit ihr wird Wasserstoff zurückverwandelt in Energie.

Im Bereich Strom und Wärme führt Wasserstoff aktuell noch ein Nischendasein, dabei werden hinter den Kulissen längst große Pläne geschmiedet, wie die Zuschauer beim Besuch des sogenannten Wasserstoffdorfs im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen erfahren. Hier wird mit einer unterirdischen Verteilnetzinfrastruktur die zukünftige großflächige Wasserstoffversorgung der Haushalte erprobt, genauso wie die Riechbarmachung des geruchlosen Gases.

Dass Wasserstoff auch das Potential hat, einzelnen Haushalten komplette Energieautarkie zu gewähren, beweist das klimaneutrale Wasserstoffhaus der Familie Hörmann in Zusmarshausen.

Für die Großindustrie gilt Wasserstoff schon jetzt als wichtiger Energieträger der Zukunft, gleichwohl sind hier die Herausforderungen am größten, wie Daniela Schmidt in einem Stahlwerk in Eisenhüttenstadt erfährt, das auf Wasserstoff umgestellt werden soll.

Enorme Investitionskosten stehen an, aber die Umstellung birgt auch große Chancen für den Arbeitsmarkt, wie die Wirtschaftsweise Prof. Dr. Veronika Grimm im Film erklärt. Am Ende der Reise wird klar, ob Wasserstoff als Energieträger wirklich die Hoffnungen erfüllen kann, die für das Erreichen unserer klimaneutralen Zukunft in ihn gesetzt werden.

VIDEO VERFÜGBAR BIS 03.12.2026

Gute Nachrichten vom Planeten: Wasser | Doku | ARTE

Geht es um das Thema Wasser, denken die meisten an Dürrekatastrophen, Überfischung oder Kriege ums Wasser. Aber wer genau hinschaut, entdeckt auch überraschend gute Nachrichten: Eine Wüstenstadt wird zum Vorbild im Wassersparen, Fischzucht kann sauber und nachhaltig sein und ein Grenzfluss im Nahen Osten kann zum Frieden in einem Krisengebiet beitragen.

Täglich bombardieren uns die Medien mit schlechten Nachrichten aus aller Welt. Es ist Zeit, einen anderen Blick auf die Dinge zu werfen. Denn wenn man genauer hinsieht, wird man überrascht: Überall dort, wo Probleme und Krisen allgegenwärtig sind, gibt es auch Menschen – Wissenschaftler, Aktivisten, Unternehmer -, die an ihren Lösungen arbeiten – und immer wieder Erfolg haben. Dieser Film berichtet von guten Nachrichten rund um das globale Thema Wasser. Die Wüstenstadt Las Vegas beispielsweise hat den Ruf eines verschwenderischen Spielerparadieses. Hotels prahlen mit Wasserspielen und Golfplätzen, locken Touristen mit gut bewässertem Grün. Doch die Wasserbehörden haben die Einwohner von Las Vegas zum behutsamen Umgang mit ihrer wertvollsten Ressource erzogen. Die Metropole gilt als Vorbild beim Wassersparen. Weitere Themen: eine Fischfarm in Andalusien, die nachhaltig arbeitet und auf Antibiotika verzichtet. Und Landwirte in Spanien könnten den Anbau von Obst und Gemüse für ganz Europa schon bald umweltfreundlicher gestalten dank neuer Methoden, die auf die Kraft der Sonne setzen. Mitten durch das Ruhrgebiet verläuft die Emscher, die jahrzehntelang als dreckigster Nebenfluss des Rheins galt – bevor sich Anwohner für seine Renaturierung einsetzten. Im Nahen Osten schließlich konnte das knappe Wasser des heiligen Jordan für ein friedliches Zusammenleben der Anrainer sorgen. Beispielhafte und überraschende Geschichten aus der Welt des Wassers, die Mut machen. Der Film regt zum Nachdenken an – mit spannenden Geschichten, faszinierenden Naturlandschaften, unterhaltsamen Grafikanimationen und Fakten, die zeigen, dass es lohnt, sich für die Zukunft unseres blauen Planeten zu engagieren.

Dokumentation von Michael Gärtner und Tanja Winkler (D 2019, 44 Min)

Wo ist meine Heimat? 60 Jahre Türkei-Anwerbeabkommen | Doku | DokThema | BR

In dieser Doku geht es um Heimat: 1961 wurde das Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei geschlossen. Die hunderttausenden türkischen Gastarbeiter, die vor 60 Jahren kamen, hatten einen entscheidenden Anteil am Wirtschaftswunder der Nachkriegszeit. Doch welche Schicksale verbergen sich hinter diesen Menschen und ihren Nachkommen?

1648 – Der lange Weg zum Frieden | Doku HD Reupload | ARTE

Wer waren die wichtigsten Akteure der Friedensverhandlungen 1648 in Münster und Osnabrück nach Ende des Dreißigjährigen Krieges? Das Dokudrama rückt erstmals die Friedensmacher am Verhandlungstisch in den Mittelpunkt.

Unvorstellbare 30 Jahre lang verwüsten ab 1618 Heerführer und marodierende Söldnertruppen halb Europa. Es ist ein komplexer, vielschichtiger Konflikt: Auf der einen Seite bekämpfen sich, ein Jahrhundert nach der Reformation, Katholiken und Protestanten. Auf der anderen Seite ist es ein Ringen um die Vorherrschaft auf dem Kontinent, an dem fast alle europäischen Großmächte beteiligt sind. Mit fatalen Folgen: Im ersten europäischen Flächenbrand sterben allein in „teutschen Landen“ etwa vier Millionen Menschen. Als es endlich zu Friedensverhandlungen kommt, einigen sich die Kriegsparteien hierfür auf zwei Orte im Herzen Europas: Münster und Osnabrück. Hier wird fünf Jahre lang auf dem ersten internationalen Kongress um die Zukunft des Kontinents gerungen, der Kampf auf den Schlachtfeldern auf dem diplomatischen Parkett fortgesetzt. Es sind Gesandte und Vertreter aller kriegführenden Parteien, die im Auftrag ihrer Herrscher agieren. Das Doku-Drama erweckt die spannenden Verhandlungen zum Leben und zeigt eindrücklich, wie viel List und Überzeugungsarbeit notwendig waren, bis der Westfälische Friede im Oktober 1648 unterzeichnet werden konnte. Im Mittelpunkt stehen die wichtigsten Akteure, die Gesandten des Habsburger Kaisers, die Unterhändler Frankreichs und Schwedens und schließlich die Vertreter der Reichsstände. Damit konzentriert sich der Film auf die Friedensmacher und eröffnet so einen anderen Blick auf den Dreißigjährigen Krieg.

Dokudrama, Regie: Holger Preuße (D 2018, 90 Min)

DEUTSCHLANDS LÄNGSTE PIPELINE – Der Bau der EUGAL | HD Doku

Es ist ein Mammutprojekt der Superlative und Deutschlands längste, im Bau befindliche Pipeline. Zwischen Lubmin an der Ostsee und Deutschneudorf im Erzgebirge werden 47.000 Rohre verlegt – jedes achtzehn Meter lang und fünfzehn Tonnen schwer. Zusammen bilden sie die Europäische Gas-Anbindungsleitung, kurz EUGAL, die sibirisches Erdgas annimmt und durch Ostdeutschland nach Europa transportiert. Die Dokumentation begleitet das Großbauprojekt.

Kaiser Barbarossa – Wie Barbarossa in den Kyffhäuser kam | MDR DOK

Tief im Kyffhäuser schläft er, um eines Tages zu erwachen, das Reich retten und zu neuer Herrlichkeit zu führen. Rotbart, Barbarossa oder historisch korrekt Kaiser Friedrich I. von Hohenstaufen hat echten Star-Charakter unter den deutschen Imperatoren des Mittelalters. Verehrt als Ideal-Herrscher, als Symbol für Stärke, Macht und Einheit. Durch den Kyffhäuser ist er fest mit Mitteldeutschland verbunden. Wie aber sieht es mit dem leibhaftigen Rotbart aus? Warum hat ihm die Nachwelt ausgerechnet einen Berg südlich des Harzes als ewiges Zuhause gegeben? Vielleicht, weil er gerade hier Spuren hinterlassen hat, die Schlüssel zu seiner Sagenheimat sind? Gedreht wurde an authentischen Schauplätzen in Mitteldeutschland, in Italien und in der Heimat des Stauferkaisers. Die Spielszenen entstanden auf der Burg Querfurt und im romanischen Kloster von Jerichow. Trutzige Burgen künden von Barbarossas Macht, allen voran die Reichsburg Kyffhausen. Die wird so auch zum Kristallisationspunkt für die sagenhafte Verewigung Barbarossas im gleichnamigen Berg und ersteht als Computeranimation vor den Augen der Zuschauer.

VIDEO VERFÜGBAR BIS 30.12.2022

Die Slawen – Unsere geheimnisvollen Vorfahren | MDR Geschichte

Vor 1.300 Jahren ist der Osten des heutigen Deutschlands zwischen Elbe und Oder fast menschenleer. Doch dann betreten Fremde aus dem Osten, Slawen, das fruchtbare Land. Sie lassen sich im 7. Jahrhundert nach Christus nieder. Wer war dieses Volk, das überall in Ost- und Süd-Europa Spuren hinterließ?

Sie zählen später zu den letzten Heiden in der Mitte Europas und haben eine bis heute geheimnisvolle Geschichte, in der viele Fragen offen sind und viel Raum für Sagen und Mythen bleibt. Sie verteidigen sich gegen mächtige Gegner und prägen das Mittelalter zwischen Elbe und Oder mit ihrer ländlichen Kultur und ihrem Glauben an Naturgötter. Es sind keine Könige und Kaiser, sondern Bauern und Handwerker; sie gründen nie einen eigenen Staat und haben dennoch die heutigen Nationen entscheidend geprägt.

Die slawischen Vorfahren haben über die Jahrhunderte zur Entwicklung der Zivilgesellschaften des heutigen Europas beigetragen. Seit dem 7. Jahrhundert lassen sich slawische Stämme nachweisen, gibt es Zeugnisse kriegerischer Auseinandersetzungen und heidnischer Gottesanbetungen. Wie haben sich die Slawen ohne feste Landesgrenzen über Jahrhunderte entwickeln, ihre Bräuche, Religionen und Kulturen pflegen und vieles davon letztlich bis heute bewahren können?

Die Dokumentation begleitet eine Gruppe von Slawen zwischen Elbe und Oder durch die Jahrhunderte, folgt ihnen in diverse Scharmützel, beobachtet ihre Bräuche und Riten und zeiget ihr Überlebensgeschick und ihren Kampf um eine eigene Identität vor dem Hintergrund großer historischer Umbrüche.

Ein Film von Pepe Pippig und Wolfgang Albus

Darsteller: Stella Hilb, Neven Pilipović, Tobias Kay, François Goeske, Mascha Schrader uva.

VIDEO VERFÜGBAR BIS ZUM 22.10.2024

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