Die Stieg Larsson Story – Was hinter der Millennium-Trilogie steckt

Die Stieg Larsson Story – Was hinter der Millennium-Trilogie steckt
1079 stieg larsson Die Stieg Larsson Story   Was hinter der Millennium Trilogie stecktSo kennt ihn kaum jemand: Stieg Larsson war ein Getriebener. Einer, der gegen Neonazis kämpfte, der Gewalt verabscheute, vor allem Gewalt gegen Frauen. Nachts schrieb er, aufgeputscht durch Kippen und Kaffee, an seiner Millennium-Trilogie. Wer war dieser Mann? Was bewegte ihn? Was ist das Geheimnis seines Erfolges? Für seinen Film “Die Stieg Larsson Story” hat Martin Uhrmeister mit Biographen, Weggefährten, alten Kollegen und mit der Familie von Stieg Larsson gesprochen. Am 9. November 2004 stirbt der schwedische Schriftsteller und Journalist völlig unerwartet im (mehr…)

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Bertolt Brecht – Die Kunst zu leben

Bertolt Brecht – Die Kunst zu leben

288 bertolt brecht Bertolt Brecht   Die Kunst zu lebenEr wollte die Theaterpraxis revolutionieren und zugleich das gesellschaftliche Bewusstsein: Heute zählt Brecht, der 1898 in Augsburg geboren wurde und 1956 in Ost-Berlin starb, zu den bedeutendsten Dramatikern des 20. Jahrhunderts. Das Porträt von Joachim Lang zeigt Brecht als einen Menschen, dem seine geistige Unabhängigkeit das Wichtigste war, als jemanden, der schon in jungen Jahren ein festes Ziel hatte: ein neues, radikal anderes Theater, und der nicht davor zurückschreckte, von seinen Mitarbeitern das Äußerste zu verlangen.

“Erst kommt das Fressen, dann die Moral” – Er stellte die Tatsachen über die Ideologien, den Menschen über die Kultur, die Lebenskunst über die Kunst. Dennoch wurde gerade Bertolt Brecht im Gesinnungsstreit von Bundesrepublik und DDR vereinnahmt, wie es gerade passte. Für den Westen war Brecht mal Kommunistenknecht, mal Ausbeuter, für den Osten mal Staatsdichter, mal Liebling des Westens.
Er selbst, als Sohn aus einem Augsburger Bürgerhaus mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein ausgestattet, wusste früh, was er wollte: ein radikal neues Theater – volksnah, sinnlich, vergnüglich und belehrend. Brechts Werke entstanden von Anfang an im Kollektiv, zu seiner Augsburger Zeit ebenso wie in den 15 Jahren seines Exils und später im Berliner Ensemble. Er schrieb 48 Dramen und über 2.000 Gedichte. Niemand außer Shakespeare wird weltweit mehr gespielt als Brecht. Die Lieder, die er zusammen mit Kurt Weill oder Hanns Eisler verfasste, sind Schlager geworden, darunter die Moritat von Mackie Messer und der Alabama-Song.
Seine Frau, die Schauspielerin Helene Weigel, hielt ihm den Rücken für die künstlerische Arbeit frei. Er hielt ihr die Treue. Doch treu, so sagt die Tochter Barbara Brecht-Schall, sei er eben auch anderen gewesen. Elisabeth Hauptmann, Margarete Steffin, Ruth Berlau – intelligente, fortschrittlich denkende Frauen fühlten sich zu Brecht hingezogen. Sie arbeiteten im Brecht’schen Lebens- und Arbeitskollektiv bis zur Selbstaufopferung.
Die Dokumentation zeigt Brecht als jemanden, dem seine geistige Unabhängigkeit das Wichtigste war. Sobald er diese bedroht sah, entzog er sich. So floh er aus der bayerischen Provinz nach Berlin, dann – auf der Flucht vor Krieg und Faschismus – einmal um die Welt, bis er sich in Ost-Berlin niederließ, weil er dort auf gute Bedingungen für seine Theaterarbeit hoffte. Doch Brecht blieb den DDR-Funktionären immer suspekt.

In der Dokumentation erzählen unter anderem die Schauspielerinnen Regine Lutz und Käthe Reichel, Brechts ehemalige Assistenten Manfred Wekwerth und Bernhard K. Tragelehn sowie seine Töchter Hanne Hiob und Barbara Brecht-Schall über ihr Leben und Arbeiten mit der Dichterikone Bertolt Brecht.

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