Deutschlands asozialste Familie

Deutschlands asozialste Familie

Deutschlands asozialste Familie – Doku
Familie Ritter

Jung, Brutal & Arbeitslos – Jugendliche packen aus

Jung, Brutal & Arbeitslos – Jugendliche packen aus

Jung, Brutal & Arbeitslos – Jugendliche packen aus

DOKU

Kein Job – Keine Hoffnung

Kein Job – Keine Hoffnung

Langzeitarbeitslose werden seit der letzten Arbeitsmarktreform in Deutschland von so genannten Fallmanagern betreut. Sie sollen sich um die speziellen Probleme ihrer Klienten beziehungsweise Kunden kümmern, um ihnen die Grundvoraussetzungen zu vermitteln, die für eine Teilnahme an der Arbeitswelt wichtig sind, zum Beispiel Zuverlässigkeit, Disziplin und Leistungswille. Die Dokumentation begleitet die Fallmanagerin Anja Thiele in Chemnitz.
Ronny ist 34 und war am Ende. Der arbeitslose Hilfsarbeiter war Alkoholiker und hatte sich über beide Ohren verschuldet. Inzwischen liegt eine Entziehungskur hinter ihm. Ein erster kleiner Schritt, um wieder arbeitsfähig zu werden. Zu verdanken hat Ronny diesen Neuanfang einer jungen Frau, die sich viel Zeit für ihn genommen hat: Anja Thiele. Sie ist Fallmanagerin – eine Job-Bezeichnung, die es seit der letzten Arbeitsmarktreform in Deutschland gibt. Sie versucht jenen, die den Boden unter den Füßen verloren haben, wieder auf die Beine zu helfen und sie – so weit es möglich ist – auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Angestellt ist Anja Thiele bei der ARGE in Chemnitz, einer Arbeitsgemeinschaft von Arbeitsamt und Kommune, die speziell Langzeitarbeitslosen eine Perspektive eröffnen soll.
Was aus Menschen werden kann, die lange Zeit arbeitslos sind und ihre sozialen Kontakte verlieren, weiß Anja Thiele nur zu gut. Sie kennt viele, die nicht einmal mehr zu einer eigenständigen Lebensführung fähig sind. Um solche Menschen bemüht sich die 30-Jährige. Denn auf dem Arbeitsmarkt hat nur derjenige eine Chance, der zuverlässig, diszipliniert und leistungsorientiert ist.
Die Dokumentation gewährt Einblicke in den Arbeitsalltag der Fallmanagerin und in die Lebenswelt ihrer Kunden, wie die Langzeitarbeitslosen im Fachjargon heißen. Und sie gibt Aufschluss darüber, welche zentrale Bedeutung eine geregelte Arbeit hat, um den Anschluss an die Gesellschaft wieder zu finden.

Alt, arm, arbeitslos

Alt, arm, arbeitslos

(Dokumentation) Alt, arm, arbeitslos

Zeitarbeit – Jobmotor oder Ausbeutung?

Zeitarbeit – Jobmotor oder Ausbeutung?

Zeitarbeit – was hat es damit auf sich? Reporter Christian Bock wollte es genau wissen, hat undercover angeheuert – und gleich bei seinem ersten Einsatz Überraschungen erlebt.

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Volkskrankheit Arbeitslosigkeit

Volkskrankheit Arbeitslosigkeit

Zeitverträge, Teilzeitarbeit, Kurzarbeit und prekäre Beschäftigungen mit aufstockenden Sozialleistungen halten viele Arbeitnehmer gefangen in einem Zyklus zwischen Beschäftigung und Arbeitslosigkeit. Massiver Protest bleibt aus.

In den 50er Jahren beschäftigte Peugeot im Stammwerk Sochaux bis zu 42.000 Mitarbeiter. Stadt- und Unternehmensentwicklung bedingten sich gegenseitig. Schulen, Verkehrsmittel, Geschäfte, Restaurants und sogar die Wohnungen für die zu Tausenden aus Nordafrika und Osteuropa angeheuerten Arbeiter waren auf Peugeot und seine Beschäftigten zugeschnitten. Wer eingestellt wurde, hatte ausgesorgt. Heute arbeiten im Werk von Sochaux noch 12.000 Beschäftigte. Aus den Kindern der einstigen Arbeiter sind Arbeitslose oder Zeitarbeiter geworden. Und direkt an den Fließbändern stehen nur noch 6.000 Arbeiter, von denen jeder Dritte befristet eingestellt wurde.

Teilzeitarbeit, Kurzarbeit und prekäre Beschäftigungsverhältnisse halten die Arbeitssuchenden in einem ewigen Zyklus zwischen Beschäftigung und Arbeitslosigkeit gefangen. Von dieser diskriminierenden Form der Beschäftigung sind insbesondere Frauen, junge Arbeitssuchende, nicht qualifizierte und ältere Arbeitnehmer betroffen. Der Dokumentarfilm schildert die Lebensbedingungen dieser Arbeitnehmer zweiter Klasse, die von Unternehmensbossen, Gewerkschaftern und Jobmanagern im Stich gelassen werden, und schenkt zugleich Soziologen und Volkswirten Gehör. Sie zeigt Ursachen und Auswirkungen dieser Ausdünnung der Beschäftigung und legt die wirtschaftlichen Mechanismen bloß, die diese Entwicklung begünstigen.

Welchen Stellenwert hat die Arbeit für diese enorme Anzahl von Kurzzeitarbeitslosen? Inwieweit bedienen sie die Interessen der Arbeitgeber in der vom Finanzkapitalismus regierten Wirtschaft? Welche Rolle spielt der Staat bei diesem sozialen Ausverkauf? Der Dokumentarfilm konfrontiert das Gefühl der Isolation der in prekären Beschäftigungsverhältnissen Lebenden mit dem Diskurs über die Freiheit der Unternehmer, das Unbehagen der Jobmanager mit den Zielvorgaben der Arbeitsagenturen und die besessene Arbeitssuche der Erwerbslosen mit dem Bild des ewig faulen Arbeitslosen.

Seit langem schon scheint die Arbeitslosigkeit für die Politik keine Priorität mehr zu haben. Über die Jahre hat der dauerhafte Arbeitsplätzemangel eine erhebliche Verschlechterung der Arbeitsbedingungen zur Folge und damit eine zunehmend ungewisse Zukunft für alle. Heute gibt es in Frankreich, alle statistischen Kategorien zusammengenommen, mehr als fünf Millionen Erwerbssuchende. Auf dem Stellenmarkt sind 60 Prozent, also zwei Drittel der Angebote, auf weniger als einen Monat befristet.

Das Thema Arbeitslosigkeit ist derzeit aktueller denn je. Die weltweite Finanzkrise hat für sinkende Beschäftigtenzahlen in verschiedenen europäischen Ländern gesorgt. Aber wirtschaftliche Rezession ist nicht unbedingt gleichbedeutend mit massenhaftem Verlust von Arbeitsplätzen. Das hat die vergangene Krise, die im Herbst 2007 begann, zumindest für Deutschland gezeigt. Ein großangelegtes Konjunkturprogramm und die flächendeckende Einführung von Kurzarbeit haben vielen Beschäftigten in Deutschland ihren Arbeitsplatz erhalten. Dennoch gab es Leidtragende unter den Arbeitnehmern. Vor allem befristete Arbeitsplätze entfielen, und sinkende Löhne sowie gestrichene Sozialleistungen haben die Anzahl derer steigen lassen, die in Armut zu geraten drohen. Der Themenabend dokumentiert in zwei Beiträgen die Situation in Frankreich – hier gibt es immer mehr Menschen, die sich in einem Teufelskreis von Teilzeitarbeit, Zeitarbeit und Arbeitslosigkeit bewegen. In Deutschlands Musterregion Baden-Württemberg ist die Arbeitslosigkeit zwar rückläufig, doch auch hier droht immer größeren Kreisen die Verarmung.

Die Hartz Maschine – Geschäfte mit der Arbeitslosigkeit

Die Hartz Maschine – Geschäfte mit der Arbeitslosigkeit

Die Hartz Maschine - Geschäfte mit der ArbeitslosigkeitDie Konjunktur bringt Schwung in den Arbeitsmarkt, nur bei den Langzeitarbeitslosen tut sich nichts. Die Bundesanstalt für Arbeit räumt ein, dass über die Hälfte von ihnen „Kunden mit komplexer Profillage“ seien, Hartz-Chinesisch für „nicht mehr vermittelbar“.

Um sie kümmern sich verstärkt Bildungsträger und machen damit Milliardengeschäfte. Es gibt Strickseminare, Supermärkte mit Gummieiern, Theaterkurse und Telefonausbildung. „Maßnahmen“, angeboten von einem Wirtschaftszweig, dem es umso besser geht, je mehr Menschen auf staatliche Hilfe angewiesen sind.

Jeden Monat kassieren diese Bildungsträger 500 bis 800 Euro pro Teilnehmer von den Jobcentern für solche oft halbjährlichen Kurse. Manche Arbeitslose sitzen bereits zum fünften Mal im Seminar „Wie bewerbe ich mich richtig?“.

Alt, arm, arbeitslos – Immer mehr Ältere rutschen ab

Alt, arm, arbeitslos – Immer mehr Ältere rutschen ab
Die Bundesregierung malt ein rosiges Bild: die Älteren seien die Gewinner am Arbeitsmarkt. Immer mehr ältere Arbeitnehmer seien in Beschäftigung, wie Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen gerne betont. Rente mit 67 – kein Problem! Sogar über die Rente mit 69 wird mittlerweile offen diskutiert. Doch stimmt die Erfolgsgeschichte überhaupt? Dieser Frage gehen die Autoren des „ARD-exclusiv: Alt, Arm, Arbeitslos – immer mehr Ältere rutschen ab“ nach. Sie haben ältere Arbeitslose begleitet, im Alltag zwischen Jobcenter, Jobsuche und Minijob und dabei festgestellt: Es gibt (mehr …)

In meiner Familie arbeitet niemand – 2. Generation Hartz IV

In meiner Familie arbeitet niemand – 2. Generation Hartz IV

Im Februar 2010 waren 188.000 Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren Hartz IV-Empfänger. Vielen von ihnen fehlt es nicht am Willen, arbeiten zu gehen. Es fehlen ihnen vielmehr einfach die Voraussetzungen dazu. Eine Risikogruppe sind die jährlich 70.000 Schulabbrecher. Doch ohne Bildung sind sie nicht vermittelbar auf dem Arbeitsmarkt. Einige sagen klar: “Warum soll ich arbeiten? Das Geld kommt doch vom Staat.” Andere kämpfen für ein besseres Leben. Christiane B. (46) und Frank S. aus Berlin leben seit Jahren von Hartz 4.

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Die Heimlichtuer – Arbeitslose und ihr Doppelleben

Die Heimlichtuer – Arbeitslose und ihr Doppelleben

Sie sind arbeitslos, versuchen dies jedoch gegenüber ihrer Umwelt zu verheimlichen und spielen Familie und Freunden ein geregeltes Arbeitsleben vor. Autor Walter Krieg hat drei Menschen mit der Kamera begleitet, die ein solches Doppelleben führen. Die Dokumentation beschreibt ihren Alltag und erzählt, wie sie in diese Situation geraten sind. Es ist ein Film über Existenzängste, Realitätsverlust und den verzweifelten Versuch, Würde zu bewahren. Und über eine Gesellschaft, in der Arbeitslosigkeit vielfach noch als selbstverschuldet und Makel gilt.

Jeden Morgen bringt Jutta ihre beiden Kinder mit dem Auto zur Schule und fährt dann weiter zur Arbeit. Jedenfalls glauben das die Kinder und ihr Ehemann. Sie hat ihren Job in der Anzeigenabteilung einer Zeitung verloren und empfindet ihre Arbeitslosigkeit als Makel und Schande. Sie schämt sich so dafür, dass sie alle glauben lässt, sie führe immer noch dorthin zur Arbeit. Stattdessen drückt sich Jutta in Einkaufszentren oder Parks herum – immer in der Angst, erkannt zu werden. Als sie am Ende immer dringlicher Geld braucht, arbeitet sie in ihrer Verzweiflung heimlich als Prostituierte. Erst bei einem Ehestreit kommt alles ans Tageslicht und Juttas Welt liegt in Trümmern.

Arthur hat einen sehr gut bezahlten Job als leitender Angestellter in einem Unternehmen für Autoteile, ein Einfamilienhaus am Rand einer bergischen Kleinstadt, eine funktionierende Ehe und viele Bekannte. Als ihm unerwartet gekündigt wird, sieht er das alles in Gefahr. Treibt ihn diese Angst dazu, seiner Familie, seinen Freunden und Verwandten die Arbeitslosigkeit zu verheimlichen und nach wie vor jeden Morgen – standesgemäß mit Hemd und Krawatte – aus dem Haus zur „Arbeit zu gehen“? Tatsächlich packt er seine Thermoskanne jetzt auf dem Arbeitsamt aus und studiert stundenlang die Jobangebote. Dann macht er sich Gedanken, wie er die quälend lange Zeit bis zum „Feierabend“ verbringen kann, ohne dabei auf Bekannte zu treffen. Doch schließlich muss er seiner Frau gestehen, dass alles Erspartes aufgebraucht ist und er sie monatelang belogen hat.

Auch Werner hat seinen Job verloren und war einige Zeit auf Arbeitssuche. Weil er die besorgten Fragen von Familie und Freunden nicht mehr aushält, erzählt er allen, dass er wieder Arbeit hat. Monatelang lebt er von Erspartem. Als kein Geld mehr übrig ist und er nicht mehr weiter weiß, tut er etwas, was er heute nicht mehr versteht. Er überfällt immer wieder kleinere Drogeriemärkte, um Geld für Miete und Lebensmittel zu haben. Zwei Jahre zieht er das so durch, bis er am Ende gefasst und zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt wird. Heute kann er sich eingestehen, dass ihm der äußere Schein zu wichtig war, dass seine Freunde ihn wegen seiner Arbeitslosigkeit nicht verachtet, sondern ihm geholfen hätten, dass er eine Fassade aufrecht gehalten hat, die irgendwann einstürzen musste.

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