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Schlimmer als der Tod – Flugzeugabsturz in den Anden – 1972

Kategorien: 720p (HD), Gesundheit & Medizin, Körper, Luftfahrt, Menschen, Online, Pilot

Uruguayan Air Force Flight 571 war ein Flug der Luftwaffe Uruguays von Montevideo nach Santiago de Chile. Die Maschine vom Typ Fairchild-Hiller FH-227 zerschellte am 13. Oktober 1972 an einem Berghang in den Anden in 4000 Metern Höhe. Nach 72 Tagen im Eis konnten 16 von 45 Insassen gerettet werden. Mehrere Überlebende wagten Expeditionen in verschiedene Richtungen, mussten aber zu ihrem Entsetzen feststellen, dass die Erkundungstouren große Gefahren mit sich brachten. Abgesehen von der konstanten Gefahr zu erfrieren, erblindete einer beinahe (Schneeblindheit), einem anderen fror fast ein Fuß ab, wiederum ein anderer wäre beinahe in eine Gletscherspalte gefallen. Außerdem war die Luft in dieser Höhe zu dünn, um größere Anstrengung zu ermöglichen. Zu den Personen mit der besten körperlichen Verfassung gehörten Fernando Parrado, Roberto Canessa und Antonio Vinzintin, die den katastrophalen Bedingungen einigermaßen trotzen konnten. Einen Hoffnungsschimmer sahen die Überlebenden, als die Expeditionsteilnehmer das fehlende Heck drei Kilometer entfernt vom Rumpf fanden. Sie erhofften sich, das Funkgerät im Cockpit mit der Batterie aus dem Heck betreiben zu können. Dieser Versuch scheiterte jedoch.

Die bittere Ironie des Schicksals lag darin, dass Parrado, Canessa und Vinzintin bei einer vorigen Expedition – hätten sie die Richtung beibehalten – nach insgesamt acht Kilometern zu einem Hotel gelangt wären. Dieses stand zwar zu dieser Zeit leer, dort hätten aber Proviant, Erste-Hilfe-Kästen und saubere Kleidung zur Verfügung gestanden. Am 13. Dezember, 62 Tage nach dem Absturz, begaben sich Parrado, Canessa und Vinzintin auf eine Expedition zum Erreichen der Zivilisation. Die Expedition ging nur mühevoll voran. Zwei Tage lang konnten die restlichen Überlebenden vom Flugzeug aus die Expedition mitverfolgen. Am dritten Tag kehrte Vinzintin um, damit Parrado und Canessa größere Nahrungsvorräte hatten. Vinzintin benötigte lediglich wenige Stunden, um zur Absturzstelle zurückzukehren. Nach zehn Tagen gelang es Parrado und Canessa, die Anden zu überwinden und Kontakt zur Zivilisation herzustellen. Sie wurden von dem chilenischen Hirten Sergio Catalán gefunden, der sie mit zu sich auf seine Hazienda nahm und die entkräfteten jungen Männer mit Essen versorgte. Anschließend verständigte er einige Soldaten der chilenischen Armee, die alles weitere in die Wege leiteten, um die Überlebenden aus den Bergen zu retten. Am 22. und am 23. Dezember wurden die restlichen 14 Überlebenden gerettet und ins Krankenhaus in Santiago gebracht, wo die Ärzte feststellten, dass sich lediglich einer von ihnen in einem bedenklichen Zustand befand.

Die Leichen bzw. die Überreste wurden vom Militär ungefähr einen halben Kilometer von der Absturzstelle entfernt (außerhalb der Lawinengefahrenzone) unter Steinen begraben. Zudem wurde ein Kreuz mit der Aufschrift „Näher, mein Gott, zu Dir“ als Gedenkmal aufgestellt. Der Flugzeugrumpf wurde anschließend mit Benzin übergossen und verbrannt. Überlebt haben das Unglück Fernando Parrado, Roberto Canessa (Musculo), Antonio Vizíntin (Tintin), Alfredo Delgado (Pancho), Ramón Sabella (Moncho), Eduardo Strauch, Daniel Fernandéz, Adolfo Strauch (Fito), Alvaro Mangino, Pedro Algorta, Javier Methol, Roy Harley, Gustavo Zerbino, Roberto Francois (Bobby), Carlos Páez Rodriguez (Carlitos) und José Inciarte (Coche). Unter den Toten waren auch alle fünf Besatzungsmitglieder: Pilot, Copilot, Navigator, ein Techniker und ein Steward. In Erinnerung an die wundersame Rettung widmete der Künstler Carlos Páez Vilaró seinem Sohn Carlitos die extravagante Villa Casapueblo bei Punta del Este in Punta Ballena.

Die Überlebenden leben noch heute in enger Nachbarschaft zusammen in dem Stadtviertel Carrasco der Hauptstadt Montevideo. Die tragischen Ereignisse haben sie zu Freunden und Vertrauten gemacht. Einige der Überlebenden halten heute weltweit Vorträge zum Thema Überleben in Extremsituationen. Zudem waren auch einige von ihnen als Experten beim Grubenunglück 2010 in Chile tätig.

Schlimmer als der Tod - Flugzeugabsturz in den Anden - 1972, 5.0 out of 5 based on 1 rating

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