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Russland und China – Die neuen Energie Supermächte – Doku, Dokumentation

Kategorien: 360p, Asien, China, Geld, Geschichte, Klima, Länder, Natur, Online, Pflanzen, Russland, Technologie, Tiere, Wirtschaft, Wissenschaft & Forschung

Russland und China – Die neuen Energie Supermächte – Doku, Dokumentation

Die Nachfrage nach fossilen Energien ist groß. China ist für ein Drittel des weltweiten Wachstums des Erdölverbrauchs verantwortlich. Russland hingegen ist der globale Gigant für Öl- und Gaslieferungen. Auf der Suche nach den Öl- und Gasförderstätten dieser Welt reisten die Autoren der Reportage von Aserbeidschan, über die Erdgasfelder in Sibirien bis zum größten Ölfeld in China bei Daqing.

Russland und China - Die neuen Energie Supermächte - Doku, Dokumentation, 3.5 out of 5 based on 2 ratings
  1. Sandro Valecchi

    22. Mai, 2014

    Der Energiehunger Europas wird bis 2030 um 20 Prozent wachsen. Gedeckt wird Deutschlands Energiebedarf zu 36 Prozent aus Erdöl, zu 24 Prozent durch Kohle und etwa gleichviel durch Erdgas. Wichtigster Lieferant bei Öl und Gas ist Russland.

    Nicht nur Deutschland, ganz Europa ist abhängig von russischen Öl- und Gasimporten. Europa bezieht 30 Prozent seines Öls vom östlichen Nachbarn und 40 Prozent seines Gases. Für Deutschland liegt dieser Anteil noch etwas höher.

    Aber auch China und Russland sind sehr energieintensive Verbraucher: Primär-Energie-Verbrauch:

    Allein Chinas Energiebedarf wird im selben Zeitraum um 100 Prozent ansteigen. Was es bedeutet, wenn Schwellenländer wie Indien und China mit dem Westen um die knappen Ressourcen auf dem Weltmarkt konkurrieren, lässt sich schon absehen.

    Mit Abstand wichtigster Energieträger zur Deckung des russischen Primär-Energie-Verbrauch ist Erdgas. Dieser Anteil am Primärenergieverbrauch liegt bei gut der Hälfte. Er ist in den letzten 15 Jahren gestiegen, während der Anteil des Erdöls als zweitwichtigster Primärenergieträger auf rund ein Fünftel zurückging.
    Die Energieintensität der russischen Wirtschaft, also die Energiemenge, die zur Produktion einer Einheit der gesamtwirtschaftlichen Produktion erforderlich ist, ist mehr als dreimal so hoch wie im EU-Durchschnitt, obwohl sie von 2000 bis 2004 um 21 % gedrückt wurde. Wirtschaftszweige mit hoher Energieintensität wuchsen langsamer als solche mit niedriger Energieintensität.
    Durch Maßnahmen für einen effizienteren Energieeinsatz könnten aber noch rund 30 bis 40 % der in Russland verbrauchten Energie eingespart werden, erklärte Industrie- und Energieminister anlässlich eines deutsch-russischen Energieforums im Frühjahr 2007. Allerdings benötige Russland dafür den Zugang zu modernen Technologien, Materialien und Ausrüstungen. Gründe für die hohe Energieintensität der russischen Wirtschaft seien die ungünstigeren klimatischen Bedingungen in Russland (strenge Winter), der höhere Anteil der Industrie an der Entstehung des BIP (60 %) und die technisch veralteten Stromerzeugungskapazitäten. Das reicht zur Erklärung aber nicht aus.
    Wichtigster Schritt zu mehr Energieeffizienz in Russland wäre eine Anhebung der Binnenmarktpreise für Strom und Wärme. Die niedrigen Energiepreise in Russland, die aus der Preispolitik in der Zeit der Sowjetunion herrühren, spiegeln nicht die tatsächlichen Kosten wider.
    Durch eine Anhebung der Energiepreise könnten Einsparungen und Investitionen in Ressourcen schonende Technologien stimuliert werden. Russlands Regierung hat das inzwischen erkannt. So sollen die Gaspreise für einheimische Verbraucher von rund 55 $ je 1000 Kubikmeter schrittweise auf 125 $ erhöht werden.
    Für mögliche Einsparungen bietet zum Beispiel der Gebäudesektor reiches Anschauungsmaterial. Unzureichende Wärmedämmung, undichte Fenster und ineffiziente Lüftungssysteme sind bislang Schwachpunkte vieler Häuser. Bei staatlichen Wohnungsbauprogrammen in den Jahren der Sowjetunion ging es in erster Linie um die Zahl der gebauten Quadratmeter und die Einhaltung von Terminen, nicht um die Qualität der Wohnungen. Die Wärmedämmung wurde vernachlässigt, Heizungen nicht regelbar ausgeführt. Man findet in russischen Plattenbauwohnungen oft gar keine Heizkörper. Ihre Funktion erfüllen Rohre, die in die Wände einbetoniert sind. Die Wassertemperatur in den Heizungsrohren wird zentral für alle Wohnungen in einem Heizwerk der Wetterlage angepasst. Da es bei diesem System kaum möglich ist, die Wärme gleichmäßig über alle Wohnungen zu verteilen, müssen einige Familien chronisch frieren bzw. mit elektrischen Geräten oder dem Backofen nachheizen, während andere den ganzen Winter mit geöffneten Fenstern leben.
    Mangels Messgeräten bezahlen auch heute noch viele Haushalte Wasser, Gas, Heizwärme und manchmal sogar Strom mit Monatspauschalen. Da Letztere von den meisten Menschen als „sowieso zu hoch“ empfunden werden, möchte jeder dann wenigstens möglichst viel davon haben, was wiederum den Verbrauch anheizt und zu steigenden Pauschalen führt: ein Teufelskreis der Energieverschwendung wird in Gang gesetzt.
    Die Deutsche Energie-Agentur schätzt, dass in Russland bei einer Modernisierung des Wohnbestandes nach westeuropäischen Standards jährlich Brennstoffe im Äquivalent von 72 Mrd. Kubikmetern Erdgas eingespart werden könnten. Das entspricht der Hälfte der russischen Gasexporte.

    Ausblick:
    Energiekosten diktieren das wirtschaftliche Wachstum, und Energiepolitik wird Machtpolitik. Jede politische Veränderung, jede neue Spannungslage in einem Energieförderland und Transitland treibt sofort die Preise in die Höhe. Sandro Valecchi, Analyst

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