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Ramses – Die verschollene Metropole des Pharao

Kategorien: 360p, Ägypten, Ägyptologie, Archäologie, Online, Persönlichkeiten, Umwelt, Wissenschaft & Forschung

556 ramses die verschollene metropole des pharao Ramses   Die verschollene Metropole des PharaoEinst war sie Mittelpunkt eines Weltreichs, doch dann verschwand sie im Dunkel der Vergangenheit: Pi-Ramesse, die glanzvolle Hauptstadt des mächtigen Pharaos Ramses II., genannt “der Grosse”. Die geheimnisumwitterte Metropole war politisches und kulturelles Zentrum des ägyptischen Reichs, aber nach ihrem Untergang geriet sie rasch in Vergessenheit. Die “Universum”-Dokumentation “Ramses – Die verschollene Metropole des Pharaos” von Mark Everest und Dan Clifton begibt sich in der deutschen Bearbeitung von Andrea Gastgeb am Donnerstag, dem 20. September, um 20.15 Uhr in ORF 2 auf eine archaeologische Spurensuche. Um das Raetsel von Pi-Ramesse zu loesen, war detektivische Kleinarbeit notwendig – aber schliesslich wurden die Ruinen der versunkenen Hauptstadt im Wüstensand freigelegt. Erbaut vor mehr als 3.000 Jahren, erwacht Pi-Ramesse in spektakulaeren Bildern und aufwendigen Computeranimationen zu neuem Leben. Dank faszinierender Spielszenen werden Zuseherinnen und Zuseher Zeugen des historischen Lebens und Treibens im antiken Pi-Ramesse sowie des Wirkens von Ramses dem Grossen.

Als der französische Aegyptologe Pierre Montet in den 1920er Jahren mit Ausgrabungen in Tanis im Nildelta begann, sah er sich am Ziel seiner Traeume. Der Wissenschafter glaubte, er habe Pi-Ramesse, die verschollene Hauptstadt Ramses des Grossen, entdeckt. Auf dem weitlaeufigen Gelaende fand er mehr als hundert gigantische Statuen des beruehmten Pharaos, die allesamt seine Namenskartusche trugen. Von den Sockelfundamenten der Monumente, von Tempeln und Gebaeuden aus der Zeit des aegyptischen Regenten fehlte allerdings jede Spur. Dieser Grabungsbefund machte einige Mitarbeiter und Fachkollegen Montets stutzig, weist er doch darauf hin, dass Tanis nicht mit Pi-Ramesse identisch sein konnte.

Über Jahrtausende rankten sich Legenden um die Metropole im östlichen Nildelta, die sogar in der biblischen Moses-Geschichte erwaehnt wird. Schon Sethos I. hatte mit dem Bau begonnen, sein Sohn Ramses II. vollendete das Mammutwerk und machte Pi-Ramesse, “Das Haus von Ramses”, 1269 vor Christus zum Regierungssitz. Hymnen preisen die Schoenheit und Pracht der pulsierenden Hafenstadt am Pelusischen Nilarm. Etwa 300.000 Einwohner lebten dort auf einer Flaeche von mehr als 30 Quadratkilometern. Doch wie konnte eine solche Megacity ganz einfach verschwinden? Und welche Bedeutung hatten die Granitkolosse in Tanis?

Erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts gelang es Wissenschaftern, das Rätsel zu loesen. Der österreichische Archaeologe Manfred Bietak erforschte den jahrtausendelangen wechselvollen Verlauf der Nilarme und stiess nach muehevoller Auswertung von Sedimentschichten und darin enthaltener Funde auf jenen Ort in der Wüste, an der einst Pi-Ramesse in vollem Glanz erstrahlte. Rund 30 Kilometer von Tanis entfernt stiess der Wissenschafter auf die Ruinen der Ramses-Residenz. Gemeinsam mit seinem deutschen Kollegen Edgar Pusch graebt er seither in dem riesigen Areal. Mit der systematischen Freilegung von Pi-Ramesse konnten die Archaeologen und ihre Teams die Metropole des Grossen Pharaos wieder zu neuen Leben erwecken: Sie brachten die Überreste von Tempeln, Palaesten, Wohngebaeuden und Werkstaetten aus Lehmziegeln zutage. Stallungen fuer viele hundert Pferde sowie Trensen aus Bronze und Einzelteile von Kampfwagen belegen, dass die Streitwagengarnison des Pharaos keine Erfindung des Alten Testaments ist, sondern wirkliche Schlachten schlug. Denn von Pi-Ramesse aus konnte das Heer rasch nach Palaestina ziehen, um Aufstände gegen den Herrscher niederzuschlagen. Zusätzlich sorgten mindestens zwei Nilhaefen dafuer, dass die Stadt enorme Bedeutung fuer den Handel weit über die Grenzen des alten Aegyptens hinaus erlangte.

Noch lange nach dem Tod Ramses des Grossen war die Stadt bewohnt. Erst als der Pelusische Nilarm allmählich versandete, war der Niedergang der Handelsmetropole nicht mehr aufzuhalten. Ohne genuegend Wasser und direkte Anbindung an den Nil fehlte der Hafenmetropole die Lebensgrundlage. So errichtete die nachfolgende Dynastie ihr Machtzentrum an einem anderen Nilarm, nämlich in Tanis. Damit waren sie dem mächtigen Nil, der Lebensader Ägyptens, wieder ganz nahe. Die riesigen Statuen und die Obelisken des Pharaos transportierte man aus Pi-Ramesseab und stellte sie an dem neuen Ort wieder auf. Zurückgelassen wurden nur die abgehackten Füsse der Monumente, die noch heute in den Feldern rund um die Ausgrabungsstaette von Pi-Ramesse zu sehen sind.

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