Im Kopf des Bankers: Wo jedes Maß verloren ging
Jede Krise hat ihre eigenen Umstände — die Immobilienkrise von 1990 etwa, die Dotcom-Krise von 2000 oder die UBS-Krise von 2008. Doch all diesen Krisen, auch den aktuellen, ist eines gemeinsam: fatale Fehleinschätzungen der Risiken, die zum Teil das Ausmaß von Realitätsverlusten aufweisen. Warum zeigen sich Banker bloß so wenig lernfähig? “Bis jetzt hatten die Banker wenig Veranlassung, aus Fehlern zu lernen, weil sie gerettet oder jedenfalls nicht sanktioniert wurden”, erklärt ein einstiger UBS-Risikomanager. “Leider muss ich als Liberaler schweren Herzens sagen, dass man die Banken an die Kandare nehmen muss”, sagt ein anderer, der nach 30 Jahren Bankbusiness ausgestiegen ist. “Ich sah keinen Lebenssinn mehr darin, Reiche noch reicher zu machen.” Und ein ehemaliger Investmentbanker wechselte in die Realwirtschaft, weil er den Respekt vor seinen Kollegen verloren hat: “Einige von ihnen hätten auch ihre Großmutter verkauft, um einen guten Deal zu machen.” Hans-Peter Portmann, überzeugter Banker und Zürcher FDP-Politiker, ist besorgt ob dem schlechtem Ruf des Bankgewerbes: “Das macht mir sehr zu schaffen, auch viele meiner Kollegen leiden darunter, dass wir heute ein so schlechtes Image haben.”
Die Kreditkartenmafia – Das digitale Geld und seine Probleme – Phoenix
Edgar Verheyen kam eines Tages nach Hause und fand eine Rechnung eines T-Shirt-Versandhandels im Briefkasten: Ein gewisser Tony Bettine hatte in Parabiago bei Mailand für rund 1.000 Euro Shirts bestellt und mit Verheyens Kreditkarte gezahlt. Verheyen erstattete Strafanzeige bei der Polizei, begann Recherchen zum Thema Sicherheitslücken im Kreditkarten-Bezahlsystem und suchte in Italien nach Tony Bettine.
Die Kreditkartenmafia – Das digitale Geld und seine Probleme – Phoenix
Finanzkrise – Der Fall der Giganten
Wie konnte der gesamte US-Finanzmarkt innerhalb kürzester Zeit so dramatisch einbrechen und damit die gesamte Welt in eine tiefe Rezession stürzen? Die Dokumentation analysiert die Zusammenhänge. Es war eine Serie von Ereignissen und Entscheidungen, die schließlich zum Untergang der Wallstreet Bank Lehmann Brothers führten. Lehman Brothers: Die Investmentbank wurde 1850 gegründet und meldete im September 2008 Insolvenz an. Mit dem Bankrott von Lehmann Brothers entstand durch die Vernetzung der internationalen Märkte ein Dominoeffekt auf den Finanzmärkten von nie dagewesener Größe und Geschwindigkeit.
Paul Krugman ist Wirtschaftsnobelpreisträger und Professor für Volkswirtschaftslehre an der Princeton University. Der Sachbuchautor und Kolumnist der New York Times kommentiert in diesem “Menschen & Mächte spezial”: “Ich bin sicher, dass Finanzminister Paulson irgendwo sitzt und sagt: “Mein Gott, wir haben es mit der zweiten großen Depression zu tun”. Das ist der schlimmste Alptraum, den ein Wirtschaftspolitiker haben kann”.
Herbst 2007: Der Immobilienmarkt beginnt zu schwanken. 300.000 Häuser werden zwangsversteigert. Bear Stearns: Die Investmentbank wurde 1923 gegründet und rückte im Frühling 2008 ins Rampenlicht, als ihre Bargeldmittel und das Vertrauen der Kunden schwindet. Binnen weniger Stunden schrumpfte ihr Aktienwert auf einen Bruchteil ihres bisherigen Wertes. Bear Stearns wurden quasi zwangsweise auf Befehl des damaligen US-Finanzministers Henry Paulson an J.P. Morgan verkauft. Einige Monate später folgte der Zusammenbruch der Bank Lehmann Brothers. Paulson ließ sie in den Bankrott abstürzen, ohne zu ahnen, welche Lawine er damit auslöste.
Ein Finanzunternehmen nach dem anderen kam in eine bedrohliche Krise. Finanzminister Paulson und Zentralbankchef Ben Bernanke mussten, um das US-Finanzsystem und die amerikanische Wirtschaft zu retten, die neun größten Banken des Landes verstaatlichen. Inzwischen hat die Zentralbank hunderte Milliarden Dollar an Kapitalspritzen verteilt. Und keiner weiß, ob das genug sein wird.
Wilhelm Nölling – Auswirkungen der Euro-Währungsunion
Wilhelm Nölling in der Pressekonferenz zur Verfassungsbeschwerde gegen die Griechenlandhilfe von 07.07.10 zusammen mit Prof Schachtschneider, Prof. Hankel & Joachim Starbatty.
Wilhelm Nölling ist ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler.
Von 1982 bis 1992 war er Präsident der Landeszentralbank in Hamburg und Mitglied des Zentralbankrates der Deutschen Bundesbank.
Seit 1992 ist Nölling als Lehrbeauftragter und seit 1995 als Professor im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften an der Universität Hamburg tätig. 1992 gründete er die Ost-West-Beratungs-Agentur in Hamburg.
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Der große Crash: Die Pleite der Lehman Brothers
Fast ein Jahr nach dem dramatischen Krisengipfel in New York im Herbst 2008, zeigt die Dokumentation “Der große Crash — Die Pleite der Lehman-Bank” von Guy Smith und Jean-Christoph Caron, wie es am Wochenende vom 12. bis 14. September 2008 zu dem großen Crash kam, der die gesamte Weltwirtschaft in Gefahr brachte. An jenem Wochenende trafen sich in New York mächtige Finanzpolitiker, Großinvestoren und Bankenbosse zu einem brisanten Krisengipfel. Der damalige US-Finanzminister der Regierung Bush, Henry Paulson, hatte in das Gebäude der US-Notenbank in der Liberty Street in Manhattan geladen. Die Investmentbank Lehman Brothers drohte zu kollabieren. 48 Stunden berieten die Finanzführer über das Schicksal der Bank: Helfen oder Pleite gehen lassen? Es war ein Pokerspiel um Macht und Milliarden. Niemand ahnte damals, dass der Ausgang dieses Treffens die Weltwirtschaft in den Grundfesten erschüttern würde. Finanzminister Paulson hatte erst kurz zuvor andere marode Finanz- institute mit Staatsgeldern gestützt. Vergeblich warnten europäische Bankmanager ihn davor, ausgerechnet die international vernetzte Großbank Lehman Brothers fallen zu lassen. Am Nachmittag des 14. September aber war die Pleite des Bankhauses Lehman besiegelt: Die Entscheidung am Krisentisch war gegen eine Rettung gefallen, die schwarzen Limousinen der Finanzführer verließen eilends die Zentralbank. Soeben war eine Kernschmelze des globalen Bankensystems ausgelöst worden. Viel schlimmer noch: Mit den verlorenen Milliarden- summen sollte auch das Grundvertrauen in die Stabilität des westlichen Wirtschaftssystems erodieren — eine der größten Weltwirtschaftskrisen seit 1929 nahm ihren Lauf. Die Dokumentation “Der große Crash” rekonstruiert die entscheidenden 48 Stunden im September 2008. Wer und was gab den Ausschlag dafür, Lehman Brothers fallen zu lassen? War es das kurzsichtige Kalkül der US-Republikaner, in der heißen Phase des Wahlkampfes 2008 nicht für unpopuläre Milliardenhilfen an eine Großbank einstehen zu müssen? Spielten gar persönliche Animositäten zwischen den einstigen Weggefährten Paulson und Bankboss Fuld eine Rolle? Oder war es ein kollektives Versagen mächtiger Finanzführer, die die Gefahr des “Lehman-Effektes” für die Weltwirtschaft schlicht unterschätzten? In dieser Koproduktion geben hochrangige Teilnehmer des Lehman-Wochenendes exklusive Einblicke in die 48 Stunden vor dem großen Crash — darunter auch die Verhandlungsführer der beteiligten Großbanken. (Film von Guy Smith und Jean-Christoph Caron)
Jörg Buschbeck -Wie falsches Sparen Finanzkrisen auslöst – von Global Change Now
Jörg Buschbeck: Vortrag über simple Denkfehler in unserem Geldsystem und Lösungsansätze wie eine Geldreform vor oder nach einem Schuldenschnitt aussehen kann.
Weblinks:
http://www.globalchangenow.de
Zeitgeist der Film – Komplett Deutsch (German)
Zeitgeist, der Film wurde von Peter Joseph als Non-Profit Film produziert und behandelt das Thema Macht in all seine Facetten. Dabei ist der Film weit mehr als nur noch eine weitere Verschwörungstheorie! Angefangen von der Entstehung und Bedeutung von Religionen über die Kreierung eines gemeinsamen Feindbildes bis hin zur gezielten Planung und Durchführung von Kriegen. Alles mit dem Ziel ein Feindbild zu schaffen um die Nation zusammenzuhalten und die Reichen und Mächtigen dieser Welt in ihrem Einfluss noch weiter zu stärken. Man könnte sagen es handelt sich bei Zeitgeist um Verschwörungstheorien, doch die Frage stellt sich: Was ist, wenn doch was wahres dran ist ?! Die hier angesprochen Themen sind nicht nur für die USA relevant sondern betreffen jeden von uns.
Teil 1: Religion und Kirche als Mittel zur Macht und Unterdrückung des Volkes
Teil 2: Wie 9/11 den USA den Krieg gegen Terror brachte und die schöne neue Welt in der wir jetzt leben
Teil 3: Die Macht der Zentralbanken – Wer sie steuert und was sie im Schilde führen
http://www.thezeitgeistmovement.com/
http://www.thevenusproject.com/
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http://www.youtube.com/user/thevenusprojectmedia
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Zeitarbeit – Jobmotor oder Ausbeutung?
Zeitarbeit – was hat es damit auf sich? Reporter Christian Bock wollte es genau wissen, hat undercover angeheuert – und gleich bei seinem ersten Einsatz Überraschungen erlebt.
Die Welt auf Pump – Doku über Staatsverschuldung
Angeblich haben wir über unsere Verhältnisse gelebt, uns zu viel geleistet: Auf jedem Deutschen lastet eine Staatsschuld von fast 26.000 Euro. Weltweit stehen die Industrieländer mit 55 Billionen Euro in der Kreide. Jetzt sollen es die Bürger richten – sprich Sparen, hämmert uns die Politik ein. Die Staatsverschuldung hat weltweit Billionen umverteilt – von unten nach oben. Mit den Schulden explodierten die Vermögen der Millionäre dieser Welt. Warum? Gierige Banker? Arglose Politiker? In einem Gewinnmaximierungssystem, das angeblich alternativlos ist? Die Staatsverschuldung und die Dominanz der Finanzoligarchie ist eine Gefahr für unser Gemeinwesen und die Demokratie, urteilt der Wirtschaftsexperte Prof. Max Otte.
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Sind unsere Staaten bald Bankrott?
Sind unsere Staaten bald Bankrott?
Volkskrankheit Arbeitslosigkeit
Zeitverträge, Teilzeitarbeit, Kurzarbeit und prekäre Beschäftigungen mit aufstockenden Sozialleistungen halten viele Arbeitnehmer gefangen in einem Zyklus zwischen Beschäftigung und Arbeitslosigkeit. Massiver Protest bleibt aus.
In den 50er Jahren beschäftigte Peugeot im Stammwerk Sochaux bis zu 42.000 Mitarbeiter. Stadt- und Unternehmensentwicklung bedingten sich gegenseitig. Schulen, Verkehrsmittel, Geschäfte, Restaurants und sogar die Wohnungen für die zu Tausenden aus Nordafrika und Osteuropa angeheuerten Arbeiter waren auf Peugeot und seine Beschäftigten zugeschnitten. Wer eingestellt wurde, hatte ausgesorgt. Heute arbeiten im Werk von Sochaux noch 12.000 Beschäftigte. Aus den Kindern der einstigen Arbeiter sind Arbeitslose oder Zeitarbeiter geworden. Und direkt an den Fließbändern stehen nur noch 6.000 Arbeiter, von denen jeder Dritte befristet eingestellt wurde.
Teilzeitarbeit, Kurzarbeit und prekäre Beschäftigungsverhältnisse halten die Arbeitssuchenden in einem ewigen Zyklus zwischen Beschäftigung und Arbeitslosigkeit gefangen. Von dieser diskriminierenden Form der Beschäftigung sind insbesondere Frauen, junge Arbeitssuchende, nicht qualifizierte und ältere Arbeitnehmer betroffen. Der Dokumentarfilm schildert die Lebensbedingungen dieser Arbeitnehmer zweiter Klasse, die von Unternehmensbossen, Gewerkschaftern und Jobmanagern im Stich gelassen werden, und schenkt zugleich Soziologen und Volkswirten Gehör. Sie zeigt Ursachen und Auswirkungen dieser Ausdünnung der Beschäftigung und legt die wirtschaftlichen Mechanismen bloß, die diese Entwicklung begünstigen.
Welchen Stellenwert hat die Arbeit für diese enorme Anzahl von Kurzzeitarbeitslosen? Inwieweit bedienen sie die Interessen der Arbeitgeber in der vom Finanzkapitalismus regierten Wirtschaft? Welche Rolle spielt der Staat bei diesem sozialen Ausverkauf? Der Dokumentarfilm konfrontiert das Gefühl der Isolation der in prekären Beschäftigungsverhältnissen Lebenden mit dem Diskurs über die Freiheit der Unternehmer, das Unbehagen der Jobmanager mit den Zielvorgaben der Arbeitsagenturen und die besessene Arbeitssuche der Erwerbslosen mit dem Bild des ewig faulen Arbeitslosen.
Seit langem schon scheint die Arbeitslosigkeit für die Politik keine Priorität mehr zu haben. Über die Jahre hat der dauerhafte Arbeitsplätzemangel eine erhebliche Verschlechterung der Arbeitsbedingungen zur Folge und damit eine zunehmend ungewisse Zukunft für alle. Heute gibt es in Frankreich, alle statistischen Kategorien zusammengenommen, mehr als fünf Millionen Erwerbssuchende. Auf dem Stellenmarkt sind 60 Prozent, also zwei Drittel der Angebote, auf weniger als einen Monat befristet.
Das Thema Arbeitslosigkeit ist derzeit aktueller denn je. Die weltweite Finanzkrise hat für sinkende Beschäftigtenzahlen in verschiedenen europäischen Ländern gesorgt. Aber wirtschaftliche Rezession ist nicht unbedingt gleichbedeutend mit massenhaftem Verlust von Arbeitsplätzen. Das hat die vergangene Krise, die im Herbst 2007 begann, zumindest für Deutschland gezeigt. Ein großangelegtes Konjunkturprogramm und die flächendeckende Einführung von Kurzarbeit haben vielen Beschäftigten in Deutschland ihren Arbeitsplatz erhalten. Dennoch gab es Leidtragende unter den Arbeitnehmern. Vor allem befristete Arbeitsplätze entfielen, und sinkende Löhne sowie gestrichene Sozialleistungen haben die Anzahl derer steigen lassen, die in Armut zu geraten drohen. Der Themenabend dokumentiert in zwei Beiträgen die Situation in Frankreich – hier gibt es immer mehr Menschen, die sich in einem Teufelskreis von Teilzeitarbeit, Zeitarbeit und Arbeitslosigkeit bewegen. In Deutschlands Musterregion Baden-Württemberg ist die Arbeitslosigkeit zwar rückläufig, doch auch hier droht immer größeren Kreisen die Verarmung.
Des Wahnsinns fetteste Beute – Das Euro Ermächtigungsgesetz
Während Länder wie Griechenland, Portugal und Italien Jahrzehnte über ihre Verhältnisse lebten, wird nun der deutsche Wohlstand verpfändet, um die immer höheren Rettungsschirme zu spannen, die den Pleitestaaten die letzte Rettung sein sollen. Doch das sind sie nicht. Die Rettungsaktionen führen zu noch mehr Schulden und treibt europaweit die Menschen auf die Straße.eingehende Suchbegriffe:
Der Euro – Im Fadenkreuz der Finanzhaie
Die Stunde der Wahrheit – Mitten in seiner bisher schwersten Bewährungsprobe sprachen die Filmemacher Jean Quatremer und Jean-Michel Meurice mit den Akteuren des Dramas um den Euro. Sie interviewten den Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet und Jean-Claude Juncker, den Präsidenten der Eurogruppe. Auch Politiker wie der griechische Finanzminister Giorgos Papakonstantinou und die französische Wirtschafts-ministerin Christine Lagarde kommen in der Dokumentation zu Wort. Außerdem sprachen sie mit Verantwortlichen der europäischen (weiterlesen …)Die Hartz Maschine – Geschäfte mit der Arbeitslosigkeit
Die Konjunktur bringt Schwung in den Arbeitsmarkt, nur bei den Langzeitarbeitslosen tut sich nichts. Die Bundesanstalt für Arbeit räumt ein, dass über die Hälfte von ihnen “Kunden mit komplexer Profillage” seien, Hartz-Chinesisch für “nicht mehr vermittelbar”. Um sie kümmern sich verstärkt Bildungsträger und machen damit Milliardengeschäfte. Es gibt Strickseminare, Supermärkte mit Gummieiern, Theaterkurse und Telefonausbildung. “Maßnahmen”, angeboten von einem Wirtschaftszweig, dem es umso besser geht, je mehr Menschen auf staatliche Hilfe angewiesen sind. Jeden (weiterlesen …)
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