Blaues Gold
Wasser ist die Quelle allen Lebens. Die mehrfach ausgezeichnete Dokumentation von Sam Bozzo “Blaues Gold – Der Krieg der Zukunft” zeigt die immer gravierender werdenden Folgen der Privatisierung von Wasserressourcen. Im Gegensatz zum Öl, das für den Menschen zur Lebenserhaltung nicht wirklich nötig ist, ist Wasser ein unverzichtbarer Grundstoff, um den in Zukunft womöglich erbitterter gekämpft werden wird als heute um Öl. Schon heute werden durch Großkonzerne, private Anleger und korrupte Regierungen politische Kämpfe um das “Blaue Gold” ausgetragen. Es ist ein skrupelloses Wettrennen um schwindende Ressourcen auf dem Rücken von Millionen von Menschen. Der Zugang zu sauberem Trinkwasser sollte ein Menschenrecht sein, aber das Wasser wurde von wenigen mächtigen globalen Interessengruppen zum Handelsgut erklärt, die die weltweite Wasserversorgung unter sich aufgeteilt haben. Das alles aber ist womöglich erst der Anfang beim Kampf um das “Blaue Gold”
Energiewende rueckwaerts
In der Mittagszeit verdienen die grossen Stromkonzerne ihr Geld. Dann ist die Nachfrage am hoechsten. Nur vermasselt die Photovoltaik das Geschaeft.Denn zur Mittagszeit ist das Angebot von Sonnenstrom am hoechsten. Der weitere Ausbau von Photovotaik bedroht also das Kerngeschaeft der konventionellen Kraftwerke. Nun beginnt die Bundesregierung das zentrale Paradigma des EEG auszuhebeln: Der Vorrang von Oeko-Strom wird teilweise abgeschafft. Mit Folgen für die deutsche Solarindustrie.
Thomas Sankara – Der Che Schwarzafrikas
Thomas Sankara – Der Che Schwarzafrikas
Thomas Sankara, von 1983 bis 1987 Präsident von Burkina Faso, kam mit 33 Jahren an die Macht – als Hauptmann (“Capitaine”) der Luftwaffe, den Revolver im Halfter und ein Buch von Karl Marx in der Hand. “Genosse Sankara”, auch “Tom Sank” genannt, wollte er sein Land reformieren. Sankara wurde 1981 zum Informationsminister ernannt und am 10. Januar 1983 Premierminister der Regierung von Jean-Baptiste Ouédraogo. Im Mai 1983 wurde Sankara verhaftet, was im Volk große Proteste hervorrief. Blaise Compaoré, Sankaras Freund und Weggefährte aus Militärzeiten, organisierte einen Staatsstreich. Daraufhin wurde Sankara am 4. August 1983 Chef eines Nationalen Revolutionsrates und fünfter Präsident von Obervolta. Libyen unterstützte diesen Staatsstreich. Sankara war sozialistischer Revolutionär. Er ließ sich von Fidel Castro und Kuba inspirieren, ebenso von Jerry Rawlings, dem damaligen Präsidenten Ghanas, der in der Dokumentation ausführlich zu Wort kommt. Sankara war Populist, verstand sich auf symbolische Maßnahmen. Seine Minister mussten Renault R 5 fahren, und er propagierte, Kleidung aus heimischer Produktion zu tragen. Den traditionellen Stammesführern, die sich des Bodens bemächtigen wollten, stellte er sich ebenso entgegen wie der Laxheit demotivierter Beamter. Aus Obervolta wurde am 4. August 1984 Burkina Faso, auf Deutsch “das Land der Aufrechten”. Sankara, ein freimütiger, altruistisch denkender Mann mit ansteckendem Humor und großer Ausstrahlung, versuchte, die ganze Bevölkerung für seine revolutionären Pläne zu gewinnen. Er nahm den Kampf gegen Hunger und Korruption auf, setzte sich für die Verbesserung des Gesundheits- und Bildungssystems ein sowie für die Wiederaufforstung seines Landes. Außerdem setzte er sich für die Rechte von Frauen ein, verbot die Beschneidung von Mädchen und verurteilte Polygamie. In seiner Regierung befanden sich so viele Frauen, wie nie zuvor in einem afrikanischen Staat. Während seiner Regierungszeit setzte er das Projekt der planwirtschaftlichen und sozialistischen Entwicklung des Landes um.
Am 15. Oktober 1987 wurde Sankara in einem Putsch des Militärs getötet. Eine Woche vor seinem Tod zitierte er in einer Rede zum Gedenken an Che Guevara den Satz eines Offiziers der kubanischen Revolution: „Nicht schießen, Ideen lassen sich nicht töten”.
danke pjotr
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Faszination Wissen – Erdoelfrei in die Zukunft – Die Kunststoffe von morgen
Faszination Wissen – Erdoelfrei in die Zukunft – Die Kunststoffe von morgen
It’s good to be President – Leben im Weißen Haus (2)
Der mächtigste Mann der Welt hat einen Job mit Vor- und Nachteilen: Er wohnt im Weißen Haus, reist im eigenen Jet und wird rund um die Uhr bedient. Doch die Augen der Öffentlichkeit sind permanent auf ihn und seine Familie gerichtet. Es hagelt ständig Kritik. In Krisenzeiten ist er es, der eine Lösung finden und sie verantworten muss. Die zweiteilige Doku widmet sich der spannenden Frage, was es bedeutet, US-Präsident zu sein und gewährt Einblicke ins Leben berühmter Amtsinhaber.
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It’s good to be President – Leben im Weißen Haus (1)
Der mächtigste Mann der Welt hat einen Job mit Vor- und Nachteilen: Er wohnt im Weißen Haus, reist im eigenen Jet und wird rund um die Uhr bedient. Doch die Augen der Öffentlichkeit sind permanent auf ihn und seine Familie gerichtet. Es hagelt ständig Kritik. In Krisenzeiten ist er es, der eine Lösung finden und sie verantworten muss. Die zweiteilige Doku widmet sich der spannenden Frage, was es bedeutet, US-Präsident zu sein und gewährt Einblicke ins Leben berühmter Amtsinhaber.
Im Kopf des Bankers: Wo jedes Maß verloren ging
Jede Krise hat ihre eigenen Umstände — die Immobilienkrise von 1990 etwa, die Dotcom-Krise von 2000 oder die UBS-Krise von 2008. Doch all diesen Krisen, auch den aktuellen, ist eines gemeinsam: fatale Fehleinschätzungen der Risiken, die zum Teil das Ausmaß von Realitätsverlusten aufweisen. Warum zeigen sich Banker bloß so wenig lernfähig? “Bis jetzt hatten die Banker wenig Veranlassung, aus Fehlern zu lernen, weil sie gerettet oder jedenfalls nicht sanktioniert wurden”, erklärt ein einstiger UBS-Risikomanager. “Leider muss ich als Liberaler schweren Herzens sagen, dass man die Banken an die Kandare nehmen muss”, sagt ein anderer, der nach 30 Jahren Bankbusiness ausgestiegen ist. “Ich sah keinen Lebenssinn mehr darin, Reiche noch reicher zu machen.” Und ein ehemaliger Investmentbanker wechselte in die Realwirtschaft, weil er den Respekt vor seinen Kollegen verloren hat: “Einige von ihnen hätten auch ihre Großmutter verkauft, um einen guten Deal zu machen.” Hans-Peter Portmann, überzeugter Banker und Zürcher FDP-Politiker, ist besorgt ob dem schlechtem Ruf des Bankgewerbes: “Das macht mir sehr zu schaffen, auch viele meiner Kollegen leiden darunter, dass wir heute ein so schlechtes Image haben.”
Bedingungslos gehorsam – Der ferngesteuerte Krieger
Bedingungslos gehorsam – Der ferngesteuerte Krieger
Eine Dokumentation über die zunehmende Automatisierung der modernen Kriegsführung weltweit.
IM SUMPF DER SUBVENTIONEN
Die Europäische Union gibt jährlich Unsummen für Fördermittel aus. Ein Beispiel ist die Landwirtschaft. Aber kommt das Geld tatsächlich dort an, wo es gebraucht wird, und wird es tatsächlich für den Zweck verwendet, der als förderwürdig gilt? Die Dokumentation zeigt, dass nicht selten Millionen der von Brüssel gewährten Subventionen veruntreut werden und in dunkle Kanäle verschwinden.
Was passiert eigentlich genau mit den reichlich fließenden Fördermitteln der Europäischen Union? Kommen sie wirklich denjenigen zugute, die sie dringend benötigen oder erreichen sie eine geschickt agierende Klientel, die weiß, wie sie die begehrten Subventionen einstreichen kann? Außerdem werden nicht selten Millionen der von Brüssel gewährten Finanzhilfen veruntreut.
Filmemacher Pierre-Emmanuel Luneau-Dorignac zeigt in seiner Dokumentation beispielhaft, wie der Weg des Geldes von einem französischen Kleinunternehmen zur italienischen Mafia und zur Geldwäsche führen kann. Außerdem ergaben die Recherchen von Luneau-Dorignac, dass einige ehemalige EU-Kommissare Beraterposten in Unternehmen bekleiden. Ein Umstand, der nicht unbedingt mit ihrer Loyalitätspflicht vereinbar ist.
Kein Job – Keine Hoffnung
Langzeitarbeitslose werden seit der letzten Arbeitsmarktreform in Deutschland von so genannten Fallmanagern betreut. Sie sollen sich um die speziellen Probleme ihrer Klienten beziehungsweise Kunden kümmern, um ihnen die Grundvoraussetzungen zu vermitteln, die für eine Teilnahme an der Arbeitswelt wichtig sind, zum Beispiel Zuverlässigkeit, Disziplin und Leistungswille. Die Dokumentation begleitet die Fallmanagerin Anja Thiele in Chemnitz.
Ronny ist 34 und war am Ende. Der arbeitslose Hilfsarbeiter war Alkoholiker und hatte sich über beide Ohren verschuldet. Inzwischen liegt eine Entziehungskur hinter ihm. Ein erster kleiner Schritt, um wieder arbeitsfähig zu werden. Zu verdanken hat Ronny diesen Neuanfang einer jungen Frau, die sich viel Zeit für ihn genommen hat: Anja Thiele. Sie ist Fallmanagerin – eine Job-Bezeichnung, die es seit der letzten Arbeitsmarktreform in Deutschland gibt. Sie versucht jenen, die den Boden unter den Füßen verloren haben, wieder auf die Beine zu helfen und sie – so weit es möglich ist – auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Angestellt ist Anja Thiele bei der ARGE in Chemnitz, einer Arbeitsgemeinschaft von Arbeitsamt und Kommune, die speziell Langzeitarbeitslosen eine Perspektive eröffnen soll.
Was aus Menschen werden kann, die lange Zeit arbeitslos sind und ihre sozialen Kontakte verlieren, weiß Anja Thiele nur zu gut. Sie kennt viele, die nicht einmal mehr zu einer eigenständigen Lebensführung fähig sind. Um solche Menschen bemüht sich die 30-Jährige. Denn auf dem Arbeitsmarkt hat nur derjenige eine Chance, der zuverlässig, diszipliniert und leistungsorientiert ist.
Die Dokumentation gewährt Einblicke in den Arbeitsalltag der Fallmanagerin und in die Lebenswelt ihrer Kunden, wie die Langzeitarbeitslosen im Fachjargon heißen. Und sie gibt Aufschluss darüber, welche zentrale Bedeutung eine geregelte Arbeit hat, um den Anschluss an die Gesellschaft wieder zu finden.
Die Spritfresser – Warum sparsame Autos keine Chance haben – Dokumentation
Dokumentation über energiesparende Fahrzeuge – und warum sie keinen Erfolg haben. Die im Film genannnten Firmen würden sich freuen, sollte dieser Film der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Der Sender Phoenix erlaubt die Veröffentlichung.
Krieg ist kein Spiel
Viele Länder — die USA, Iran, Israel, Indien, Pakistan und einige andere bilden Ausnahmen — unterzeichneten 1977 ein Protokoll, das Bombenangriffe auf die Zivilbevölkerung verbietet. Doch werden Kriege durch Regeln dieser Art — die erste war die Genfer Konvention von 1864 zur humanen Behandlung von Kriegsgefangenen — wirklich “menschlicher” und “gerechter”? Der Dokumentarfilm von Lode Desmet zeigt einerseits lebensnah, was es bedeutet, Soldat zu sein, und dass eine Waffe kein Spielzeug ist, sondern ein Instrument zum Töten. Und andererseits bringt er den Zuschauer zum Nachdenken über die eigene Haltung zum Krieg.
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Politik hacken
Politik hacken
Kleine Anleitung zur Nutzung von Sicherheitslücken gesellschaftlicher und politischer Kommunikation
Klassischer Protest, konventionelle Demos, Online-Petitionen und Bürgerinitiativen werden seit einiger Zeit durch neue Instrumente der politischen Partizipation ergänzt. Deren Stärke liegt in dezentraler Organisation, Kommunikationsguerilla-Aktionen, diskursiver Intervention und kollaborativer Spontaneität. Der Vortrag stellt anhand von Beispielen ein Toolset an Möglichkeiten des regelverletzenden und gewaltfreien Mitmischens und Einmischens in Politik vor.
Anonymous, die Hedonistische Internationale, Telecomix oder die Space Hijackers sind einige der Netzwerke, die eine neue Art des Protests und der politischen Einmischung erproben. Ihnen ist gleich, dass sie mit ihren Aktionen immer auch in den medialen Diskurs eingreifen wollen — und auf eine Richtig- bzw. Weichenstellung für eine andere Wahrnehmung der Welt setzen. Das gilt sowohl für die Wahrnehmung der Medien als auch für die Wahrnehmung von Politik. Bilder und Images werden uminterpretiert, gesellschaftliche Codes geknackt, offene Flanken genutzt. Dabei setzt diese Form des Protests auf Regelverletzung und eine neue Interpretation der Zeichen.
Die Aktionen der Aktivistinnen können sehr unterschiedlich aussehen. So können Demos regelrecht gehackt werden, wie etwa eine Demonstration von Guttenberg-Anhängern. In diesem Fall war es der Hedonistischen Internationale (HI) gelungen, eine Pro-Guttenberg-Demonstration bei der Versammlungsbehörde anzumelden und die Mobilisierung der echten Guttenberg-Fans zu nutzen — und diese dann auf der Demonstration umzudeuten. Hierdurch wurde die Person Guttenberg zum Abgang noch einmal so lächerlich gemacht, dass eine Rückkehr des ehemaligen Verteidigungsministers zumindest heute unwahrscheinlich erscheint.
Um News-Hacking ging es in einer gemeinsamen Aktion der HI und “Der Partei”. Hier nutzten die Aktivisten den klassischen “18 Uhr Wahlabend”-TV-Moment, um die Niederlage der Berliner FDP auf deren Wahlparty bei Freibier live im Fernsehen zu feiern.
Die Space Hijackers aus Großbritannien hingegen fahren mit einem Panzer vor der Bank of Scotland auf — und freuen sich diebisch als die Polizei diesen beschlagnahmt und dabei mehrere Gebäude beschädigt.
Oft reicht es auch, zum richtigen Zeitpunkt die Identität eines politischen oder ökonomischen Players zu übernehmen, um die mediale Darstellung der Welt mit der eigenen Realtät in Einklang zu bringen. Wenn nach Fukushima die deutsche Atomlobby auf einmal die zynische Wahrheit twittert oder Überwachungsfirmen wie DigiTask Twitter-Dialoghotlines einrichten, sorgt dies nicht nur für Verwirrung, Freude, medienträchtige juristische Androhungen, sondern trägt auch zu einer veränderten Wahrnehmung dieser Player selbst bei.
Die Politik zu hacken bedeutet die Sicherheitslücken der gesellschaftlicher Kommunikation zu nutzen, um auch in Zukunft genussvoll frei leben zu können.
All dies kann man selber machen. Wir sagen wie.
Redner: Alexander Müller, Bärwulf Kannitschreiber, Montserrat Graupenschläger
EventID: 4804
Event: 28. Chaos Communication Congress (28C3) des Chaos Computer Club [CCC]
Ort: Berlin Congress Center [bcc]; Alexanderstr. 11; 10178 Berlin; Germany
Sprache: deutsch
Beginn: 28.12.2011 11:30:00 +01:00
Lizenz: CC-by-nc-sa

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