Sind wir bald zu viele? – Familienplanung und Bevölkerungsexplosion – Arte
Die Weltbevölkerung explodiert. Die Vereinten Nationen schätzen ihre Zahl auf mehr als sieben Milliarden Menschen. Und in den letzten 50 Jahren hat sie sich mehr als verdoppelt. Fast 50 Prozent der Erdbevölkerung sind heute unter 25 Jahre alt, und Experten erwarten einen neuen Babyboom. Ende der 50er Jahre wurde zum ersten Mal das schnelle Bevölkerungswachstum in den Entwicklungsländern international wahrgenommen. Familienplanungsprogramme und hormonelle Verhütungsmittel wie die Pille waren Antworten darauf. Indien war das erste Land, in dem es staatliche Programme zur Begrenzung der Bevölkerung gab. Mitte der 70er Jahre führte Indira Ghandi sogar Zwangssterilisationscamps ein. Heute ist diese brutale Methode verboten. Offensichtlich wurde bei allen Diskussionen über Familienplanung, hormonelle Verhütungsmethoden und Selbstbestimmung der Frau, dass in allen Regionen, in denen sich die wirtschaftliche und soziale Situation der Frauen verbessert hat, die Kinderzahl ganz von allein abgenommen hat. Die politische Dokumentation zeichnet die Geschichte der Familienplanung seit den 50er Jahren nach und wirft einen Blick auf ein aktuelles Familienplanungsprojekt in Indien, bei dem Aufklärung, Bildung und Stärkung der Frauenrolle an erster Stelle stehen. Dabei stellt Filmemacher Jörg Daniel Hissen in eindringlichen Bildern die Realität junger Frauen im indischen Bundesstaat Bihar vor und beleuchtet die Erfolgschancen moderner Familienplanungsprojekte.
Sind wir bald zu viele – Arte
Die großen Schlachten Teil #1-4 – 1529 Die Türken vor Wien
Große Schlachten der Weltgeschichte liefern ein spannendes, dramatisches und emotionales Motiv für diese Reihe. Es sind die Schlachten, die einen Wendepunkt darstellten, die das Rad der Geschichte beschleunigten, die die Entwicklung des Weltgeschehens nachhaltig beeinflussten und als Mythos und Fragestellung im heutigen Bewusstsein präsent sind. “Große” Schlachten definieren sich damit nicht allein über die Zahl der Opfer, nicht über die Frage, wie viele Schüler die Jahreszahl auswendig lernen mussten. Große Schlachten sind nicht nur ein militärisches Kräftemessen, sondern sie haben einen Nachhall in der Zeit, oft bis heute. Es ist die Perspektive, die den besonderen Zugang dieser Serie liefert: Unzählige Soldaten und Zivilisten starben als anonyme Spielfiguren der Weltgeschichte. Doch gerade über sie, deren Blut auf den Schlachtfeldern vergossen wird, über die einfachen Soldaten und ihre Familien, berichtet niemand. Die Serie „Die großen Schlachten” wählt deren Perspektive und erzählt als „Geschichte von unten” die Abläufe der „Großen Schlachten”. Moderne Formen der historischen Erzählweise wie Reenactment und Einsatz von Computeranimationen lassen so Geschichte lebendig werden. Die Dramaturgie innerhalb der Filme folgt der Chronologie der jeweiligen Schlacht. Dieser Verlauf ist sehr unterschiedlich. Er reicht von einer mehrwöchigen Belagerung Wiens bis zur Schlacht an einem Tag bei Sedan. So entstehen durch diese Zeiträume sehr unterschiedliche militärtaktische, politische und menschliche Perspektiven. Diese Dramaturgie wird immer wieder gebrochen: Archäologen, Historiker und Mediziner legen eine Spur des Wissens in die Vergangenheit: Was weiß man heute über die Wirklichkeit des Krieges vor 200 oder 2000 Jahren? Welche Geheimnisse der Geschichte können mit jüngsten archäologischen Funden oder modernen Forschungsmethoden gelüftet werden? Welche psychologischen Versuche können das Verhalten der Menschen in solchen Extremsituationen simulieren und welche wissenschaftlichen Experimente geben neue Erkenntnisse? Welche Fragen bleiben bis heute ungeklärt?
1. Technisch: Wie funktionierten die Waffen in den Kriegen der Vergangenheit? Wie wurden sie bedient? Wieviel Training war nötig, um sie zu beherrschen? Welche Treffergenauigkeit konnte überhaupt erzielt werden? Welche Verletzungen haben sie verursacht?
2. Medizinisch: Wie wurden die Verwundeten versorgt? Gab es unterschiedliche Behandlung für Offiziere und einfache Soldaten? Was für medizinische Neuerungen gab es und wie kamen sie den Soldaten zu gute? Gab es typische Soldatenkrankheiten (z.B. durch die langen Märsche)? Was war die Haupttodesursache?
3. Ziviles Leben: Wie gelang es der Zivilbevölkerung zu überleben? Wie war die Versorgung mit Lebensmitteln im Krieg? Was gab es überhaupt zu essen? Wie wirkten sich Infektionen und Seuchen auf die Zivilbevölkerung aus? Wie war das Verhältnis zwischen Zivilbevölkerung und Soldaten?
4. Politisch: Was waren die politischen Rahmenbedingungen. Welche Ursachen lagen der Schlacht zugrunde? Welche Konstellationen ergaben sich aus dem Ausgang der Schlacht? Im Zusammenspiel dieser Ebenen aus historischen Berichten, Reenactment und Wissenschaftskrimis wird Weltgeschichte lebendig. Durch die Vernetzung der Ereignisse auf dem Schlachtfeld und der Erklärung der gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Folgen im Geschichtsverlauf wird die Dimension der Auseinandersetzungen erkennbar und verständlich.
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Die schönsten Opern aller Zeiten – Die Zauberflöte
Die Zauberflöte ist eine Oper in zwei Aufzügen, die 1791 im Freihaustheater in Wien uraufgeführt wurde. Das Libretto stammt von Emanuel Schikaneder, die Musik komponierte Wolfgang Amadeus Mozart. Das Bühnenwerk wurde bei der Uraufführung „Eine große Oper in zwei Akten“ genannt. Mozart selbst bezeichnete es als „deutsche Oper“. Tatsächlich vereinigt es aber eine ganze Reihe höchst unterschiedlicher Musik- und Theaterstile, der Opera seria, der Opera buffa und der Tragédie lyrique. Die Zauberflöte ist jedoch formal ein Singspiel und steht mit ihren märchenhaften Inhalten (weiterlesen …)eingehende Suchbegriffe:
Geheimsache Gotthardfestung
Als vor 70 Jahren, am 1. September 1939, Deutschland mit dem Überfall auf Polen den Zweiten Weltkrieg eröffnete, war die Schweizer Armee denkbar schlecht gerüstet. Gerade einmal 26 Panzer standen bereit, um den mächtigen Feind abzuwehren. Angst und Mutlosigkeit beherrschten das Land – bis einer kam, der dem Volk den Glauben an die eigene Stärke zurückgab: General Henri Guisan. Frankreich hatte bereits kapituliert, als Guisan den Offizieren seine neue Strategie vom Rückzug ins Réduit vorlegte: Die Armee sollte sich fortan in den Felsen der Alpen verbarrikadieren (weiterlesen …)eingehende Suchbegriffe:
Showfieber – Wie das Musical Wien eroberte
Die Operettenstadt Wien war zunächst kein guter Platz für das Musical. Es dauerte Jahrzehnte, bis sich Wien neben New York und London als dritte Musicalstadt einreihen konnte. Es ist noch nicht lange her, da rühmten sich eingefleischte Musicalfans, ein und dieselbe Inszenierung bis zu 200 Mal gesehen zu haben. Musicals wie “Elisabeth”, “Phantom der Oper” und “Cats” waren mehr als reines Musiktheater – sie waren Massenphänomene. Der Film “Showfieber – Wie das Musical Wien eroberte” blickt zurück auf ein halbes Jahrhundert Musical in Wien: von frühen Erfolgen wie (weiterlesen …)Kloster zu verkaufen
Das Annunziatakloster in Eichgraben nahe Wien wird geschlossen und verkauft, die Ordensgemeinschaft aufgelöst. Die älteste Nonne ist 99, die anderen sind nicht viel jünger. Ein halbes Leben und mehr haben sie hinter den Klostermauern verbracht. Und jetzt müssen sie raus. Die einen hierhin, die anderen dorthin. Wie reagieren die Schwestern auf diese Nachricht? Werden sie freudig den Willen Gottes darin erkennen können? Oder siegt vielleicht doch der Zweifel? Für Regisseur Helmut Manninger war es jedenfalls ein besonderes Privileg, bei diesem Abschiedsprozess dabei sein zu (weiterlesen …)eingehende Suchbegriffe:
Zu Tisch in Wien – Kaffee, Sachertorte, Kaiserschmarrn und Entenbrust
Im Winter kann es in Wien bitterkalt werden. Aber zum Glück ist Wien ja die Stadt der Kaffeehäuser. Im Winter kommen die wahren Genießer in die Stadt: die Kaffeetrinker und die Tortenliebhaber. “Zu Tisch in Wien” schaut bei Christian Schrödel und Oliver Goetz in der kleinsten Kaffeerösterei der Stadt vorbei. In der Rösterei “Alt Wien” werden Bohnen aus den besten Anbaugebieten der Welt verarbeitet, und es wird täglich frisch geröstet. Wenn man das kleine Geschäft betritt, bleibt einem für einen kurzen Moment die Luft weg. Der Duft von frisch gemahlenen Kaffee liegt in der Luft. Kaffeesäcke prall (weiterlesen …)eingehende Suchbegriffe:
Wiener Wasser
Für die “Universum”-Dokumentation “Wiener Wasser” verfolgt Georg Riha den Weg des Wiener Wassers von den Gipfeln des Hochschwab- und Rax-Schneeberg-Gebiets über die berühmten Hochquellenleitungen in die Stadt. Der Film zeigt, wie sich der Strom hunderttausendfach verästelt im Labyrinth der Leitungen und Kanäle, wie das kühle Nass aus den Bergen eine Stadt am Leben erhält, besucht es beim “Kuraufenthalt” in einer der modernsten Kläranlagen Europas und begleitet es zum Ausgang, wo es fast so sauber wie am Eingang klar und dunkel in den Donaukanal (weiterlesen …)eingehende Suchbegriffe:
Gehegt und gejagt – Der Hirsch
Mitte September ist Jagdzeit in den Kitzbühler Alpen. Hoch über dem Ferienort Kelchsau betreut der Berufsjäger Peter Atzl ein Gebirgsrevier mit mehreren Hirschrudeln. Er sorgt dafür, dass der Wildbestand nicht überhand nimmt, was verheerende Folgen für Wald und Weide hätte. Natürliche Feinde, wie den Wolf, die Jahrhunderte lang für ein Gleichgewicht in der Natur sorgten, hat der Rothirsch ja nicht mehr. Zudem verdrängte ihn der Mensch aus seinem eigentlichen Zuhause, den offenen Landschaften. Selbst im Gebirge wird der Lebensraum der majestätischen Tiere immer (weiterlesen …)eingehende Suchbegriffe:
Die Feuernacht – Österreich und die Südtirol-Bomben
In der sogenannten „Feuernacht” vom 11. auf den 12. Juni 1961 sprengten Südtirol-Aktivisten 37 Strommasten. Es war der Auftakt zu einer mehrjährigen Attentatsserie, die bis zum Ende mehr als 20 Todesopfer fordern sollte. Dutzende Südtiroler wurden verhaftet, in italienischen Gefängnissen gefoltert und zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Noch heute dürfen in Abwesenheit verurteilte Tiroler nicht nach Italien einreisen. Tausende italienische Soldaten wurden nach Südtirol verlegt. Es gab zwei UN-Resolutionen, Bundesheer an der Grenze zu Italien, ein blockierter EG-Beitritt, Morde und (weiterlesen …)eingehende Suchbegriffe:
Die Chemiefalle
Im Naturparadies Alpen stehen Forscher vor einem Rätsel. Im Thuner See beobachten sie mysteriöse Veränderungen an den Felchen. Fast die Hälfte der Fische hat missgebildete Geschlechtsteile. Sind chemische Stoffe, die ähnlich wie Hormone wirken, die Ursache für die Deformation? Droht auch den Menschen Gefahr? Der Film beschäftigt sich mit den Auswirkungen hormonaktiver Chemikalien. Hormonaktive Chemikalien bestimmen unseren Lebensalltag. Sie stecken in Plastik, Kosmetik, Medikamenten und gelangen laufend in die Umwelt. Gleichzeitig (weiterlesen …)eingehende Suchbegriffe:
Sommer auf der Reiteralpe – Eine grenzenlose Gemeinschaft
Quer über den Gebirgsstock des Reiteralpmassivs verläuft die deutsch-österreichische Grenze. Auf der einen Seite liegt der Nationalpark Berchtesgaden, auf der anderen das Naturschutzgebiet Kalkalpen, und mittendrin die Reiteralm. Schon im 15. Jahrhundert wurde dort Vieh aufgetrieben, von Bauern aus dem Pinzgau und dem Berchtesgadener Land – und sie sind bis heute da, trotz Grenze, unterschiedlicher Gesetzgeber und Behörden. Gabriele Mooser hat einen Film über die ungewöhnliche Weidegemeinschaft gedreht. Besonders gut kennengelernt hat die Filmautorin die Familie des (weiterlesen …)1918 – Ende und Anfang
Franz Künstler erinnert sich im Alter von 108 Jahren an das menschliche Drama eines Krieges, der die politische Landschaft Europas völlig veränderte und zur Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts wurde. Wie viele andere wurde Franz Künstler als 17-Jähriger noch in die österreichisch-ungarische Armee einberufen – ein letztes Aufgebot in einem längst verlorenen Krieg. Kaiser Karl übernimmt im Herbst 1916 ein Reich mit einer düsteren Zukunft. Die Lage an den Fronten ist problematisch, die Stimmung in der Bevölkerung nach dem Tod Kaiser Franz Josephs gedrückt, die (weiterlesen …)Alpenklöster – Stift Rein
15 Kilometer nordwestlich von Graz liegt das Zisterzienserkloster malerisch in den satten Wiesen am Fuße des Ulrichsbergs. 19 Mönche leben hier in der Gemeinschaft, der Älteste von ihnen ist 80 Jahre alt, der Jüngste gerade mal 19. Mit Stolz blicken die Ordensbrüder auf ihre fast 900 Jahre währende Geschichte, denn das Kloster besteht ununterbrochen seit 1129. Deshalb darf es sich auch mit dem Titel des weltältesten Zisterzienserstifts schmücken. Die Zeiten sind seit jeher bestimmt von dem Versuch, ein spirituelles Leben abgeschieden von der Welt zu führen und doch den (weiterlesen …)eingehende Suchbegriffe:
Der Tag X – 12. September 1683 – Die Türken vor Wien
1683 hallt ein Schreckensruf durch Europa: “Die Türken stehen vor Wien!” Seit 60 Tagen ist die Kaiserstadt im Würgegriff osmanischer Truppen. Fast 200.000 Mann lagern vor Wien. Der 12. September 1683 soll die Entscheidung bringen. Kara Mustafa, der Feldherr der Osmanen, droht den Wienern: “Weigert ihr euch, Wien zu übergeben, so werden wir euch erstürmen und alle, vom Kleinsten bis zum Größten, über die Klinge springen lassen.” Die Lage ist verzweifelt. Die Wiener hungern, ihre Brunnen sind verseucht, und die rote Ruhr wütet. Nur noch 4.000 Verteidiger stehen (weiterlesen …)
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