Sind wir bald zu viele? – Familienplanung und Bevölkerungsexplosion – Arte
Die Weltbevölkerung explodiert. Die Vereinten Nationen schätzen ihre Zahl auf mehr als sieben Milliarden Menschen. Und in den letzten 50 Jahren hat sie sich mehr als verdoppelt. Fast 50 Prozent der Erdbevölkerung sind heute unter 25 Jahre alt, und Experten erwarten einen neuen Babyboom. Ende der 50er Jahre wurde zum ersten Mal das schnelle Bevölkerungswachstum in den Entwicklungsländern international wahrgenommen. Familienplanungsprogramme und hormonelle Verhütungsmittel wie die Pille waren Antworten darauf. Indien war das erste Land, in dem es staatliche Programme zur Begrenzung der Bevölkerung gab. Mitte der 70er Jahre führte Indira Ghandi sogar Zwangssterilisationscamps ein. Heute ist diese brutale Methode verboten. Offensichtlich wurde bei allen Diskussionen über Familienplanung, hormonelle Verhütungsmethoden und Selbstbestimmung der Frau, dass in allen Regionen, in denen sich die wirtschaftliche und soziale Situation der Frauen verbessert hat, die Kinderzahl ganz von allein abgenommen hat. Die politische Dokumentation zeichnet die Geschichte der Familienplanung seit den 50er Jahren nach und wirft einen Blick auf ein aktuelles Familienplanungsprojekt in Indien, bei dem Aufklärung, Bildung und Stärkung der Frauenrolle an erster Stelle stehen. Dabei stellt Filmemacher Jörg Daniel Hissen in eindringlichen Bildern die Realität junger Frauen im indischen Bundesstaat Bihar vor und beleuchtet die Erfolgschancen moderner Familienplanungsprojekte.
Sind wir bald zu viele – Arte
Menschenhandel in Europa – Billignachschub für deutsche Puffs – ZDF
30.000 Euro und zwei Autos hat sie ihrem Händler in nur einem Jahr eingebracht, sagt Cristina. Die junge Frau aus Pitesti in Rumänien ist gerade mal neunzehn. Ihr Freund versprach ihr einen tollen Job in Deutschland, malte ihr eine gemeinsame rosige Zukunft aus. Doch der tolle Job entpuppte sich als Job im Bordell. An Weglaufen war nicht zu denken. Denn ihr Freund schlug sie und drohte, Fotos nach Hause zu schicken. Heute lebt Cristina in einer Schutzwohnung und kann nur unter Polizeiaufsicht auf die Straße.
Die Ehre der Paten – Russlands Mafia
SWR — Film von Alexander Gentelev (2010) – Der Film begleitet in der russischen Mafia-Struktur hierarchisch hoch stehende Männer. Sie machen deutlich, auf welche Weise und in welchem Umfang ihre mafiöse Organisation Einfluss auf die Wirtschaft und die Politik des Landes nehmen.
Leonid Bilunov hat insgesamt 18 Jahre im Gefängnis verbracht, Vitalij Djomotschka zwölf Jahre, Alimzhan Tochtachunov fünf Jahre. Die drei sehr unterschiedlichen Männer haben eines gemeinsam: Sie nehmen bzw. nahmen führende Positionen innerhalb der russischen Mafia ein, sind durch illegale und halblegale Geschäfte reich geworden und reden verblüffend offen über ihre Verbindungen zum organisierten Verbrechen in Russland.
Der Film befragt und begleitet russische ‘Paten’, in der russischen Mafia-Struktur hierarchisch hoch stehende Männer. Verbrecherbosse, die seit Jahren in Russland als angesehene Geschäftsleute und Politiker agieren, sogenannte ‘Diebe im Gesetz’. Sie machen deutlich, auf welche Weise und in welchem Umfang sie und ihre mafiöse Organisation Einfluss auf die Wirtschaft und die Politik des Landes nehmen. Und nicht nur in ihrer Heimat. Längst agiert die russische Mafia nicht nur national, sondern weltweit.
Seit Ende der 90er Jahre hat sich auch die Art ihres Vorgehens geändert: Kriminelle und legale Geschäft sind zum Teil eng miteinander verwoben. Die Beweisführung, dass verbrecherische Aktionen durchgeführt werden, ist sehr schwierig. Die ‘Diebe im Gesetz’ sind in die respektierte Oberschicht der russischen Gesellschaft aufgestiegen. Nirgendwo sonst ist es der kriminellen Welt gelungen, die Gesellschaft so stark zu infiltrieren und einen so gigantischen Machtbereich aufzubauen. Ein Film, der einen erhellenden und aufschlussreichen Blick auf Russland wirft.
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Das Jahrhundert von Verdun – Der Mythos einer Schlacht Doku
Der Mythos einer Schlacht und seine widersprüchliche Rezeption
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Die größten Eroberer der Geschichte – Napoleon
Ende des 18. Jahrhunderts steckt Frankreich im Würgegriff der Revolution. An der Macht sind Bürokraten und Politiker, die mit jedem Tag skrupelloser werden. Doch der soziale Umsturz bringt so manchem auch Gelegenheit aufzusteigen. Für einen jungen Flüchtling aus Korsika ist er sogar die Chance seines Lebens. Dies ist die wenig bekannte Geschichte Napoleon Bonapartes, in der er zum ersten Mal aus dem Schatten heraustritt, Kopf und Kragen riskiert und einen Aufstieg beginnt, auf dessen Höhepunkt er sich zum Kaiser Frankreichs ausruft. Mitten in den Wirren der (weiterlesen …)eingehende Suchbegriffe:
Tödliche Pillen – Der Mediator Skandal
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Für eine andere Welt – Der Aufstand der Bürger
Seit Beginn dieses Jahrhunderts gab es mehr Bürgerunruhen als in den 60er Jahren. In Athen gingen Schüler und Studenten auf die Straße, in Kopenhagen die “Altermondialisten” und in der chinesischen Stadt Shenzhen die Arbeiter der Ricoh-Werke. Auf den ersten Blick haben diese Bewegungen nichts miteinander gemein. Außer: Sie werden alle von jungen Menschen getragen, die ihrer Unzufriedenheit über die Globalisierung Gehör verschaffen wollen. Die Dokumentation untersucht die Beweggründe der Protestierenden. Griechenland, Frankreich, Dänemark, (weiterlesen …)eingehende Suchbegriffe:
Die Frauen des Impressionismus
“Impressionismus ist weiblich”: Die Bilder von Berthe Morisot – Kollegin, Freundin und Modell von Edouard Manet – öffnen die Augen des Betrachters für die feminine Seite der wohl beliebtesten Stilrichtung der Kunstgeschichte. Morisots Talent und das anderer Künstlerinnen wie Mary Cassatt und Eva Gonzales fordert aber auch eine Revision der Kunstgeschichte, die den Impressionismus als Domäne der Männer beschreibt, geprägt durch Künstler wie Edouard Manet, Claude Monet und Edgar Degas. Berthe Morisot heiratete den Bruder ihres Mentors und Freundes Edouard Manet. Sie (weiterlesen …)Airbus A380 – Der Supervogel
80 Meter breit, 500 Tonnen schwer und Platz für 526 Passagiere: Die Lufthansa bekommt ihre erste A-380, das größte Passagierflugzeug der Welt. Die A-380 schlägt alle Rekorde in der internationalen Luftfahrt: Größer, schneller, breiter und leiser ist sie als der Jumbojet, die Boeing 747. Die Maschine bietet fast jeden Luxus in zehn Kilometern Höhe irgendwo zwischen Frankfurt und Asien oder Amerika. Über ein Jahr hat der Bau der ersten LH-Maschine gedauert. “ARD-exclusiv” hat den Prozess begleitet: Heiner Krämer, der Chef-Ingenieur von Lufthansa, ist (weiterlesen …)eingehende Suchbegriffe:
Die neuen Paradiese – In der blauen Lagune – Französisch-Polynesien
Den Bewohnern des Fakarava-Atolls, das zu Französisch-Polynesien gehört, ist es bis heute gelungen, die herrlichen Korallenriffe und die Lagune vor der Tourismusindustrie und anderen Gefahren für die Meeresfauna zu bewahren. Sie sind sich des empfindlichen ökologischen Gleichgewichts ihrer Region bewusst. Und sie passen sich den neuen Anforderungen an, die sich aus der Tatsache ergeben, dass die kleine Inselgruppe von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt wurde. Inzwischen ersetzt ein lokaler, traditionsverbundener Tourismus die bisherige Einnahmequelle (weiterlesen …)eingehende Suchbegriffe:
Jüdisches Leben: Kaschrut – Das biblische Kochbuch
Kaschrut – Das biblische Kochbuch Das ist nicht ganz koscher – eine Redewendung die längst in unseren Sprachalltag eingedrungen ist. Doch was bedeutet das eigentlich – koscher? Der erste Teil der Dokumentation über jüdische Gebräuche geht u.a. dieser Frage nach und ist zugleich eine Reise in die kulinarische jüdische Kultur. Handelt es sich bei den jüdischen Speisevorschriften um willkürliche Gesetze die blind befolgt werden oder haben sie einen philosophischen oder gar pragmatischen Sinn Was gehört zu einer koscheren Lebensweise Jüdisches Leben?1805 – Seeschlacht von Trafalgar
Die Seeschlacht von Trafalgar: für die Engländer der Triumph über die Weltmeere für die Franzosen die größte Niederlage. Die fiktionale Dokumentation stellt die Seeschlacht von Trafalgar die den Engländern die Vorherrschaft auf See sicherte aus der Sicht des französischen Admirals Villeneuve dar. Kommentiert wird der erbitterte Kampf der Erzfeinde von Historikern und Seefahrtspezialisten vor der Kulisse beeindruckender Spezialeffekte. Der triumphale Sieg in der Seeschlacht von Trafalgar für die Franzosen eine der größten militärischen Niederlagen sicherte den Engländern die Vormachtstellung auf den Weltmeeren und wurde zur Legende. Beteiligt waren insgesamt 60 mit über 5.000 Kanonen ausgerüstete Schiffe und 35.000 Seeleute. Die Doku-Fiktion schildert die Ereignisse aus der Perspektive des französischen Admirals Pierre Charles de Villeneuve jenes Mannes der alles verlor und dessen Name für immer mit dem Debakel verbunden bleibt. Ein dauerhafter Frieden mit England ist für die meisten meiner Mitbürger unvorstellbar. Unsere beiden Nationen sind seit Ewigkeiten miteinander verfeindet verlautet Villeneuve im Film.
Ein besonderes technisches Verfahren ermöglichte es Filmdekor Schauspieler und virtuelle Bilder zu verbinden und so die Ereignisse realistisch nachzustellen. Die Handlung hält sich eng an die historischen Fakten und verdeutlicht die Position von Admiral Villeneuve der zwischen den beiden heiligen Monstern Admiral Nelson und dem Kaiser Napoleon steht. Internationale Experten so beispielsweise Michael Duffy Spezialist für Seefahrtsgeschichte an der englischen Universität Exeter die französische Historikerin Michle Battesti sowie der ehemalige Präsident des Instituts Napoleon Jean Tulard kommentieren dieses entscheidende Kapitel der europäischen Geschichte.
Schlacht um Algier – Im Schatten der Trikolore
Durch die “Schlacht um Algier” wurde 1957 die Entkolonialisierung Algeriens durch Frankreich vorangetrieben. Die Dokumentation erzählt chronologisch die Vorgänge anhand von Archivaufnahmen, Echtzeitaufnahmen sowie Interviews mit Zeitzeugen.
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Die Rebellen aus der Vorstadt
Was wurde aus den jungen Menschen in den Vorstädten Frankreichs, die im Herbst 2005 revoltierten, nachdem zwei Jugendliche auf der Flucht vor der Polizei ums Leben kamen? Was waren die Gründe für die gewalttätigen Proteste vor fünf Jahren, und wer ist heute noch zum Aufstand bereit? Die Dokumentation lässt die Akteure von damals heute zu Wort kommen.
Clichy-sous-Bois/Ile de France: Am 27. Oktober 2005 suchten drei Jugendliche, die von der Polizei verfolgt wurden, in einem Umspannwerk Zuflucht. Zwei von ihnen starben an Stromschlägen, der dritte erlitt schwere Verbrennungen. Wenige Stunden später kam es überall in Frankreich zu Aufständen bisher ungekannten Ausmaßes, die in den kommenden Tagen weltweit für Schlagzeilen sorgten.
Es gab viele untaugliche Erklärungsversuche für diese Aufstände: Manche glaubten, die Revolution stehe unmittelbar vor der Tür, andere sahen darin eine islamistisch motivierte Revolte, wieder andere vermuteten, Bandenkämpfe oder das Werk von Drogenbossen.
Die Medien, die Politiker, die Polizei und sogenannte Sachverständige haben zu oft zur Vereinfachung der Debatte beigetragen und die Menschen in den betroffenen Vorstädten zum Schweigen verurteilt. Diese Dokumentation will sie endlich zu Wort kommen lassen: die Rebellen von gestern und heute, ihre Eltern, ihre Erzieher und die lokalen Akteure.
Moussa, Mara, Paul und Penda leben in Villiers-sur-Marne im Viertel Hautes Noues: eine Vorstadt geprägt von urbaner Fehlplanung, von Armut und hoher Jugendarbeitslosigkeit. Sie reden über ihre Wut und ihre Verzweiflung – und über ihre Rebellion.
Fremdenlegion – die Hölle im Regenwald
Französisch-Guyana ist Europas Außenposten in Südamerika. Das Land zwischen Brasilien und Surinam gehört seit 1946 als Übersee-Département zu Frankreich und ist fast so groß wie Portugal. Mehr als 90 Prozent der Fläche sind von tropischem Regenwald bedeckt. Bei 30 Grad im Schatten und 90 Prozent Luftfeuchtigkeit werden hier jedes Jahr fast 2000 Soldaten gedrillt, davon rund 800 Französische Fremdenlegionäre aus aller Welt. Die meisten davon suchen bei der Legion den Absprung aus ihrem alten Leben. In ihrer neuen Heimat lautet die Devise: Abhärtung bis zur totalen Erschöpfung.

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