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JAGDKUMPANE – Wie der Hund auf den Menschen kam — HundeWissen

Kategorien: 360p, Menschen, Online, Tiere, Tierwissenschaft

HundeWissen: Hund und Mensch sind sich ursprünglich als Jäger begegnet – und haben einander gezähmt. War der Wolf, von dem alle Hunde abstammen, einst Jagdkonkurrent des Menschen, wurde er später als Hund zu dessen Jagdgefährten. Die Dokumentation erzählt die faszinierende Geschichte dieser uralten Partnerschaft.
Über Jahrtausende waren Hunde unentbehrliche Gefährten der Menschen für die Jagd, verlässliche Partner im Kampf um Nahrung. Heute, in einer Welt voller Technik, in der in vielen Gesellschaften der Jagd keine Rolle im Überlebenskampf mehr zukommt, verlieren die feinen Sinne der Hunde für die Menschen an Bedeutung. In den städtischen Gesellschaften sind die Tiere zunehmend Ersatz für fehlende menschliche Nähe. Vergessen scheint, dass Hunde in erster Linie Jäger sind und sich all ihre Fähigkeiten und Instinkte von dieser Bestimmung ableiten. Nur noch in wenigen Sparten greift man nach wie vor auf die sensationellen Sinnesleistungen der Hunde zurück – als Drogenspürhunde, als Rettungshunde oder Blindenhunde und natürlich weiterhin in den überlebenden Formen der Jagd. Sogar der intensive Hütetrieb mancher Hunderassen ist nichts anderes als eine „soziale“ Variante des Jagdtriebs.
Die Dokumentation führt zu einer der archaischsten Formen der Jagd, der Zobeljagd in Sibirien. Die Zobeljäger arbeiten mit einer der ursprünglichsten Hunderassen überhaupt, den russischen Laikas. Sie stammen unmittelbar vom Wolf ab. Skelettfunde zeigen, dass der Laika schon in der Steinzeit gemeinsam mit dem Menschen jagte. Mit seiner Nase, die Gerüche tausendmal besser unterscheidet als das menschliche Sinnesorgan, findet ein Laika unter alten Fährten problemlos die frische Spur des Zobels.
Die Domestikation des Wolfes zum Hund fand in Asien statt – wahrscheinlich mehrfach unabhängig voneinander. Nicht nur alte Hunderassen gehen auf diese Vorfahren zurück, sondern alle heutigen Hunde. Die moderne Forschung geht davon aus, dass die frühen Züchtungen auf bestimmtes Jagdverhalten der Hunde ausgerichtet waren. Gleichzeitig entwickelte sich eine intensive Verdammung des Wolfes. Die damalige Expansion von Weidegebieten ging zulasten vieler Raubtiere. Übergriffe auf Weideherden bedeuteten einen beträchtlichen wirtschaftlichen Schaden, der mit allen Mitteln verhindert werden sollte. So war eine entsprechende Propaganda auch in der Literatur durchaus willkommen.

Zu Anfang des 19. Jahrhunderts nahm der dritte Höhepunkt in der gemeinsamen Geschichte von Hund und Mensch Gestalt an: Aussehen und Rassemerkmale gerieten in den Fokus des Interesses. Ein gutes Beispiel dafür ist der heute wieder in Mode gekommene Weimaraner. Man kann diese Hunderasse als Resultat einer idealistischen Geisteshaltung verstehen: eine elegante Erscheinung, ausgestattet mit allen Vorzügen eines Jagdhundes, dazu ein äußerst umsichtiger Familienhund und auch ein wirkungsvolles Status-Symbol für Auftritte in der Öffentlichkeit. Der Hund wird zum Individuum.
Die Dokumentation gibt aber auch einen Ausblick auf zukünftige Möglichkeiten einer Partnerschaft von Hund und Mensch. So hat sich die Kognitionsforschung verstärkt der Hunde angenommen – mit verblüffenden Erkenntnissen: Weitaus besser als unsere nächsten tierischen Verwandten, die Menschenaffen, können Hunde unsere Gesten lesen, sie verstehen und bewusst in ihr Sozialverhalten integrieren. Auch wenn sich die Rollen geändert haben, sind Mensch und Hund nach wie vor perfekt aufeinander zugeschnitten.

JAGDKUMPANE - Wie der Hund auf den Menschen kam -- HundeWissen, 5.0 out of 5 based on 1 rating

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