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Illegal im Grenzgebiet – Die Bundespolizei ermittelt [Reportage deutsch]

Kategorien: 360p, 480p, Deutschland, Europa, Länder, Menschen, Online, Polizei, Verbrechen

Es ist drei Uhr in der Nacht. Im niedersächsischen Bad Bentheim an der niederländischen Grenze haben Bundespolizisten den Euroliner Paris — Berlin gestoppt. Sie fahnden nach illegal Einreisenden, meist Flüchtlinge aus Afghanistan, dem Iran oder aus Afrika, die von Schleuserbanden nach Europa gebracht werden. Den beiden Beamten bleiben nur wenige Minuten Zeit für die Passkontrolle. Mit sicherem Blick haben sie in der Menge einen 18-jährigen Iraner entdeckt, der mit gefälschtem chilenischen Ausweis unterwegs ist. Eine internationale Schleuserbande hat die Flucht für ihn arrangiert und ihm Dokumente und Fahrkarten besorgt, erzählt der Mann später auf dem Revier. Nach dem Verhör wird er umgehend in die Niederlande abgeschoben, das „sichere Drittland“ aus dem er gekommen ist. Aber auch die niederländischen Behörden haben strenge Asylgesetze. Sie werden den jungen Mann nach Belgien abschieben, wo er sich zuvor aufgehalten hat. Und auch die belgischen Behörden werden versuchen, ihn möglichst schnell loszuwerden. Die Odyssee des jungen Iraners ist noch nicht zu Ende. Viele Flüchtlinge irren so jahrelang durch Europa, bevor sie ihren Zielort erreichen oder schließlich wieder in ihrer Heimat landen. Viele werden es mithilfe von Schleppern wieder versuchen, illegal in ein Land einzureisen. Etwa 15.000 Dollar müssen sie den Schleusern für ihre Reise ins Ungewisse bezahlen. Über 19.000 Einreisende ohne gültige Papiere wurden allein im vergangenen Jahr in Deutschland aufgegriffen. Mehr als jemals zuvor. „Wenn es irgendwo in der Welt ein neues Krisengebiet gibt, kommen drei Monate später an unseren Grenzen die ersten Flüchtlinge an“, berichten die Bundespolizisten aus Bad Bentheim. „Die meisten Illegalen stammen derzeit aus dem Kriegsland Afghanistan.“ Auch wenn die Beamten täglich Flüchtlinge aufgreifen, lässt sie deren Schicksal nicht kalt, schon gar nicht, wenn es sich dabei um Kinder handelt, erzählen sie. Im letzten Zug haben sie zwei jugendliche Afghanen ohne Papiere aufgegriffen. Die beiden Jungen, fast noch Kinder, waren völlig verstört und entkräftet. Sie flehten um Gnade, wollten auf keinen Fall in ihre Heimat zurück. Monatelang waren sie auf der Flucht. In einer medizinischen Untersuchung muss nun geklärt werden, ob die beiden jungen Männer volljährig sind. Dann hätten sie nur noch über einen Asylantrag die Chance, die schnelle Abschiebung zu verhindern. Lutz Wetzel hat mit seinem Kamerateam zwei Wochen lang die Fahnder der Bundespolizei bei ihrer Grenzpatrouille beobachtet und begleitete Polizisten bei einer Großfahndung in Niedersachsen, auf der Suche nach illegalen Flüchtlingen, aber vor allem nach international organisierte Schleuserbanden, Passfälschern und Menschhändlern, die mit den oft tragischen Schicksalen ihrer „Kunden“ Millionengewinne erzielen.

Illegal im Grenzgebiet - Die Bundespolizei ermittelt [Reportage deutsch], 5.0 out of 5 based on 1 rating

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