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Essen -Unsere Geschäfte — Euer Hunger, Geschäft mit dem Hunger

Kategorien: 360p, Afrika, Essen, Gesellschaft, Länder, Menschen, Millionäre, Nahrungsmittel, Nordkorea, Online, Rassismus, Südamerika, Vietnam

Eine Milliarde Menschen auf der Welt müssen von umgerechnet einem Euro am Tag leben, sie geben 70 Cent davon schon jetzt für Nahrung aus. Wenn dann Preise explodieren, ist die Not da. 2008 und 2009 kam es zu Hungeraufständen in Entwicklungsländern und zur Forderung, die Spekulation mit Nahrungsmitteln zu regulieren, gar zu verbieten. Dass die Preise zurzeit mal wieder nach oben gehen, hat viele Ursachen, es gibt nicht den „einen Schuldigen“. Aber: Spekulanten heizen die Not wieder an. Unser Team untersucht, wer auf Nahrungspreise wettet und wer Regulierung verhindert.“

Es sind unsere Geschäfte. Immer wieder, immer noch. Wir spekulieren auf Lebensmittel, machen Geld aus Nahrung. Nahrung, die anderswo fehlt. Alle wissen es, nichts geschieht. Und die Lage wird immer dramatischer.

OT: „Die nächsten Wochen sind jetzt sehr wichtig, weil wir die Ernte für Sojabohnen erwarten…“

OT: „Was wir sehen von den Terminbörsen: Es springen jetzt die Spekulanten auf, also sie verstärken den Preisanstieg …“

OT: „Dann wird Essen unbezahlbar für Millionen von Menschen…“

Es sind diese Terminbörsen, die die Fachleute beunruhigen. Weizen, Mais, Soja – mit den Grundnahrungsmitteln der Welt wird hier gehandelt. Und deren Preise sind in den vergangenen Jahren explodiert. Erstaunlicherweise in ähnlichem Maße wie die Geldanlagen in Agrarfonds. Beispiel Weizen: Fast 200 Millionen Tonnen wurden im vergangenen Jahr in den USA und der EU produziert. Dass es hierfür Zertifikathandel gibt, ist wichtig. Aber tatsächlich werden von Jahr zu Jahr immer mehr Zertifikate gehandelt, inzwischen so als gäbe es fast 4.700 Millionen Tonnen Weizen. Eine künstliche Nachfrage, die den Preis wie hier in Kenia rapide steigen lässt. Wo viele Menschen jetzt 70 Prozent ihres Einkommens für Nahrung ausgeben müssen. Und in den letzten Wochen sind die Preise so schnell gestiegen, dass selbst die Händler leer ausgehen.

Nicholas Wambugu, Lebensmittelhändler (Übersetzung MONITOR): „Wenn ich hier abends den Laden zu mache und zum Großhändler gehe, sind die Preise schon wieder gestiegen. Und die 300 Schilling, die ich verdient habe, sind schon wieder weg. Und dann habe ich oft gar keinen Gewinn gemacht.“

Selbst Mittelschicht-Familien wie die von Chauffeur Edwin Obima müssen fast alles Geld für Essen ausgeben. Seine Frau kocht seit Monaten nur noch Ugali, einen einfachen traditionellen Maisbrei. Alles andere ist nicht mehr erschwinglich. Die Eltern erzählen, sie verzichten oft aufs Essen, damit wenigstens die Kinder satt werden. Doch auch das gelingt nicht immer.

Essen -Unsere Geschäfte -- Euer Hunger, Geschäft mit dem Hunger, 3.3 out of 5 based on 3 ratings

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