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Ein Leben auf allen Vieren

Kategorien: 360p, Gesellschaft, Gesundheit & Medizin, Körper, Krankheiten, Menschen, Online

Vor vier Millionen Jahren erhoben sich unsere Vorfahren, um auf zwei Beinen zu laufen. Das war der entscheidende Schritt vom Affen zum Menschen. So zumindest vermuten es Wissenschaftler aufgrund von Knochenfunden und versteinerten Fußabdrücken – und so lernen wir es in der Schule. Aber letztlich ist das alles nur Theorie, denn dieser Film porträtiert Menschen, die diesen Entwicklungs-sprung scheinbar nie vollzogen haben: Eine Familie, die sich auf allen Vieren fortbewegt. Die Meldung ging um die Welt – und am Anfang dachte man an einen üblen Scherz. Doch so unglaublich es auch klang, es entpuppte sich als bittere Wahrheit: Die kurdische Familie Ulas lebt in einem kleinen türkischen Dorf nahe der syrischen Grenze. Die meisten ihrer neunzehn Kinder sind gesund. Doch fünf Geschwister laufen ihr gesamtes Leben lang schon auf allen Vieren. Und zwar nicht, weil es ihnen Spaß macht, sondern weil sie nicht anders können. Diese Tatsache zog sofort einige Wissenschaftler an, die seitdem nicht nur die Ursache erforschen, sondern auch mögliche Erkenntnisse über den Ursprung des Menschen. Könnte es sein, dass in einem entlegenen Dorf im Süden der Türkei unerwartete Antworten auf offene Fragen der Evolutionsgeschichte zu finden sind? Die Welt der Wissenschaft ist seitdem jedenfalls in höchstem Aufruhr. Forscher aus aller Welt übertrumpfen sich mit Theorien, die dieses außergewöhnliche Phänomen erklären sollen. Und dabei sind sie sich alles andere als einig: Ein türkischer Neurophysiologe ist sich sicher, dass es sich bei den betroffenen Mitgliedern der Familie um eine Art „missing link“ handelt.

Diese Menschen, so glaubt er, sind lebende Vorfahren des modernen Menschen. Amerikanische Paläoanthropologen hoffen, dass der Knochenbau dieser Menschen wichtige Aufschlüsse über die Anatomie unserer Vorfahren liefern kann. Deutsche Genetiker dagegen behaupten, durch diesen Fall jene Gensequenzen gefunden zu haben, die den aufrechten Gang bewirken. Das englische Team glaubt jedoch nicht, dass ein einziges defektes Gen im Stande ist, den Menschen in einen Vierfüßer zurückzuverwandeln. Die BBC Dokumentation zeigt die umfassende Suche des Londoner Evolutionspsychologen Nicholas Humphrey und seiner Kollegen nach einer Erklärung für ein ungewöhnliches Phänomen. Neben vielen Erkenntnissen über die möglichen Ursachen für den Vierbeiner-Gang der Familie Ulas zeichnet der Film jedoch auch ein einfühlsames Porträt dieser Menschen, die mehr sind als reine Studienobjekte. Es sind lebende Menschen, deren Alltag voller Schwierigkeiten und Sorgen ist. Die Verhältnisse der Familie sind von Armut und notdürftiger medizinischer Versorgung geprägt. Von vielen Mitbewohnern im Dorf werden sie wie Aussätzige behandelt. Die Anwesenheit der Wissenschaftler sorgt für noch mehr Unruhe, denn deren Ideen berühren sensible Aspekte des islamischen Glaubens. Und auch die Militärpolizei mischt sich während der Dreharbeiten ein. Neben den erhitzten wissenschaftlichen Diskussionen drängt sich deshalb immer mehr die Frage auf, wie diesen Menschen geholfen werden kann. Gibt es vielleicht doch noch Hoffnung, dass sich die Geschwister eines Tages auf zwei Beinen fortbewegen können?

(Bild: BBC Exklusiv)

Ein Leben auf allen Vieren, 5.0 out of 5 based on 1 rating

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