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Die Welt auf Pump – Doku über Staatsverschuldung

Kategorien: 360p, Finanzkrise, Geld, Gesellschaft, Menschen, Online, Politik, Unternehmen, Wirtschaft

Angeblich haben wir über unsere Verhältnisse gelebt, uns zu viel geleistet: Auf jedem Deutschen lastet eine Staatsschuld von fast 26.000 Euro. Weltweit stehen die Industrieländer mit 55 Billionen Euro in der Kreide. Jetzt sollen es die Bürger richten – sprich Sparen, hämmert uns die Politik ein. Die Staatsverschuldung hat weltweit Billionen umverteilt – von unten nach oben. Mit den Schulden explodierten die Vermögen der Millionäre dieser Welt. Warum? Gierige Banker? Arglose Politiker? In einem Gewinnmaximierungssystem, das angeblich alternativlos ist? Die Staatsverschuldung und die Dominanz der Finanzoligarchie ist eine Gefahr für unser Gemeinwesen und die Demokratie, urteilt der Wirtschaftsexperte Prof. Max Otte.

Die Welt auf Pump - Doku über Staatsverschuldung, 5.0 out of 5 based on 1 rating
  1. Stefan Wehmeier

    22. Dez, 2012

    Dummheit ist ein gefährlicherer Feind des Guten als Bosheit

    „…den Kreditausweitungen zwischen 1970 und 2009, in Höhe von 1.596 Mrd. Euro, standen in der gleichen Zeit Zinszahlungen des Staates in Höhe von 1.562 Mrd. Euro gegenüber! D. h., nutzbar für Staat und Bürger waren in diesen 39 Jahren nur jene 34 Mrd. Euro, die sich aus der Differenz zwischen Kreditaufnahmen und Zinszahlungen ergeben. – Profitiert hat also alleine jene Bürger-Minderheit, die dem Staat ihr Geld geliehen hat: Sie ist um 1.562 Mrd. Euro reicher geworden.“ (Helmut Creutz, 2011)

    Der „Jahrhundertökonom“ John Maynard Keynes wusste, dass eine staatliche Liquiditätsgebühr („carrying costs“) auf alles Zentralbankgeld (konstruktiv umlaufgesicherte Indexwährung) „der vernünftigste Weg sein (würde), um allmählich die verschiedenen anstößigen Formen des Kapitalismus loszuwerden. Denn ein wenig Überlegung wird zeigen, was für gewaltige gesellschaftliche Veränderungen sich aus einem allmählichen Verschwinden eines Verdienstsatzes auf angehäuftem Reichtum ergeben. Es würde einem Menschen immer noch freistehen, sein verdientes Einkommen anzuhäufen, mit der Absicht es zu einem späteren Zeitpunkt auszugeben. Aber seine Anhäufung würde nicht mehr wachsen.“

    Doch ohne diesen „vernünftigsten Weg“ zu beschreiten, den Silvio Gesell bereits 20 Jahre zuvor in „Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld“ vollständig und widerspruchsfrei beschrieben hatte, lässt sich Keynes in seiner „Allgemeinen Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes“ (1936) nur über alle denkbaren und undenkbaren Möglichkeiten aus, wie es der politischen Seifenoper gelingen könnte, die systemische Ungerechtigkeit der Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz durch eine „antizyklische staatliche Investitionspolitik“ bis zum Staatsbankrott durch Überschuldung hinauszuzögern (nebenbei bemerkt: der erste Patient, der den Keynesianismus anwendete, war Adolf Hitler), anstatt das Elend einfach abzustellen.

    Dabei ist zu beachten, dass Politiker (Machtmenschen) nicht aus „bösem Willen“ handeln,…

    „Daß der Dumme oft bockig ist, darf nicht darüber hinwegtäuschen, daß er nicht selbständig ist. Man spürt es geradezu im Gespräch mit ihm, daß man es gar nicht mit ihm selbst, mit ihm persönlich, sondern mit über ihn mächtig gewordenen Schlagworten, Parolen etc. zu tun hat. Er ist in einem Banne, er ist verblendet, er ist in seinem eigenen Wesen mißbraucht, mißhandelt. So zum willenlosen Instrument geworden, wird der Dumme auch zu allem Bösen fähig sein und zugleich unfähig, dies als Böses zu erkennen.“ (Dietrich Bonhoeffer, 1943)

    …sondern sie wissen wirklich nicht, was sie tun, solange die Religion (Machterhalt) nicht erklärt und damit wegerklärt ist:

    http://www.juengstes-gericht.net

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