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Die größte Bühne der Welt: Countdown zur Revue im Friedrichstadt-Palast [Doku deutsch]

Kategorien: 360p, 480p, Menschen, Online, Persönlichkeiten

Die größte Bühne der Welt: Countdown zur Revue im Friedrichstadt-Palast [Doku deutsch]
Nur sechs Monate hat das Team des Friedrichstadt-Palastes Zeit, eine Revue der Superlative auf die Beine zu stellen. Mit neun Millionen Euro Kosten soll das Programm ‚Show me‘ die teuerste und aufwendigste Produktion der Bühne werden. Ein weiteres Highlight für den Friedrichstadt-Palast, der auf Grund seiner bespielbaren Gesamtfläche von über 2.800 Quadratmetern als grösste Theaterbühne der Welt gilt. Und wenn diese Bühne in vollem Glanz erstrahlt, verbraucht sie so viel Strom wie eine Kleinstadt mit 10.000 Einwohnern in einer Woche. Der Countdown auf dem Weg zur grossen Premiere beginnt im Frühsommer 2012. 300 Tänzer und 200 Sänger haben sich für ein Engagement an Berlins Broadway beworben. Sie reisen sogar aus Australien und den USA an, um hier eine Chance zu bekommen. Die Berliner Bühne kann sich durchaus international messen. ‚So eine Show kennt man sonst nur in Las Vegas.‘ Ballett-Direktorin Alexandra Georgieva gibt nur den Besten eine Chance. Sie sucht ‚grosse Persönlichkeiten mit schönen langen Beinen, einem hübschen Gesicht — und das Herz muss pulsieren für Tanzen‘. Die 20-jährige Italienerin Anita Tortorella gehört zu den Auserwählten. Mit 13 kam sie aus Mailand nach Hamburg, um dort ein Ballettinternat zu besuchen. Nun steht sie vor einer Tanzkarriere am Friedrichstadt-Palast und hofft, ‚dass ein Traum wahr wird‘. 500 Kostüme werden für die neue Show genäht. Der Haute-Couture-Modeschöpfer Christian Lacroix kreiert aufwendige Stücke für das Opening und das Finale. Kreativdirektor und Regisseur der Show, Roland Welke, schätzt sich glücklich: ‚Haute Couture, die sonst auf dem Laufsteg der Modewelt zu finden ist, schmückt in wenigen Wochen die neue Show.‘ Für 2,7 Millionen Euro wird die grösste Bühne der Welt komplett umgebaut. Das Ensemble probt vier Monate und geht dabei an die Grenzen seiner Belastbarkeit. 60 Tänzer und 20 Musiker stehen sechs Tage die Woche jeden Abend auf der Bühne. Von ihnen wird viel erwartet: Choreographien in zwölf Meter Höhe und unter einem 20 Meter tiefen Wasserfall, der von der Bühnendecke sprudelt, gehören zum Repertoire. Ballettdirektorin Alexandra Georgieva kennt den Schlüssel zum Erfolg ihrer Crew: ‚Wir sind wie eine grosse Familie. Der Grund ist, dass wir wirklich von früh bis abends hier arbeiten. Alle sitzen in einem Boot, alle wollen eine Sache und diese Sache ist für uns natürlich sehr heilig.‘ Bei einem Nicht-Erfolg stehen 300 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Eine Belastung für Intendant Berndt Schmidt, der vor der grossen Premiere nur noch schlecht schläft: ‚Wir haben eine Produktion alle zwei Jahre und die ernährt uns. Davon hängt das Haus ab. Für uns ist ein Rückschlag relativ existenziell.‘

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