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Die Bank gewinnt immer!

Kategorien: 360p, Finanzkrise, Geld, Gesellschaft, Länder, Online, Politik, Unternehmen, Wirtschaft

Vor drei Jahren begann die schlimmste Finanz- und Wirtschaftskrise. Die Banken hatten die Weltwirtschaft an den Abgrund geführt. Gerettet hat die Banken der Steuerzahler, mit enormen Geldbeträgen. Die WISO-Dokumentation will wissen, was sich seitdem geändert hat… Oder hat sich gar nichts geändert!?

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  1. Sandro Valecchi

    06. Dez, 2013

    Doch, es hat sich etwas geändert:Die Bankenaktien werden auch im kommenden Geschäftsjahr 2014 Gegenstand der Analyse zahlreicher Finanzexperten sein.

    Der Vorstandsvorsitzender der Deutschen Postbank AG kommentierte von einigen Wochen selbstkritisch das fragile Lagebild im Bankensektor mit folgenden Worten: „Das Bankgeschäft unterliegt großen Veränderungen. Die Krise ist viel hartnäckiger, als wir alle das erwartet und gewünscht haben.“

    Der Co-Vorstand der Deutschen Bank AG, Anshu Jain, gibt zu bedenken: „Wir (im Bankensektor) sehen uns einer nie da gewesenen Regulierung gegenüber, und das zu Recht. Sie ist für unsere Branche die größte Herausforderung. Ich kritisiere jedoch den mangelnden Zusammenhang der Regulierung – ein sehr wichtiger Unterschied. Genauso, wie die Regulierer von Banken ein bestimmtes Verhalten erwarten, so erwarten wir dies auch von der Gruppe der G20, die während der Krise in der Regulierung hervorragend zusammengearbeitet haben. Nun haben wir fast einen Wettbewerb zwischen unterschiedlichen Vorgaben. Das ist nicht das Beste für das System!“

    Finanzexperten wie Douglas Diamond (Chicago/USA)setzen auf mehr Nachhaltigkeit von Ertragslage und Geschäftsmodell der Banken („Financial Intermediation and Delegated Monitoring“): Wer mehr Nachhaltigkeit von Ertragslage und Geschäftsmodell will, so die Überlegung einiger Ökonomen, der muss letztlich den Eigenhandel stärker begrenzen. Die Basel III-Regelungen zum Marktrisiko dienen diesem Ziel und sind angelegt, die Volatilität der Ertragslage zu verringern. Die Volatilität, die engen Verknüpfungen mit anderen Akteuren des Finanzsystems und die großen Finanzierungshebel begründen die systemische Relevanz von Investment-Banken.

    Auch die Commerzbank AG steht, wie der gesamte Bankensektor, unter der Pflicht zur Kapitalausstattung nach Basel III. Die Kernkapitalquote nach Basel III ist im zweiten Quartal auf 8,4 % angestiegen. Bei dieser Kennzahl wird das Kernkapital zu den Risikogewichteten Aktiva ins Verhältnis gesetzt. Für Ende 2014 ist eine Quote von 9 % avisiert. Bei Investoren rückt zudem eine andere Kennzahl zunehmend in den Vordergrund: die Eigenkapitalquote. Nach den Basel-III-Regeln lag sie zuletzt bei 3,2 %. Dieser Wert kann sich im Branchenvergleich durchaus sehen lassen und ist einer der Hauptgründe, weshalb die Commerzbank-Aktie nach Ansicht einiger Analysten noch weiteres Aufholpotential hat. Dieses spiegelt sich in dem positiven Trend der letzten Wochen der Commerzbank-Aktie wieder.

    Der Vorstand der Commerzbank AG, M. Blessing, will den Kapitalpuffer weiter verstärken. Die harte Kernkapitalquote unter Anwendung aller erst ab 2019 voll gültigen Regeln (Basel III) lag Ende September bei 8,6 %. Gewappnet sieht sich die Commerzbank AG mit Blick auf den anstehenden Bilanzcheck der Europäischen Zentralbank (EZB), weil sie mit einer Kapitalquote von 11 % punkten kann. Von der EZB gefordert sind 8 %. Damit wären wir jetzt beim zentralen Thema für 2014.

    • Banken-Stresstest 2014 zur Feststellung der Krisentauglichkeit der Banken

    „Es scheint uns logisch und sinnvoll zu sein, dass man diesen Stresstest so spät wie möglich im Sommer 2014 macht, so dass man die Zahlen vom 30. Juni 2014 verwenden kann“, kommentiert der Präsident des Bundesverbandes Öffentlicher Banken in Deutschland (VÖB); der Verlegungswunsch des Krisentauglichkeitstest für den Bankensektor sorgte für Unmut bei einigen Analysten, geht es doch (allen) im Finanzsektor darum, den großen Vertrauensverlust wieder wett zu machen. Der VÖB sieht Vorteile in der Streckung des Termins. Der Vorteil sei, dass die Institute zu diesem Stichtag bereits die neuen Kapitalregeln nach Basel III anwendeten. „Der Stresstest wird dann glaubwürdiger“, argumentiert der Bundesverband Öffentlicher Banken.

    Bei diesem Bankencheck 2014, dem Stresstest, handelt es sich um einen Teil einer umfassenden Prüfung der großen Bankkonzerne in der Euro-Währungszone, der vor Herbst 2014 abgeschlossen sein soll. EZB und European Banking Authority (EBA) führen die Maßnahmen gemeinsam durch. Ab diesem Zeitpunkt soll die Europäische Zentralbank (EZB) die ca. 130 größten Banken im Zuständigkeitsbereich des Euro-Währungsverbundes zentral überwachen.

    2014 wird den Prozess der Veränderungen in Bankensektor weiter fortschreiben. Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands beklagt, dass die Rettungspolitik bisher nur den großen Instituten helfe, jedoch die Abhängigkeit zwischen Banken und Staaten nicht verringere; einige Experten fordern, die neue Bankenaufsicht langfristig auf eine stabile Rechtsgrundlage zu stellen: „Wir sollten nicht nachlassen darüber zu diskutieren, dass das am Ende in eine Änderung der EU-Verträge münden muss“, so der VÖB.

    In der noch anhaltenden Diskussion wird zum Teil die Befürchtung ausgesprochen, dass Geldpolitik und Bankenaufsicht bei der EZB nicht sauber getrennt werden könnten und es zu einem Interessenkonflikt kommen könne.

    • „Balance Sheet Assessment“ und „Asset Quality Review“

    Dem „Balance Sheet Assessment“ folgen in den nächsten Monaten – also 2014 – auch eine Überprüfung der Vermögenswerte, „Asset Quality Review“, die bereits in diesem Portal schon im Rahmen der Commerzbank-Analyse klar angesprochen wurde: Aufgrund der neuen Regeln für Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten wird aufgrund des neuen Klassifizierungsmodells eine Umbewertung oder Anpassung erforderlich sein. Bilanzielle Abbildung – auch von Sicherungsbeziehungen – müssen unter Beachtung des Transparenzgebotes dem aktuellen Stand des Bilanzrechts entsprechen; Transparenz ist ebenso Pflicht bei der Abbildung von Portfolio- und Makrosteuerungen. Eine stärkere Verknüpfung der Rechnungslegung mit dem Risikomanagement bedingt eine Vereinfachung bei den Voraussetzungen für das Hedge Accounting.

    Im Fokus der Prüfer steht das Anlagevermögen (Assets). „Ich gehe davon aus, dass es weitere Wertberichtigungen geben wird“, sagte der für Finanzstabilität zuständige Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret gegenüber der „Wirtschaftswoche.“

    Im Anschluss daran wird der große Stresstest durch die EZB durchgeführt werden.

    • Billionen Euro-GAP?

    Die EZB will Stabilität und Vertrauen in den Euro und die Märkte implementieren, um systemische Risiken und große Verwerfungen für die Zukunft zu verhindern. Welche Altlasten noch in den Büchern der Banken stehen, kann derzeit niemand exakt sagen. Bereits deshalb ist der Banken-Stresstest zwingend erforderlich.

    Viele Finanzexperten und Analysten gehen von einer Kapitallücke (GAP) aus, welches zwischen 1,2 bis 1,3 Billionen Euro (Worste-Case) liegen könnte, andere erwarten ein „Leck“ in zweistelliger Milliardenhöhe (Euro).

    Zwar wird aktuell diskutiert, ob Europas Steuerzahler oder die Investoren dafür aufkommen müssten, jedoch relativiert Jörg Asmussen, Mitglied des EZB-Direktoriums, diese heikle Frage. Er hält die Gefahr für nicht mehr so groß, wenn die EZB erst einmal die Aufsicht über die größten 130 Kreditinstitute im Euroraum übernommen habe. Die Notenbank als Aufseher müsste dann aber auch entscheiden können, wann eine Bank abgewickelt werden müsse:

    „Die finanziellen Lasten sollen gespeist werden durch einen Fonds, der gespeist wird durch Beiträge der Industrie. Und wenn wir die Bankenaufsicht und die -Abwicklung auf die europäische Ebene gehoben haben, das bedeutet dann auch, dass eine gemeinsame, europäische Einlagensicherung weniger dringlich ist“, so EZB-Direktor Jörg Asmussen.

    • Schwarzes Loch (GAP) in Europas Bankensektor und das Gesetz zur Bankenabwicklung (2013)

    „Jeder weiß, es gibt ein schwarzes Loch in Europas Bankensektor“, wird aus dem Bereich des Diplomatischen Corps konstatiert. Deutschland, die Niederlande und auch Österreich hatten in den Verhandlungen auf eine weitreichende Gläubigerbeteiligung und möglichst einheitliche Regeln gepocht. Es sei wesentlich ein gesamteuropäisches System zu haben und nicht eines, wo die Staaten individuelle Regeln haben, hatte Finanzministerin Maria Fekter (österreichische Finanzministerin : ÖVP) im Vorfeld der Verhandlungen gefordert und sich gegen nationale Ausnahmen ausgesprochen: „Wir stehen auf dem Standpunkt, dass die Flexibilisierung gering sein soll und dass wir nicht anschließend darüber diskutieren, was überhaupt in den Regularien drinsteht,“ meint die Finanzministerin Fekter.

    „Ändern wird das Abwicklungsgesetzt wenig“, halten Kritiker dem EU-Abwicklungsgesetz für Banken im Dauerkrisenmodus entgegen, denn bereits heute werden zuerst Aktionäre, Gläubiger sowie die Guthaben der Kunden herangezogen, um die Insolvenz einer Bank zu verhindern. Mit dem Abwicklungsgesetzt wird eher die staatliche Hilfe legalisiert, für die es bisher überhaupt keine Grundlage gab. Die Rettung insolventer Firmen durch Steuerzahler ist in den letzten Jahren in Mode gekommen und nahm bei der Bankenrettung überhand. Dabei ist jede Firmenrettung durch Steuerzahler eine Marktverschiebung, denn sie unterstützt immer diejenigen, die mit ihrem Unternehmen schlecht wirtschaften.

    Viele Analysten glauben (zu Recht), dass nahezu jede Bilanz aus dem Bankensektor anfechtbar ist und die bilanziellen Abbildung fehlerhaft sind. So sorgte ein erst kürzlich veröffentlichter Telefonmitschnitt der Anglo Irish Bank für Aufsehen. Hier gestand der Verantwortlich für den Bereich Kapitalmarkt im Jahr 2008 absichtlich eine niedrigere Summe zur Rettung der Bank genannt zu haben, damit staatliche Hilfen nicht gleich von Anfang an untersagt werden. Dieses besondere Manko im Bankensektor kommentiert Fondsmanager Bert Flossbach wie folgt: „Die meisten Banken sind allerdings aufgrund ihrer intransparenten Bilanzen, hoher Klagerisiken und wachsender Eigenkapitalanforderungen für uns als Langfristinvestor unattraktiv. Von einigen Ausnahmen abgesehen ist das Chance-Risiko-Verhältnis von Bankaktien daher auf lange Sicht schlecht. Dies bedeutet natürlich nicht, dass man mit diesen Titeln kein Geld verdienen kann. Ein Engagement ist aber mehr Spekulation als Investition.“

    Zu (schwerwiegenden) fehlerhaften, bilanziellen Abbildungen ist es allerdings auch deshalb gekommen, weil z. B. toxische Papiere regelmäßig gebucht wurden, da es keine andere Alternative gab. Erst Anfang April 2009 bildete z. B. die Commerzbank AG eine eigene interne Bad Bank, genannt PRU (Portfolio Restructure Unit), in die schlechte Wertpapiere von 15,5 Milliarden Euro der Commerzbank und von 39,9 Milliarden Euro der ehemaligen Dresdner Bank im Laufe des zweiten Quartals 2009 ausgelagert werden sollten. Bis April 2009 sind nach Ansicht zahlreicher Finanzexperten die Bilanzen und Bankauskünfte anfechtbar.

    • Erweitere Prüfung der EZB (Bilanzen der Förderbanken sowie der KfW-Ipex)

    Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser: die EZB unter Mario Draghi beabsichtigt, die Prüfung auszuweiten und dabei sowohl die Bilanzen der KfW-Ipex als auch weiterer Förderbanken nicht auszusparen zu wollen. Deutschland wollte eine Ausnahmeregelung für die Staatsbank KfW, berichtet „manager magazin.“Allerdings bilanziert die KfW-Tochter Ipex mit 46 Mrd. Euro nicht mehr in der Liga der kleinen Institute und ist größer als die IKB (Mittelstandbank). Auf der Check-Liste der EZB befinden sich 128 Banken, darunter 24 Institute aus Deutschland, wie beispielsweise die NRW-Bank (Bilanzsumme 149 Mrd. Euro), die baden-württembergische L-Bank (Bilanzsumme 71 Mrd. Euro) sowie die Hamburger Sparkasse.

    EZB und EBA nehmen den Kontrollauftrag ernst und wollen sich keine Nachlässigkeiten nachsagen lassen. Dies wird durchaus in Fachkreisen begrüßt. Insbesondere der Vertrauensverlust, mit dem die Banken zu kämpfen hätten, sei noch nicht bewältigt, so die Finanzexperten. „Wir machen Fortschritte, aber erledigt ist das Thema nicht“, so das Statement des Vorstandes der Postbank AG. Auch die CEOs der Deutschen Bank AG zeigen sich analytisch zustimmend: „Die Missetaten einer kurzen Zeitspanne werden noch lange einen Schatten werfen“, so Co-Vorstand Jain. Strafzahlungen und Gerichtsverfahren aus Zeiten vor der Finanzkrise würden der Branche noch lange anhaften. Die daraus resultierende Regulierung sei verständlich, sagt der Co-Vorstand der Deutschen Bank AG. Das Mandat der EZB umfasst den Prüfungsauftrag, wenn eine Bilanzsumme von mehr als 30 Milliarden Euro je Bank überschritten wird.

    • Gleiches Recht für Deutsche Bank, Commerzbank und KfW?

    Die drittgrößte Bank in Deutschland, die KfW, entzieht sich dem Mandat der EZB und wird bislang auch von der nationalen Bankenaufsicht nicht überwacht. Die Tochter Ipex agiert jedoch am Markt wie eine Geschäftsbank und steht objektiv in direkter Konkurrenz zu den privaten Banken – Deutsche Bank AG und Commerzbank AG. Das Hauptgeschäft umfasst die Exportförderung. Beabsichtigt beispielsweise ein Dax-Konzern eine Finanzierung für eine langfristige Investition im Ausland, konkurriert Ipex ganz gezielt mit der Deutschen Bank AG und der Commerzbank AG. Für den Co-Vorstand der Deutschen Bank AG steht fest: Es geht darum, gleiche Regeln für alle zu schaffen. Das ist vor allem den mittelgroßen privaten Instituten wichtig. So sieht das auch der Bankenverband BdB.
    Die Ipex führe viele Geschäfte bloß „treuhänderisch für ihre Mutter KfW“ aus, so die Argumente aus dem politischen Berlin. Diese Transaktionen müsse man von der Bilanzsumme abziehen. Deshalb sehe man die Ipex unter der Prüfschwelle von 30 Milliarden Euro.

    Das sehen die Finanzexperten in Frankfurt a. M. allerdings anders. Um Vertrauen wieder herzustellen und zu kommunizieren, darf es keine Ausnahmen geben. Jedoch gilt die EZB-Liste (mit Ipex) zunächst lediglich für den großen Bilanzcheck, hat damit nur vorentscheidenden Charakter. Eine abschließende Entscheidung, welche Institute ganz konkret unter die EZB-Aufsicht fallen, wird erst 2014 getroffen.

    • Gesamtschaden Bankensektor: 3,4 Billionen USD

    Dieses heikle Tabu-Thema kann nur vom Volumen her geschätzt werden, weil die Politik offenbar keine sachverständigen Ermittlungen hierzu vorgenommen hat – oder diese unter Verschluss hält. Allein der weltweite Abschreibungsbedarf sowie die Geltendmachung von Abschreibungen im Bankensektor umfassen einen Betrag von etwa 3.400 Milliarden USD (Methode/Schätzung). Der weltwirtschaftliche Gesamtschaden wird bei etwa 10 Billionen USD gesehen.

    Es mag sein, dass nicht wenige Politiker hierüber nicht gerne sprechen; aber die EZB-Leitung will jetzt zusammen mit der European Banking Authority (EBA) ein Lagebild über den Bankensektor – und das ist aus meiner Sicht gut so. 2014 übernimmt die EZB von den nationalen Behörden die Aufsicht über die wichtigsten europäischen Banken. Die Maßnahme gilt als eine der weitreichendsten Konsequenzen aus der Finanzkrise überhaupt, so die Kommentare einiger Marktbeobachter.

    „Ich bin überzeugt davon, dass bisher zu wenige Banken in Europa abgewickelt wurden und vom Markt verschwunden sind“, sagt der Leiter der European Banking Authority (EBA) Andrea Enria. Seiner fachlichen Ansicht nach neigen einige Regierungen dazu, „ihre nationalen Banken im Markt zu halten, und das hat den Reparaturprozess verlangsamt.“ In den Vereinigten Staaten sind ca. 500 Institute vom Markt verschwunden. Dagegen sind es in Europa weniger als 40 gewesen.

    Trotz etlicher Aktionen bei der „Reparatur der Bilanzen“ seien die Märkte noch immer nicht davon überzeugt, dass die europäischen Banken glaubwürdige und verlässliche Anpassungen vorgenommen haben. Ein Indikator hierfür seien die niedrigeren Bewertungen europäischer Banken am Aktienmarkt. Zwar haben die Banken heute mehr Eigenkapital, doch ob die Methoden, „mit denen sie intern ihre Risiken abschätzen, konservativ genug sind“, könnten nur die anstehenden Stresstests klären. Besonders kritisch sieht die EBA die großen Unterschiede in der Bilanzierung riskanter Staatsanleihen durch die Banken: „Wir werden auf einheitliche und konservative Bewertungen im Stresstest dringen“, sagte der Italiener. Untersuchungen belegen, dass verschiedene Banken dieselben Staatsanleihen teilweise mit sehr unterschiedlichen Risikogewichten versehen.

    • Die Pflicht zur Kooperation mit EZB und EBA

    2014 bedeutet für den Bankensektor zunächst ein umfangreicher Bilanzcheck, „Balance Sheet Assessment“ und „Asset Quality Review“; ob ein objektiv nicht auszuschließendes Billionen Euro-GAP vorliegt, kann nur ein qualifiziertes Lagebild ergeben.

    Das Ergebnis wird definitiv die Performance der Titel im Bankensektor beeinflussen und falls alles gut gehen sollte, könnte dies im zweiten oder dritten Quartal 2014 zum Turnaround bei den Bankaktien führen. Allerdings prüft die deutsche Finanzaufsicht BaFin aus aktuellem Anlass, ob neben den Libor und Euribor-Manipulationen auch im Handel mit Gold und Silber Missbrauch mit Insiderwissen betrieben wurde. „Die BaFin schaut sich neben Libor und Euribor auch andere Benchmark-Prozesse wie das Gold- und Silberpreisfixing bei einzelnen Banken an“, vermeldet „Wall Street Journal Deutschland“. Die Untersuchungen dauern zwar an, sind aber Kontraproduktiv im Ringen um Solvabilität, Liquidität und Vertrauen. Denn davon lebt der Bankensektor.

    Ich empfehle den Banken die unbedingte Bereitschaft zur Kooperation mit EZB und EBA. Anstatt „teure Reporting-Pflichten“ zu beklagten, sollten im jedem Vorstandsgeschäftsbereich ein aktueller Lagebericht (Asset Quality Review sowie Bottom Up Stresstest) auf Terminvorlage im ersten Quartal 2014 zur Hand sein. Noch Fragen?
    Sandro Valecchi, Analyst

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