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Cori – Über Leben mit Aids

Kategorien: 360p, Gesellschaft, Gesundheit & Medizin, Körper, Krankheiten, Länder, Menschen, Online, Wissenschaft & Forschung

Cori Obst ist heute 42 Jahre alt und hätte nicht damit gerechnet, so lange zu leben. Denn vor 19 Jahren diagnostizierten Ärzte bei ihr Aids im Endstadium. „Sie haben maximal noch ein Jahr“, hatten die Ärzte ihr damals gesagt. Infiziert hatte sie sich über einen Exfreund, der Bluter war. Sie bricht ihr Studium der Theologie ab. Sie will in der vermeintlich kurzen Zeit, die ihr bleibt, noch möglichst viel erleben. ‚Schlafen kann ich, wenn ich tot bin‘, ist ihr Motto. Sie macht ihre Krankheit öffentlich und nimmt den Kampf auf: Gegen Tabus, Anfeindungen und Vorurteile und für die Rechte von HIV-Positiven. Sie stürzt sich ins Leben und die politische Arbeit, wird Frauenreferentin der Deutschen Aidshilfe. Cori provoziert. So fordert sie für sich und andere das Recht auf ein eigenes Kind. 1995 wird ihre Tochter Nana geboren. Sie ist nicht infiziert. Die Umstände der Geburt und die Reaktion der Ärzte auf eine HIV-infizierte Schwangere sind für Cori traumatisch. Als ihre Tochter zwei Jahre alt ist, trennt sie sich von Nanas Vater und zieht mit ihr nach Berlin. 2005 erkrankt Cori an einem aidsspezifischen Lymphdrüsenkrebs. Ihr Immunsystem bricht komplett zusammen. Cori liegt im Sterben, und sie will sterben. Aber wie durch ein Wunder wacht sie wieder auf. Sie muss weiterleben und kommt damit lange nicht klar. ‚Ich habe mich überlebt‘, sagt sie, und weiß nicht, wie sie die sich ausdehnende Zeit mit Sinn und neuen Zielen ausfüllen soll. Das neugeschenkte Leben wird ihr zur Qual. Sie versteht nicht mehr, was ihr passiert, ist orientierungslos und einsam. Schließlich landet sie in der Psychiatrie. Erst vor kurzem hat die Powerfrau wieder ins normale Leben zurückgefunden und geheiratet. Ihr Leben hat sich entschleunigt, und ein bisschen trauert sie den früheren turbulenten Zeiten nach. ‚Überleben macht nachdenklich‘, sagt sie. Ihre Tochter Nana ist inzwischen 14 Jahre alt und lebt mit ihrem Vater in Wien. Sie genießt die seltenen Treffen mit Cori. Dann gehen die beiden Arm in Arm und sehen aus wie zwei Schwestern. Nana ist froh, dass es ihrer Mutter im Moment wieder besser geht. Sie weiß allerdings auch, dass sich das schlagartig ändern kann. Auf die Frage, ob sie manchmal sauer auf ihre Eltern ist, weil sie ihr ja einiges zugemutet haben, antwortet sie mit einem klaren ‚Nein‘. Aber manchmal kann sie nachts nicht schlafen, aus Angst um ihre Mutter. Sie hat von klein auf gelernt, mit der Krankheit von Cori zu leben. Sie hat sich daran gewöhnt, Alltag eben.

Ein Film von Anke Spiess,

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