Teilen |

Doku bewerten

GD Star Rating
a WordPress rating system

Werbung

Banken außer Kontrolle – Wie die Politik uns in die Krise führte – Doku/Dokumentation

Kategorien: 480p, Finanzkrise, Geld, Menschen, Online, Politik, Wirtschaft

Die Finanzkrise kam über Deutschland wie ein Tsunami, von weit her und völlig unvorhersehbar. Verantwortlich sind die USA, die Leidtragenden sind wir. Diese These ist ebenso eingängig wie falsch. Die Autoren Julia Klüssendorf und Stefan Jäger zeigen, wie alle Regierungen in Deutschland seit den 90ern die vorhandenen Alarmsignale ignoriert haben. Die Autoren blicken hinter die Kulissen und zeigen, warum unsere Politiker den Bankern freie Hand ließen.

IKB, Sachsen LB, West LB, HRE und Commerzbank – so heißen die deutschen Verursacher der Katastrophe. In London liefen die Landesbanken nur unter „Stupid Germans“, denen man jedes Schrottpapier unterjubeln konnte. Warum konnten die Landesbanken hoch riskante Produkte handeln, ganz nach Manier der aggressiven Investmentbanker in New York und London? Und warum kommt es – entgegen allen Vorwarnungen – zur Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank? Einige Wochen später war die Commerzbank pleite, der damalige Finanzminister Peer Steinbrück gibt sich völlig überrascht, zähneknirschend springt er mit Milliarden Steuergeldern ein.

Banken außer Kontrolle - Wie die Politik uns in die Krise führte - Doku/Dokumentation, 4.3 out of 5 based on 6 ratings
  1. Sandro Valecchi

    13. Aug, 2013

    Ein wirklich sehr zu empfehlender Beitrag:Viel zu lange verstrickte sich vor allem die Deutsche Richterschaft in eine unfassbare Naivität der Verharmlosung dieser Delikte: einen Banker zu verurteilen war nahezu ein Tabu. In einem besonders aufsehenerregenden Fall wurden mehrere Wirtschaftsprüfer, die einem Banker zu nahe getreten waren, kollektiv für „geisteskrank“ erklärt und vom Fall abgezogen. Im Fall des Hochstablers Jürgen Schneider (Schneider Immobilien AG), mit angedichteten „Herrn Doktor“, lachte der Vorsitzende Berufsrichter „herzlich“ („… das sind doch Peanuts“, Spruch von H. Kopper) und trug damit zu einer gefährlichen Verharmlosung der Wirtschaftskriminalität im sensiblen Bankensektor bei.

    Aus den bitteren Erfahrungen der sündhaft teuren Finanzkrise haben die Mitgliedstaaten der EU nunmehr Konsequenzen gezogen und in mehreren Schritten das Regelwerk verschärft. Die EU-Finanzminister haben sich in Brüssel auf neue Haftungsregeln für Banken geeinigt. Zukünftig soll nicht mehr der Steuerzahler, sondern zuerst die Aktionäre, die Gläubiger und Kunden der betroffenen Banken die Hauptlast tragen, staatliche Hilfen sollen erst in letzter Instanz genutzt werden (EU-Abwicklungsgesetz für insolvente Banken). Hierbei gibt es eine Einschränkung: Guthaben über 100.000 Euro sollen in die Haftung einbezogen werden; Kleinanleger stehen unter Schutz. Aber: Die Mitgliedstaaten können davon aber Ausnahmen machen, wenn die Verlustbeteiligung gravierende Folgen hätte.

    Die EU-Mitgliedstaaten müssen über dieses Gesetz allerdings noch mit dem Europäischen Parlament verhandeln. Es gibt den nationalen Abwicklungsbehörden weitreichende Eingriffsrechte in strauchelnde Finanzinstitute. Sie können kleinere Banken künftig einfacher und nach europaweit einheitlichen Regeln schließen. Die Haftung von Eigentümern und Gläubigern, das sogenannte Bail-in, greift erst bei systemrelevanten Großbanken, die sanierungsfähig und stark mit anderen Banken verstrickt sind.

    „Jeder weiß, es gibt ein schwarzes Loch in Europas Bankensektor“, wird aus dem Bereich des Diplomatischen Corps konstatiert. Deutschland, die Niederlande und auch Österreich hatten in den Verhandlungen auf eine weitreichende Gläubigerbeteiligung und möglichst einheitliche Regeln gepocht. Es sei wesentlich ein gesamteuropäisches System zu haben und nicht eines, wo die Staaten individuelle Regeln haben, hatte Finanzministerin Maria Fekter (österreichische Finanzministerin : ÖVP) im Vorfeld der Verhandlungen gefordert und sich gegen nationale Ausnahmen ausgesprochen: „Wir stehen auf dem Standpunkt, dass die Flexibilisierung gering sein soll und dass wir nicht anschließend darüber diskutieren, was überhaupt in den Regularien drinsteht,“ meint die Finanzministerin Fekter.

    „Ändern wird das Abwicklungsgesetzt wenig“, halten Kritiker dem EU-Abwicklungsgesetz für Banken im Dauerkrisenmodus entgegen, denn bereits heute werden zuerst Aktionäre, Gläubiger sowie die Guthaben der Kunden herangezogen, um die Insolvenz einer Bank zu verhindern. Mit dem Abwicklungsgesetzt wird eher die staatliche Hilfe legalisiert, für die es bisher überhaupt keine Grundlage gab. Die Rettung insolventer Firmen durch Steuerzahler ist in den letzten Jahren in Mode gekommen und nahm bei der Bankenrettung überhand. Dabei ist jede Firmenrettung durch Steuerzahler eine Marktverschiebung, denn sie unterstützt immer diejenigen, die mit ihrem Unternehmen schlecht wirtschaften.Sandro Valecchi

    Reply to this comment

Kommentare

nach oben
PHVsPjxsaT48c3Ryb25nPndvb19hZF8yMDBfYWRzZW5zZTwvc3Ryb25nPiAtIDwvbGk+PGxpPjxzdHJvbmc+d29vX2FkXzIwMF9pbWFnZTwvc3Ryb25nPiAtIDwvbGk+PGxpPjxzdHJvbmc+d29vX2FkXzIwMF91cmw8L3N0cm9uZz4gLSA8L2xpPjxsaT48c3Ryb25nPndvb19hZF9jb250ZW50X2Fkc2Vuc2U8L3N0cm9uZz4gLSA8L2xpPjxsaT48c3Ryb25nPndvb19hZF9jb250ZW50X2Rpc2FibGU8L3N0cm9uZz4gLSB0cnVlPC9saT48bGk+PHN0cm9uZz53b29fYWRfY29udGVudF9pbWFnZTwvc3Ryb25nPiAtIGh0dHA6Ly93d3cud29vdGhlbWVzLmNvbS9hZHMvd29vdGhlbWVzLTQ2OHg2MC0yLmdpZjwvbGk+PGxpPjxzdHJvbmc+d29vX2FkX2NvbnRlbnRfdXJsPC9zdHJvbmc+IC0gaHR0cDovL3d3dy53b290aGVtZXMuY29tPC9saT48bGk+PHN0cm9uZz53b29fYWRfdG9wX2Fkc2Vuc2U8L3N0cm9uZz4gLSA8L2xpPjxsaT48c3Ryb25nPndvb19hZF90b3BfZGlzYWJsZTwvc3Ryb25nPiAtIHRydWU8L2xpPjxsaT48c3Ryb25nPndvb19hZF90b3BfaW1hZ2U8L3N0cm9uZz4gLSBodHRwOi8vd3d3Lndvb3RoZW1lcy5jb20vYWRzL3dvb3RoZW1lcy00Njh4NjAtMi5naWY8L2xpPjxsaT48c3Ryb25nPndvb19hZF90b3BfdXJsPC9zdHJvbmc+IC0gaHR0cDovL3d3dy53b290aGVtZXMuY29tPC9saT48bGk+PHN0cm9uZz53b29fYWx0X3N0eWxlc2hlZXQ8L3N0cm9uZz4gLSBkZWZhdWx0LmNzczwvbGk+PGxpPjxzdHJvbmc+d29vX2F1dG9faW1nPC9zdHJvbmc+IC0gZmFsc2U8L2xpPjxsaT48c3Ryb25nPndvb19jYXRfbWVudTwvc3Ryb25nPiAtIGZhbHNlPC9saT48bGk+PHN0cm9uZz53b29fY3VzdG9tX2Nzczwvc3Ryb25nPiAtIDwvbGk+PGxpPjxzdHJvbmc+d29vX2N1c3RvbV9mYXZpY29uPC9zdHJvbmc+IC0gPC9saT48bGk+PHN0cm9uZz53b29fZW1iZWQ8L3N0cm9uZz4gLSBmYWxzZTwvbGk+PGxpPjxzdHJvbmc+d29vX2ZlZWRidXJuZXJfaWQ8L3N0cm9uZz4gLSA8L2xpPjxsaT48c3Ryb25nPndvb19mZWVkYnVybmVyX3VybDwvc3Ryb25nPiAtIDwvbGk+PGxpPjxzdHJvbmc+d29vX2dldF9pbWFnZV9oZWlnaHQ8L3N0cm9uZz4gLSAxNDI8L2xpPjxsaT48c3Ryb25nPndvb19nZXRfaW1hZ2Vfd2lkdGg8L3N0cm9uZz4gLSAxOTA8L2xpPjxsaT48c3Ryb25nPndvb19nb29nbGVfYW5hbHl0aWNzPC9zdHJvbmc+IC0gPC9saT48bGk+PHN0cm9uZz53b29faG9tZTwvc3Ryb25nPiAtIHRydWU8L2xpPjxsaT48c3Ryb25nPndvb19ob21lX2NvbnRlbnQ8L3N0cm9uZz4gLSBmYWxzZTwvbGk+PGxpPjxzdHJvbmc+d29vX2hvbWVfZmVhdHVyZWQ8L3N0cm9uZz4gLSBmYWxzZTwvbGk+PGxpPjxzdHJvbmc+d29vX2xvZ288L3N0cm9uZz4gLSA8L2xpPjxsaT48c3Ryb25nPndvb19tYW51YWw8L3N0cm9uZz4gLSBodHRwOi8vd3d3Lndvb3RoZW1lcy5jb20vdGhlbWUtZG9jdW1lbnRhdGlvbi93b290dWJlLzwvbGk+PGxpPjxzdHJvbmc+d29vX25hdl9leGNsdWRlPC9zdHJvbmc+IC0gPC9saT48bGk+PHN0cm9uZz53b29fcmVzaXplPC9zdHJvbmc+IC0gdHJ1ZTwvbGk+PGxpPjxzdHJvbmc+d29vX3Nob3J0bmFtZTwvc3Ryb25nPiAtIHdvbzwvbGk+PGxpPjxzdHJvbmc+d29vX3RoZW1lbmFtZTwvc3Ryb25nPiAtIFdvb1R1YmU8L2xpPjxsaT48c3Ryb25nPndvb190d2l0dGVyPC9zdHJvbmc+IC0gPC9saT48bGk+PHN0cm9uZz53b29fdmlkZW9fYnJvd3Nlcl9pbml0PC9zdHJvbmc+IC0gNTwvbGk+PC91bD4=