Der Traum vom Fliegen – Wie haben Tiere die Luft erobert? (Doku)

Der Traum vom Fliegen – Wie haben Tiere die Luft erobert? (Doku)

Der Traum vom Fliegen ist ein alter Menschheitstraum. Während sich der Mensch diesen Wunsch nur mit technischen Mitteln erfüllt hat, haben es viele Tiere im Laufe der Evolution gelernt. Der Ursprung des Fliegens liegt weit zurück in der Erdgeschichte. Schon vor Jahrmillionen kreuzten die Saurier durch die Lüfte. Aber sie waren nicht die ersten, die den Luftraum erobert haben.

Der Ornithologe Dr. Gerald Mayr hat sich der Evolution des Vogelflugs verschrieben. Am Frankfurter Senckenberg Museum forscht er nach den Ursprüngen des Fliegens.

Gerald Mayr staunt immer wieder über die Vielfalt der Lebensformen, die sich in die Lüfte erhoben haben: „Nach dem Wasser und dem Land war die Luft der letzte Lebensraum der von den Tieren erschlossen wurde. Die Vögel sind sicher diejenige Tiergruppe, die am besten und weitesten bekannt ist und das Fliegen vielleicht auch in höchster Vollendung geschafft hat. Daneben gab es in der Vergangenheit auch einige andere Tiergruppen die ebenfalls den Schritt in die Luft geschafft haben und da waren auch einige sehr ungewöhnliche Formen dabei.“

Die ersten Lebewesen, die den festen Boden unter den Füßen zurückließen, erhoben sich auf zarten, meist durchscheinenden Schwingen in die Lüfte. Im Gegensatz zu ihren heute lebenden Nachfahren konnten sie enorme Spannweiten erreichen. Die Urnetzflügler hatten Flügelspannweiten von mehr als einem Meter. Unter ihnen gab es wahre Monster.Professor Carsten Brauckmann von der Technischen Universität Clausthal im Harz beschäftigt sich mit den ersten fliegenden Tieren, die es auf unserem Planeten gab. Sie lebten lange bevor die Saurier die Erde bevölkerten: „Die ersten flugfähigen Tiere der Erde, die wir kennen, sind nach den überlieferten Fossilien Insekten gewesen. Die haben sie schon im Karbon eindeutig Flugformen hervorgebracht, also vor etwa 320 Millionen Jahren. Es waren Urnetzflügler und Urlibellen.“

Die ältesten der Wissenschaft bekannten Fluginsekten hatten drei Flügelpaare. Neben dem Vorderflügel- und Hinterflügelpaar besaßen diese Urnetzflügler noch ein Paar Vorderbrustflügelchen. Die waren viel kleiner als die beiden anderen Flügelpaare.

Carsten Brauckmann vermutet, dass die Flügel auch eher geholfen haben, den Flug der riesigen Insekten zu stabilisieren. Aber trotz ihrer Größe waren sie dennoch keine guten Flieger, vermutet Carsten Brauckmann: „Die Urnetzflügler waren in erster Linie Gleitflieger. Das kann man daran erkennen, dass eine große Anzahl von ihnen überlappende Vorder- und Hinterflügel hatte, die also nicht alternativ bewegt werden konnten.“ Unter den heute lebenden Insekten ähneln am ehesten die Libellen ihren riesenhaften Urahnen. Libellen gelten heute als die wendigsten Flieger unter den Insekten. Unabhängige Bewegungen ihrer Flügelpaare und blitzschnelle, komplizierte Drehbewegungen jedes einzelnen Flügels ermöglichen plötzliche Richtungsänderungen, abrupte Stopps oder das Fliegen auf der Stelle.

Es waren die Grundprinzipien der Evolution, die letztlich solche phänomenalen Fertigkeiten entstehen ließen. Zwar ist Fliegen im Allgemeinen eine sehr energieaufwändige Fortbewegungsart. Doch letztendlich zahlt sich dieser Energieaufwand für die Tiere aus: Ihre Überlebenschancen haben sich damit vergrößert. Sie können sich neue Nahrungsquellen erschließen und Fressfeinden entfliehen.

Der Kachelmann Prozess

Der Kachelmann Prozess

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Asteroiden – Gefahr aus dem All

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