Hexenjagd im Namen Gottes – In den Folterkellern der Inquisition – Doku

Hexenjagd im Namen Gottes – In den Folterkellern der Inquisition – Doku

Als Inquisition werden jene spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Gerichtsverfahren bezeichnet, die sich unter der Mitwirkung oder im Auftrag von katholischen Geistlichen in erster Linie der Verfolgung von Häretikern widmeten und sich dabei der Prozessform des Inquisitionsverfahrens bedienten. Ein geistlicher Vorsitzender eines Inquisitionsgerichts wurde als Inquisitor bezeichnet.
Die Inquisition wirkte von ihrem Entstehen Anfang des 13. Jahrhunderts bis zu ihrem weitgehenden Verschwinden Ende des 18. Jahrhunderts hauptsächlich als Instrument der römisch-katholischen Kirche zur erleichterten Aufspürung, Bekehrung oder Verurteilung von Häretikern, wofür im Spätmittelalter eine neue Form von Gerichtsverfahren, das Inquisitionsverfahren entwickelt wurde. Die Hauptphase des Entstehens der Inquisition fällt in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts. Neben dem damaligen Verbrechen der Häresie konnten durch die Inquisition auch andere Straftatbestände verfolgt werden, vor allem wenn sie Fragen des Glaubens berührten wie etwa Blasphemie oder Magie. Bei der vor allem von weltlichen Herrschern mitgetragenen Hexenverfolgung in der Frühen Neuzeit spielte die Inquisition eine untergeordnete Rolle. Die Kirche sah die Anwendung der Inquisition gegen Häretiker mit Verweis auf Bibeltexte oder Texte kirchlicher Autoritäten legitimiert.

Leiharbeit undercover – Mein heimliches Leben in deutschen Fabriken – ARD

Leiharbeit undercover – Mein heimliches Leben in deutschen Fabriken – ARD

Seine gelbe Weste leuchtet schon von Weitem. Sie markiert ihn, zeigt, dass er anders ist als die anderen Arbeiter in der Werkshalle. Matthias P. ist Leiharbeiter. Er arbeitet Schulter an Schulter mit den Facharbeitern des Unternehmens. Matthias P. bekommt sechs Euro brutto pro Stunde, weniger als die Hälfte des Lohns, den sein Nebenmann erhält, ein Festangestellter mit Tarifvertrag. Noch am Morgen saß Matthias P. in seiner Wohnung. In Hose und Leuchtweste hockte er neben dem Telefon. Er ist verpflichtet, bis eine Stunde vor Schichtbeginn zu warten, auf einen Anruf der Firma, die ihn verleiht.
Matthias P. gibt es erst seit einem Jahr. Der Name ist ein Pseudonym, hinter ihm verbirgt sich Markus Breitscheidel. Der Undercover-Rechercheur und Autor arbeitete für diesen Film über ein Jahr lang mit falscher Identität in der Leiharbeitsbranche, im Niedriglohnsektor.
Die Reportage begleitet Matthias P. bis zum Werkstor, seine Arbeitstage filmt er verdeckt. Nur so ließ sich dokumentieren, wie das Leben eines Leiharbeiters tatsächlich ist. „Viele aus der Stammbelegschaft behandeln mich, als hätte ich eine ansteckende Krankheit“, sagt Matthias P.
die story dokumentiert die Erlebnisse von Matthias P. und spricht mit seinen Kollegen, den festen und den ausgeliehenen. die story geht aber auch in die Betriebe und konfrontiert die Verantwortlichen.

Redaktion: Mathias Werth

Leiharbeit undercover – Mein heimliches Leben in deutschen Fabriken – Ein Film von Julia Friedrichs

Die Kaviar Mafia – Millionengeschäfte mit Fischeiern

Die Kaviar Mafia – Millionengeschäfte mit Fischeiern

Russischer Kaviar ist der Inbegriff von Luxus, wenige Gramm nur kosten hunderte Euro, eine Delikatesse, die auf der ganzen Welt heiß begehrt ist. Nur selten noch kann man ihn in Deutschland kaufen, denn das schwarze Gold unterliegt strengen Ausfuhrbestimmungen zum Schutz der Störe. Ein großer Teil des weltweit gehandelten Kaviars aus Russland stammt aus illegalen Quellen. Wilderer, Schmuggler und zwielichtige Händler von Moskau bis hin zum kaspischen Meer machen Millionengeschäfte mit den begehrten Fischeiern. ARD-Reporterin Rita Knobel-Ulrich zeigt, wie diese Geschäfte laufen. Sie beobachtet Wilderer in Astrachan, gibt sich als kaufwillige Touristin aus und erfährt, wie der Kaviar vom Wolgadelta in die Luxushaushalte von Moskau und St. Petersburg kommt. Sie begleitet die Milizen beim Kampf gegen die Wilderer und erlebt, wie die Polizei ausgetrickst wird, damit Millionärsgattinnen im feinen Moskau eimerweise Kaviar zum Frühstück servieren können. Dem ARD-Team gelingt ein seltener, nicht ungefährlicher Blick hinter die Kulissen der russischen Kaviarmafia. Knapp nur entgeht das Team einer handfesten Auseinandersetzung mit rabiaten Kaviardealern. Eine spannende Reportage im Sumpf der zwielichtigen Geschäfte mit der teuersten Delikatesse der Welt.

Im Schatten der Pharaonen

Im Schatten der Pharaonen

Im Schatten der PharaonenAls im Sommer 1999 in der kleinen Oase Baharija — etwa 400 Kilometer südwestlich von Kairo — ägyptische Archäologen auf einen riesigen Friedhof aus griechisch-römischer Zeit stießen, sorgte diese Nachricht für weltweite Schlagzeilen. In Bodengräbern entdeckten die Experten zahlreiche Mumien aus einer Ära, als so genannte „Fremdländer“ das Reich am Nil beherrschten. Bis zu 10.000 Körper sollen in der Wüsten-Nekropole bestattet liegen. Einige der Mumien präsentieren sich in kunstvoller Wicklung, andere sind einfach nur in Leinen gehüllt. Die Ausstattung der einzelnen Exemplare liefert wichtige Hinweise auf die Herkunft der Toten. Lange galt das lebensfeindliche Gebiet westlich des Nils als wissenschaftliches Schattenreich. Erst im 20. Jahrhundert begannen Archäologen und Ägyptologen mit der Arbeit in diesem Gebiet. Goldschätze und Ruinen von gigantischen Palästen und Tempeln mitten in der Einöde werfen nun ein völlig neues Licht auf die Rolle der Oasen im Ägypten der Spätzeit. Hielten ausgebuffte Schieber und prunksüchtige Beamte die wirtschaftlichen Geschicke des Landes in Händen? Anders lässt sich der unglaubliche Totenprunk in Baharija nicht erklären. Wissenschaftler vermuten sogar, dass die „Piraten im Sandmeer“ das Rückgrat des Landes gebrochen und so zum Untergang der Pharaonen beigetragen haben. „Im Schatten der Pharaonen“ führt zu den Sensationen in Ägyptens Wüste und gibt Einblick in eines der spannendsten Forschungsprojekte aus jüngster Zeit

Zwischen Wahn und Wirklichkeit – Menschen in der Psychiatrie

Zwischen Wahn und Wirklichkeit – Menschen in der Psychiatrie
Statistisch gesehen hat fast jeder zweite Mensch mindestens einmal in seinem Leben eine relevante psychische Störung. Psychisch Kranke kommen aus allen sozialen Schichten. Vielen sieht man ihre Krankheit nicht an. Nach außen hin wirken sie oft völlig “normal”. Der Film dokumentiert das Geschehen in der Psychiatrischen Universitätsklinik der Charité. Die Erste Hilfe im St.-Hedwig-Krankenhaus in Berlin ist Anlaufstelle für Menschen, die dringend psychiatrische Hilfe benötigen. Fast immer werden die Notfälle von der Polizei oder der Feuerwehr eingeliefert, nur in seltenen (mehr …)

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Genetische Geheimnisse der großen Pest

Genetische Geheimnisse der großen Pest
Sars, Vogelgrippe, das Ebolavirus, Aids – Infektionskrankheiten waren auf unserem Planeten seit jeher die Todesursache Nummer eins. Heute ist diese Bedrohung größer denn je. Während sich Wissenschaftler und Staatschefs gegen die nächste Katastrophe rüsten, suchen einige Experten nach einer Lösung an einem ungewöhnlichen Ort: in der Vergangenheit. Genauer gesagt im Jahr 1665, als ein Drittel der Bevölkerung der Große Pest in London zum Opfer fiel. Könnte die Großen Pest der Schlüssel zur Bekämpfung heutiger Infektionskrankheiten sein? Könnten die Überlebenden (mehr …)

At the Edge of the World – Some call them pirates, others call them heroes

At the Edge of the World – Some call them pirates, others call them heroes
Die Sea Shepherd Conservation Society, kurz Sea Shepherd, ist eine militante Umweltschutzorganisation, die sich besonders dem Schutz der Meere und dem Kampf gegen den Walfang, die Robbenjagd sowie gegen unverhältnismäßige Fischerei verschrieben hat. Sea Shepherd ist eine Stiftung und finanziert sich durch Spenden. Die Stiftung wurde 1977 von Paul Watson gegründet, einem der ersten Mitglieder von Greenpeace. Diese Dokumentation zeigt die 3. Antarktischen Kampagne. Begleitet von einem Filmteam wird der bewundernswerte und gefährliche (mehr …)

Das Ende der IX Legion – Das Schicksal von Roms verschollener 9. Legion

Das Ende der IX Legion – Das Schicksal von Roms verschollener 9. Legion
Vor fast 2000 Jahren erhielt die neunte Legion den Auftrag, die Grenzen des römischen Imperiums in Britannien zu erweitern. Angeblich kehrte keiner der Soldaten von dieser Mission zurück. Niemand weiß, was mit den Männern geschah. Ist es möglich, dass 5000 bestens ausgebildete Elitesoldaten einfach so verschwanden? Das Schicksal dieser Legion gilt als eines der großen ungelösten Rätsel der römischen Geschichte und gab Anlass zu allerlei Spekulationen. Auch das Historienepos „Der Adler der Neunten Legion“, das im März 2011 in den Kinos anlief, beschäftigt sich mit dem Thema. Kevin MacDonald verfilmte das gleichnamige Jugendbuch von Rosemary Sutcliff aufwendig.

Historiker vermuten indes, dass die Legion nicht einfach verschwand, sondern an einen anderen Ort verlegt wurde und sich ihre Spuren im Lauf der Jahrhunderte verwischten. Es besteht offenbar ein Gegensatz zwischen der öffentlichen Vorstellung und der akademischen Geschichtsschreibung. Die Dokumentation „Das Ende der IX. Legion“ geht dem Rätsel auf den Grund.

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