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2018 – Der Ölcrash Doku

Kategorien: 360p, Online

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In einer Mischung als Experten-Interviews und Spielhandlung entwirft„2018 – Der Ölcrash“ ein glaubhaftes Katastrophen-Szenario über ein Europa ohne Öl.

Die Recherche einer TV-Journalistin bringt es an den Tag: Die Ölgesellschaften haben ihre Reserven und Förderkapazitäten seit den 80er Jahren viel zu hoch angesetzt. Ausgehend von technologischen Fortschritten und der Hoffnung, damit neue Vorkommen zu finden und ausbeuten zu können, haben sie ihre angeblichen Reserven um bis zu 50 Prozent zu hoch angesetzt. Die Öl fördernden Staaten waren nicht viel besser: 1984 gab zum Beispiel Saudi Arabien 166 Milliarden Barrel an, 1988 waren es bereits 258 Milliarden. Durch diese Manipulation haben die Unternehmen den Aktienkurs an den Börsen beeinflusst, die Öl exportierenden Staaten wiederum ihre internationale Kreditfähigkeit verbessert.

Obwohl der Ölpreis kontinuierlich ansteigt, hält das System bis zum Jahr 2018. In diesem Jahr unterbricht ein terroristischer Anschlag die Ölversorgung und innerhalb von zehn Tagen versinkt die Welt im Chaos. Denn es fehlt nicht nur Benzin, sondern Öl in sämtlichen Bereichen der Industrie. Ein großer Teil der Bevölkerung ist von einem Tag auf den anderen arbeitslos: die Petrochemie, die pharmazeutische Industrie sind genauso zusammengebrochen wie die Textilindustrie.

In „2018 — Der Ölcrash“ bestätigt der Ölexperte Nicolas Sarkis, dass „in den 80er Jahren die OPEC-Staaten ihre Reserven vollkommen unerwartet und entscheidend neu bewertet haben“ und er unterstreicht, dass „es keine unabhängige Instanz gibt, die diese erhöhten Zahlen verifiziert hat.“ Jeremy Rifkin, Direktor der Stiftung „Economic Trends“, fragt sich, „ob der Untergang des Ölzeitalters bereits 2010 beginnt, wie Pessimisten annehmen, oder erst 2040, wovon die Optimisten ausgehen.“

Das Szenario wirkt aktueller denn je: Bereits 2004 haben die Verbraucher einen Vorgeschmack auf die Ressourcen-Probleme der Zukunft bekommen: das fragile Gleichgewicht zwischen Ölförderung und Verbrauch wurde durch den steigenden Bedarf der chinesischen Wirtschaft und durch Förder-Probleme im Irak, in Nigeria und Venezuela gestört. Seitdem befindet sich der Ölpreis im Aufwärtstrend; Anfang 2008 erreichte er erstmals die Marke von 110 Dollar.

2018 - Der Ölcrash Doku, 3.9 out of 5 based on 10 ratings
  1. Sandro Valecchi

    30. Mai, 2013

    DZwar noch nicht 2018, dennoch ein m.E. ebenso zutreffendes wie realistisches Szenario: Das Weltmarktniveau, die weltweite hohe Nachfrage beim Öl, lässt bei der Preisfindung keinen Weg nach unten offen, da sind sich fast alle Analysten einig. Das Risiko einer Ölverknappung ist in der Tat sehr hoch, selbst wenn es vielen Bürgern derweil noch nicht wirklich bewusst oder erkennbar wird.

    Vor allen Dingen die Analysten der “peak-oil-Prognose” gehen vom weiteren Anstieg des Ölpreises aus. Mit dem Begriff “peak oil” wird zwar der Zeitpunkt bezeichnet, zu dem das globale Maximum der Ölförderung erreicht ist; damit allein ist allerdings die Preisexplosion beim Öl noch nicht definiert:

    Es geht um die Marktmacht der größten Öl- und Energiekonzerne der Welt und darum, wer künftig in unserer neuen, multipolaren Welt das Sagen in Sachen Preispolitik der wichtigsten Energieressourcen hat. Das mit Abstand größte Ölgeschäft der globalisierten Welt 2012 ist jetzt fast perfekt. Mit der Übernahme des Öl-Joint Ventures TNK-BP steigt Rosneft (Роснефть) mit Sitz in Moskau zum weltgrößten Energieunternehmen auf.

    Für 55 Milliarden US-Dollar (42 Mrd. Euro) wird Rosneft die drittgrößte russische Ölfirma TNK-BP schlucken. Sie gehört bislang zu gleichen Teilen BP und AAR, einem Konsortium aus vier Oligarchen. Das Geschäft habe insgesamt ein Volumen von 61 Milliarden US-Dollar (46,76 Mrd Euro), sagte der Chef des russischen Staatskonzerns Rosneft, Igor Setschin, im Rahmen eines Treffens mit Präsident Wladimir Putin. Rosneft kauft vom britischen Energiekonzern BP sowie vom russischen Oligarchen-Konsortium AAR jeweils 50 % an TNK-BP. Auf 4,5 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag schätzen Analysten die Fördermenge des neuen Megakonzerns. Es handelt sich um den größten Deal der Ölbranche seit dem Zusammenschluss von Exxon und Mobil 1999. Ex-Vizeregierungschef Setschin ist ein enger Vertrauter von Präsident Putin. BP plc London steigt zugleich zum zweitgrößten Rosneft-Aktionär – nach dem russischen Staat – auf. Zudem bekommt der britische Konzern zwei Sitze im Aufsichtsrat des Staatskonzerns.

    Experten erwarten, dass das neue Russland somit aktiver in die Preisfindung und Marktmacht der globalen Ölindustrie eingreifen wird. Analysten aus der Militär- und Sicherheitsbranche warnen bereits seit Monaten vor einer neuer Formierung und der damit verbundenen Marktmachtkonzentration im besonders sensiblen sowie volatilen Energiesektor in unserer neuen, sich weiter formierenden multipolaren Weltordnung. Die politische Führung in Russland will über den Energiesektor internationalen Einfluss zurückgewinnen. Bilaterale Kooperationen – beispielsweise mit Venezuela und anderen Staaten, die bislang in der besonderen Einflusssphäre mit der ehemaligen UDSSR-Außenpolitik, werden von Igor Setschin im Auftrage der politischen Kräfte in Moskau konsequent umgesetzt.

    Wirtschaftlich gesehen geht es um strategische Allianzen: Strategic cooperation agreements signed with ExxonMobil, Eni and Statoil. Agreements envisage exploration of Russian offshore zones and cooperation through technology sharing and joint international projects, so kommentiert OJSC Rosneft neftjanaja kompanija.

    Geographisch und strategisch gesehen nähert sich das neue Russland dem Ziel, gemeinsam mit den russischen Staatskonzernen und westlichen Partnern, wie BP, die wertvollen Energiereserven im russischen Nordpolarmeer erschließen. Analysten vermuten dort rund ein Fünftel der weltweiten bislang unentdeckten Ölvorkommen. Und vor allem Norwegen fördert dort sehr erfolgreich. Die Norweger hatten erst vor wenigen Monaten einen neuen Fund in der Nähe eines bereits im April 2012 entdeckten Ölfelds erschlossen. In den beiden Förderfeldern “Havis” und “Skrugard” mindestens 400 bis 600 Millionen Barrel gelagert sein. “Havis” sei der zweite ergiebige Fund in der Barentssee innerhalb von neun Monaten, berichtete der CEO von Statoil, Helge Lund. Partner bei dem neuen Ölfeld sind nach Angaben von Statoil mit einer Beteiligung von 30 % der italienische Eni-Konzerntochter “Eni Norge” (Agip) und die norwegische Staatsfirma “Petoro”, die 20 % halten wird. Die Förderung soll noch vor Ende des Jahrzehnts beginnen. Lund zufolge ist es wahrscheinlich, dass die Förderung bei den Feldern “Skrugard” und “Havis” gemeinsam vorbereitet wird. Neben diesen Vorkommen entdeckte Statoil zuletzt mit der schwedischen Lundin Petroleum die Felder “Aldous Major South” und “Avaldsness” in der Nordsee. Allerdings wurde noch bis in die jüngste Vergangenheit heftig über den Verlauf der Seegrenzen in der Arktis gestritten. Russland und Norwegen haben gerade erst vor wenigen Monaten den Streit über den Verlauf ihrer Seegrenze in der Arktis beigelegt und damit den Weg für die Öl- und Gasförderung in der Barentssee frei gemacht. Die Nachbarländer unterzeichneten einen Vertrag auf der Grundlage eines Kompromiss, der die Aufteilung eines Gebiets regelt, das etwa halb so groß wie Deutschland ist. „Es hat 40 Jahre gedauert, um zu diesem Abkommen zu gelangen“, sagte kürzlich noch der vormalige russische Präsident Dmitri Medwedjew. Norwegens Regierung forciert die Energiejagd im eisigen Nordpolarmeer. Bereits im kommenden Jahr würden die Lizenzen für die Suche in Dutzenden von Meeresabschnitten unter anderem in der arktischen Barentssee erteilt, sagte Ölminister Ola Borten Moe. Das Interesse der Energiekonzerne sei gewaltig.

    Dem wird zwar von denjenigen, die nicht der “peak-oil-Prognose” folgen, aktuell entgegen gehalten, dass neue Explorationen und Fördertechniken eine völlige Neubewertung der globalen Ölreserven rechtfertigen; so werde allein mittels der Fracking-Methode (Schiefergestein) in Nord-Dakota (USA) derzeit mehr Öl gefördert, als aus Kanada aus Öl-Sand-Extrakten für den US-Markt importiert werden müsse. Sogar das US-Verteidigungsministerium will das Innovations- und Subventionsprogramm „Bio-Flugbenzin“ für Militär-Jets herunterfahren.

    Ist der Ölmarkt also tatsächlich aktuell noch ausreichend versorgt? Nach offiziellen Angaben (Stand: 2011) leben bereits 7 000 000 000 Menschen auf der Welt, die Nachfrage und der Bedarf nach Öl wird demnach in Zukunft definitiv nicht mehr abzudecken sein.

    Die Analysten der “peak-oil-Prognose”, die in der Visualisierung einer umgedrehten Parabel den Rückgang der weltweiten Ölreserven sichtbar darstellen, billigen den neuen Erschließungen und Ölfunden lediglich einen Zukauf von Zeit (Zeitgewinn) zu und verschieben ihre “peak-oil-Parabel” um einige Jahre in die Zukunft. In der Sache ändert das freilich nichts an der Tatsache, dass Öl in Zukunft nur noch begrenzt verfügbar sein wird, Tendenz abnehmend und der globale Öl-Bedarf nicht mehr gedeckt werden kann.
    Sandro Valecchi, Berlin

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